Peugeot steigt aus der Rallycross-WM aus

Überraschend hat Peugeot den Ausstieg aus der Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX) verkündet. Dort seien die Pläne für den Umstieg auf Elektroantrieb noch nicht ausgereift, hieß es aus Frankreich.

| Autor: 
  • Erst Audi und nun Peugeot - Die Rallycross-WM verliert den nächsten Hersteller

Überraschend hat Peugeot den Ausstieg aus der Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX) verkündet. Dort seien die Pläne für den Umstieg auf Elektroantrieb noch nicht ausgereift, hieß es aus Frankreich.

Schock für die Rallycross-Weltmeisterschaft! Nach Audi zieht sich auch Peugeot am Ende der Saison aus der Serie zurück. Firmenchef Jean-Philippe Imparato verkündet den Ausstieg per Botschaft auf Twitter und gab als kurze Erklärung an, dass der geplante Wechsel der WRX vom Verbrenner- auf Elektroantrieb im Moment unklar sei.

Vor kurzem war Promoter IMG gescheitert, die von der FIA geforderte Anzahl von Herstellern zu liefern, die ab 2020 in einer Elektro-Rallycross-WM antreten würden. Man verschob daraufhin das Projekt auf 2021, doch bei Peugeot wuchsen in der Zwischenzeit offenbar die Zweifel, ob sich zum Ende der neuen Einschreibefrist im März genügend Hersteller finden würden. Bislang hatten sich nur Volkswagen und Peugeot zur Elektro-WM bekannt, Audi zog sich überraschend zurück, die letzten Hoffnungen ruhten nun auf Ford. 

Noch am Wochenende hatte Peugeot-Sportchef Bruno Famin darüber gesprochen, wie man die Zeit bis 2021 überbrücken will, doch die Chefetage hatte bereits eine andere Sichtweise und beendet das Rallycross-Programm mit Sebastien Loeb an der Spitze kurzfristig. Der angestrebte Umstieg in drei Jahren passe nicht mehr zum eigenen Elektro-Fahrplan, hieß es in einer Peugeot-Mitteilung lapidar.

Die Franzosen waren der einzige Hersteller, der sich mit einem eigenen Team in der diesjährigen WRX engagierte. Audi und Volkswagen geben EKS bzw. PSRX nur werksseitige Unterstützung. Peugeot hatte von Anfang an klar kommuniziert, dass man sich deshalb in der Rallycross-WM engagiere, weil diese künftig mit Elektroautos ausgetragen wird. 

Für Rekordweltmeister Sebastien Loeb bedeutet die heutige Entscheidung ebenfalls ein umfangreiches Umplanen. Er steht nun ohne ein Programm für 2019 da.