Skoda Fabia Supercar in der Rallycross-WM

Nach den Ausstiegen von Audi und Peugeot werden starke Privatiers künftig wieder eine größere Rolle in der Rallycross-WM spielen. Ab 2019 will diese Reihen ESmotorsport mit einem Skoda Fabia Supercar verstärken.

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  • Ab 2019 soll es ein Skoda Supercar in der WRX geben ©ESmotorsport

Nach den Ausstiegen von Audi und Peugeot werden starke Privatiers künftig wieder eine größere Rolle in der Rallycross-WM spielen. Ab 2019 will diese Reihen ESmotorsport mit einem Skoda Fabia Supercar verstärken.

Wie die Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX) im kommenden Jahr aussehen wird, steht aktuell noch in den Sternen. Nach dem Rückzug von Audi und Peugeot muss auch Volkswagen das gemeinsame Engagement mit Petter Solberg neu bewerten, die Möglichkeit einer Trennung ist dabei größer als eine Fortsetzung der Zusammenarbeit. 

Wenn die Werke von der Bühne verschwinden, schlägt die Stunde der Privatiers. Nicht nur Guerlain Chicherit will sein eigenfinanziertes Renault-Projekt fortsetzen, auch die Grönholms planen weiterhin den Einsatz ihrer Hyundais. Im Peugeot-Lager sucht die Familie Hansen nach Möglichkeiten, die 208 WRX einzusetzen, offen ist die Situation des EKS-Teams von Mattias Ekström. 

Sorgen muss man sich deshalb um die WRX nicht machen, zudem gibt es im kommenden Jahr Zuwachs, denn ESmotorsport aus Lettland treibt im Moment die Entwicklung eines Skoda Fabia Supercars voran, mit dem man ab 2019 in der Weltmeisterschaft antreten will.

Zu den Testfahrern gehören unter anderen Nasser Al-Attiyah und Kevin Abbring, die das Auto auch auf dem WRX-Kurs in Riga ausprobierten, um einen direkten Vergleich zur Konkurrenz ziehen zu können. 

„Wir sind mit unseren Fortschritten bisher sehr zufrieden. Unsere erzielten Zeiten hätten für das Finale in der Rallycross-EM gereicht“, erklärte Team-Manager Ramunas Fetingis. „Wir werden in den nächsten Wochen im Winter so viel möglich fahren, damit wir in der nächsten WRX-Saison so stark wie möglich sind.“

Nach eigenen Angaben hat man bislang 500 Testkilometer mit dem Auto abgespult, das in einer Zusammenarbeit von Viason Sport und Autotek entwickelt wurde. Offen ist noch, wer hinter dem Steuer des Skodas sitzen wird.

Wüstensohn Al-Attiyah hat sein Interesse bereits bekundet, offiziell bestätigen kann Fetingis aber noch nichts. „Er ist sehr zufrieden mit dem Auto, dem Team und wir mit ihm. Wir tun jetzt alles, dass wir etwas für das nächste Jahr zustande bringen.“