RX Loheac: Loebs Durchbruch?

Noch nie stand Sebastien Loeb in der Rallycross Weltmeisterschaft (WRX) so gut da wie in dieser Saison. Tabellenzweiter mit einem Sieg und vielen Podestplätzen. Fleißiger Punktesammler und auch mit dem nötigen Fortune. Was ihm fehlt, ist ein Sieg vor heimischer Kulisse.

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Noch nie stand Sebastien Loeb in der Rallycross Weltmeisterschaft (WRX) so gut da wie in dieser Saison. Tabellenzweiter mit einem Sieg und vielen Podestplätzen. Fleißiger Punktesammler und auch mit dem nötigen Fortune. Was ihm fehlt, ist ein Sieg vor heimischer Kulisse.

Pausenlos werden Unmengen Croissants und Baguettes ins Fahrerlager geschafft. In den frühen Morgenstunden – eigentlich noch mitten in der Nacht – positionieren sich Heerscharen von Fans vor den Toren der Rennstrecke und warten geduldig vor sich hinmurmelnd auf Einlass. Der Duft von Pernod mischt sich auf dem Campingplatz mit dem dunstigen Morgennebel – all diese Klischees aus dem Land des aktuellen Fußball-Weltmeisters, sie werden an diesem Wochenende wieder wahr, wenn die WRX nach Loheac in die Bretagne kommt, um das letzte Saisondrittel dieses Jahres unter die Räder zu nehmen. 

Und (fast) alle wünschen sich einen Heimsieg für Loeb: Die begeisterungsfähigen Franzosen sorgen stets für Gänsehaut, wenn sie die Attacken oder Überholmanöver ihrer Landsleute lauthals bejubeln. Die Gäste aus dem Ausland wünschen sich einen Erfolg der französischen Rallye-Legende ebenfalls – weil sie dann das Gänsehautfeeling geliefert bekommen oder wenigstens die Meisterschaft etwas mehr an Spannung gewinnen würde.

Außerdem möchte Loeb der wohl wichtigsten Person in seinem Leben eine besondere Freude machen. „Vor allem meine Tochter liebt Rallycross. Sie hat sie nie wirklich für Motorsport interessiert, aber seit ich Rallycross fahre, will sie immer dabei sein“, lacht Loeb.

Wie bereits in der vorherigen Vorschau erwähnt, könnte Tabellenführer Kristoffersson sich auch dieses Mal einen Totalausfall leisten und würde die Führung trotzdem nicht einbüßen. Trotzdem geht es in diesem Jahr überaus packend zu, denn zwischen den Verfolgern wechseln die Positionen ständig, so dicht liegen die Kontrahenten beieinander. Loeb steht punktgleich mit seinem Teamgefährten Timmy Hansen, einen Zähler Rückstand haben jeweils Andreas Bakkerud und Petter Solberg.

Vier Spitzenfahrer auf den Plätzen zwei bis fünf liegen ein einziges Pünktchen auseinander – wann und vor allem wo hat es dies schon einmal gegeben? Mattias Ekström scheint mit fünf Zählern Rückstand auf dieses Quartett geradezu abgeschlagen, aber auch er könnte mit einem guten Resultat am Sonntagabend wieder auf Kurs der Vizemeisterschaft sein. 

Wenn Loeb daheim gewinnen sollte, wird es denkwürdiger Moment – und er würde sich womöglich einen knappen aber kostbaren Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten sichern. 

Die Rallycross-Weltmeisterschaft aus Lohéac überträgt SPORT1 am Sonntag (2. September) von 14 bis 16 Uhr live, sowohl online unter www.sport1.de als auch im TV auf SPORT1+. Ab 23 Uhr sendet SPORT1 auf seinem Hauptkanal eine Zusammenfassung.

Über Lohéac RX

  • - Strecke Circuit de Lohéac, 30 km südlich von Rennes
  • - Streckenlänge 1,070 km (Joker-Runde: 1,090 km)
  • - Untergrund 33 Prozent Asphalt, 67 Prozent Schotter
  • - Kurven 2 links, 5 rechts
  • - Topspeed ca. 168 km/h
  • - Schnitt ca. 107 km/h
  • - Weitester Sprung ca. 22 m
  • - Rennlänge 4 Runden (Qualifying), 6 Runden (Halbfinale und Finale)

Zeitplan (Ortszeit, MESZ)

Freitag, 31. August

  • 17.30 Uhr Freies Training 1

Samstag, 1. September

  • 09.00 Uhr Freies Training 2
  • 13.00 Uhr Qualifying 1 (Q1)
  • 15.30 Uhr Qualifying 2 (Q2)

Sonntag, 2. September

  • 08.00 Uhr Warm-up
  • 09.30 Uhr Qualifying 3 (Q3)
  • 10.40 Uhr Qualifying 4 (Q4)
  • 14.30 Uhr Halbfinale
  • 15.50 Uhr Finale
  • 16.15 Uhr Siegerehrung