Rallycross-WM verliert nächstes Zugpferd

Olsbergs MSE wird im kommenden Jahr nicht an der Rallycross-WM (WRX) teilnehmen. Stattdessen konzentriert man sich auf andere Serien.

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Olsbergs MSE wird im kommenden Jahr nicht an der Rallycross-WM (WRX) teilnehmen. Stattdessen konzentriert man sich auf andere Serien.

Es sind keine guten Zeiten für die Rallycross-WM. Erst stieg Audi aus, dadurch musste der Umstieg auf Elektroantrieb um ein Jahr nach hinten verschoben werden und das nahm Peugeot als Grund, um ebenfalls den Stecker zu ziehen.

Jetzt kündigt auch Olsbergs MSE eine Pause an. Für das Privatteam sei das aktuelle Wettrüsten in der Meisterschaft nicht mehr zu finanzieren, hieß es in einer Erklärung. Man will jedoch weiterhin interessierten Kunden Fahrzeuge anbieten, konzentriert sich dabei aber auf die Rallycross-EM, oder Einsätze in Amerika. 

„Es ist natürlich eine bittere Entscheidung“, meinte Teamchef Andreas Eriksson. „Aber wir müssen sie treffen, um langfristig unsere Firma zu sichern.“ 

Eriksson appellierte an die FIA und Rallycross-WM-Promoter IMG notwendige Schritte einzuleiten, um die aktuelle Kostenexplosion einzudämmen: „Die meisten der aktuellen Supercars könnten mit sinnvollen Änderungen des technischen Reglements eine lange Zukunft im Sport haben und diese Disziplin kann weiterhin gesund.“

Der Schwede, der lange Zeit mit Ford zusammenarbeitete, glaubt an eine gemeinsame Zukunft von Verbrenner- und Elektroantrieben. „Es gibt viele Leute und Fans, die sich nun zu Wort melden und entweder für oder gegen Elektro-Rallycross sind. Ich persönlich denke, dass Verbrenner und Elektro zusammen funktionieren können. Wir lieben doch alle unterschiedliche Musik auf verschiedenen Konzerten.“