Erste Bewährungsprobe für Grönholm und Hyundai

Morgen beginnt die neue Saison der Rallycross-WM. Erstmals mit dabei: Marcus Grönholm und sein eigenes GRX-Team, das zwei Hyundai i20 einsetzt. Diese basieren wie bei Volkswagen auf alten World Rally Cars, doch es gibt einen Unterschied.

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  • Beim Hyundai i20 RX befindet sich der Kühler im Gegensatz zum Polo RX im Heck

Morgen beginnt die neue Saison der Rallycross-WM. Erstmals mit dabei: Marcus Grönholm und sein eigenes GRX-Team, das zwei Hyundai i20 einsetzt. Diese basieren wie bei Volkswagen auf alten World Rally Cars, doch es gibt einen Unterschied.

Ex-Weltmeister Marcus Grönholm ist in der Szene bestens vernetzt und so war es keine Überraschung, dass er auch in Alzenau bei Hyundai Motorsport vorstellig wurde, als er darum ging, das passende Fahrzeug für sein neues Rallycross-Team zu finden. „Wir wollten einen neuen Hersteller bringen, um für entsprechende Aufmerksamkeit zu sorgen“, erklärte Teammanager Jussi Pinomäki.

Hyundai Motorsport stellte zwei ausgediente i20 WRC aus dem Jahr 2016 zur Verfügung, die von Grönholm-Technikern in Alzenau für den WRX-Einsatz umgebaut wurden. Eine ähnliche Verwandlung erlebte bereits der Polo WRC, doch Hyundai griff noch tiefer ins Innenleben ein und verlegte im Gegensatz zu Volkswagen den Kühler nach hinten. Dort thront übrigens noch der gleiche Heckflügel wie beim World Rally Car.

Angetrieben wird der Grönholm-Hyundai von einem Zwei-Liter-Turbovierzylinder, den man von Zulieferer Pipo Moteurs bezieht. Dort hat man nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit Stohl-Racing genügend Erfahrung im Rallycross gesammelt und kann dem Grönholm ein 600 PS starkes Triebwerk bieten, das schlappe 850 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle stimmt.

Die Zutaten stimmen also und die ersten Testfahrten im französischen Mayenne verliefen positiv, doch Teammanager Pinomäki weiß, dass die im Rallycross so wichtige Detailarbeit erst jetzt beginnt.

„Unsere Tests zeigten, dass die Autos ein enormes Potenzial haben. Wir sind zuversichtlich, aber unsere Ziele sind bescheiden, denn die Messlatte liegt sehr hoch und wir treten gegen Teams an, die seit zwei oder drei Jahren dabei sind“, so Pinomäki. „Wir werden hart arbeiten und ich hoffe, dass wir ab Saisonmitte einige anständige Ergebnisse einfahren werden. Unser Ziel für den Saisonstart? Mit beiden Autos in das Halbfinale kommen.“