Solberg und Ekström: „Er hat wohl keine guten Augen“

Beim Finale des ersten Rallycross-WM-Rennens in Barcelona gerieten Mattias Ekström und Petter Solberg aneinander. Es folgte eine Aussprache bei den Sportkommissaren und eine Strafe.

| Autor: 
  • Petter Solberg ärgert sich über die Aktion von Mattias Ekström

Beim Finale des ersten Rallycross-WM-Rennens in Barcelona gerieten Mattias Ekström und Petter Solberg aneinander. Es folgte eine Aussprache bei den Sportkommissaren und eine Strafe.

Petter Solberg erlebte bis zum Finale ein fast perfektes Wochenende. Er entschied zwei der vier Qualifikationsdurchgänge für sich, die übrigen beendete er auf Platz zwei, das bedeutete Gesamtrang eins für den Norweger vor den Finalläufen. 

Im Finale verließ Solberg allerdings das Glück des Tüchtigen. Nach einem Kontakt mit Audi-Pilot Mattias Ekström vor der ersten Kurve endeten seine Siegträume in einer unvermeidbaren Kollision mit einem Reifenstapel.

„Er war vielleicht zehn Zentimeter in Front und zog dann voll rein“, ärgerte sich Solberg über das Manöver seines Kontrahenten. „Mattias meinte, er hätte mich nicht gesehen, aber dann hat er wohl keine guten Augen. Ich bin nur froh, dass dort keine Betonbarriere stand.“

Ekström gewann zwar das Rennen, wurde am Abend aber vom ersten auf den sechsten Platz zurückversetzt. „Diese Meinung teile ich nicht, respektiere aber die Entscheidung der Sportkommissare“, sagte der Schwede. „Es tut mir vor allem leid für das Team, das im Winter hart und gut gearbeitet hat.“

Zum Zusammenstoß mit Solberg wollte er sich nicht ausführlicher äußern. „Ich hatte einen guten Start und dachte, ich wäre vor Petter“, so Ekström. „Doch dann gab es kurz vor der ersten Kurve die Berührung. Der Schlag war nicht heftig, aber wenn man sich die Bilder anschaut, dann erkennt man, dass der dortige Reifenstapel wirklich schlecht war. Die alte Streckenführung war viel besser. Das neue Layout hat für viele Probleme gesorgt. Es tut mir leid wegen der Situation.“   

Solberg erinnerte unterdessen an eine Aktion von Ekström im letztjährigen Finale. „Damals hat er eine Schikane nicht korrekt genommen und blieb unbestraft. Er behielt seine Platzierung und wurde er Vize-Weltmeister. Bei so etwas sollten die Offiziellen zur Stelle sein“, mahnte Solberg. In diesem Jahr scheinen die Kommissare zur Stelle zu sein.