Kristofferson siegt - Selbst der Wettergott ist machtlos

In Kapstadt fand mit dem zwölften von zwölf Rennen das Finale der WRX statt - zum elften Mal siegte Weltmeister Johan Kristoffersson.

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In Kapstadt fand mit dem zwölften von zwölf Rennen das Finale der WRX statt - zum elften Mal siegte Weltmeister Johan Kristoffersson.

Selbst der Wettergott hatte nicht genug Macht, den Weltmeister zu bremsen. Sein Plan war, mit widrigen Witterungsverhältnissen dafür zu sorgen, dass die Arbeitsgeräte von Kristoffersson und Petter Solberg nicht rechtzeitig im Hafen eintreffen und so vielleicht mal jemand anderes als König Johann einen Sieg einfährt.

Das Schiff mit den Volkswagen-Containern konnte zunächst nicht anlegen, doch man hätte es wohl versenken müssen, um den Triumph Kristofferssons tatsächlich zu vereiteln. Buchstäblich in letzter Sekunde kam das Team von VW doch noch an seine Maschinen und durfte trotz fehlendem Training am Saisonfinale teilnehmen.

Aufgrund eines Motorwechsels und damit verbundener Strafpunkte fiel Solberg aus dem Rennen um die Vizemeisterschaft. Kristoffersson legte im ersten Qualifikationslauf nur eine sechzehnte Position hin - ein denkbar schlechter Start für die beiden Polo-Treter. Sebastien Loeb reagierte sofort und sicherte sich die erste Bestzeit, danach hatte sich Kristoffersson aber wieder eingeschossen und reagierte mit drei Bestzeiten in den verbleibenden Qualifikationsläufen. Loeb blieb dran und am Ende punktgleich, doch aufgrund seiner Bestzeiten gewann Kristoffersson auch diesmal die Qualifikation. 

Kampf um die Vizemeisterschaft

Nach Solberg musste auch Andreas Bakkerud seine Ambitionen auf die Vizemeisterschaft früh begraben. Im ersten Semifinale verpatzte er den Start und hing als Vierter fest - das würde nicht reichen, um ins Finale einzuziehen. Er riskierte alles und kämpfte um eine bessere Position, doch eine missglückte Attacke auf Kevin Hansen bescherte ihm ein beschädigtes Auto und schließlich den vorzeitigen Ausfall.

Sein Teamkollege Mattias Ekström hatte da deutlich bessere Karten und bewahrte trotz einiger Rangeleien im zweiten Semifinale die Ruhe, freundete sich dort mit der dritten Position an und sicherte sich mit dem Einzug ins Finale schließlich die Vizemeisterschaft vor Sebastien Loeb.

Im Finale hatte Kristoffersson sofort einen riesigen Vorsprung herausgefahren, während es die drei Peugeot bereits in der ersten Kurve auf die hinteren Plätze gespült hatte. Fast unbemerkt kabbelten sich Timmy Hansen, Ekström und Solberg im Staub und nur Ekström konnte die Fahrt fortsetzen, was ihm schließlich die Vizemeisterschaft bescherte.

Timo Scheider verpasst das Finale

Für Scheider ging es diesmal um den Einzig in die Finalphase. Nach zwei Qualifikationsläufen stand er am Samstag noch auf Rang dreizehn, das hätte für einen Platz in den Semifinals noch nicht gereicht. Er verbesserte sich jedoch immer mehr und stand nach Q3 in den Top-Zwölf, im letzten Qualifikationslauf des Jahres legte er sogar noch nach und erkämpfte sich Position zehn. Doch der Einzug ins Finale blieb aus, gegen die Werksteams war einmal mehr kein Kraut gewachsen für den Privatier aus dem Team von Münnich-Motorsport.

Ergebnis RX Kapstadt

1. Johan Kristoffersson (S) Volkswagen 4.12,787 Min.
2. Mattias Ekström (S) Audi +2,700 Sek.
3. Sebastien Loeb (F) Peugeot +3,595 Sek.
4. Kevin Hansen (S) Peugeot +6,230 Sek.
5. Petter Solberg (N) Volkswagen –5 Rd.
6. Timmy Hansen (S) Peugeot –5 Rd.

Fahrerwertung

1. Johan Kristoffersson (S) Volkswagen 341 Pkt.
2. Mattias Ekström (S) Audi 248 Pkt.
3. Andreas Bakkerud (N) Audi 237 Pkt.
4. Sebastien Loeb (F) Peugeot 229 Pkt.
5. Petter Solberg (N) Volkswagen 227 Pkt.