FIA: Rallycross-WM soll ab 2020 elektrisch werden

Ab 2020 soll die Rallycross-WM mit Elektroautos ausgetragen werden. Die FIA hat die Pläne mit der Ausschreibung für den Batterielieferanten offiziell bestätigt.

| Autor: 
  • Die aktuellen Supercars gehen in der Rallycross-WM ab 2020 in Rente

Ab 2020 soll die Rallycross-WM mit Elektroautos ausgetragen werden. Die FIA hat die Pläne mit der Ausschreibung für den Batterielieferanten offiziell bestätigt.

Umbruch in der Rallycross-WM. Wie bereits berichtet, planen FIA, Hersteller und Vermarkter IMG in naher Zukunft die Einführung von Elektroautos. Geht es nach dem Willen aller Beteiligten wird die Weltmeisterschaft ab 2020 unter Strom stehen. 

Der erste greifbare Schritt auf dem Weg in die Elektro-Rallycross-WM ist die jetzt gestartete Ausschreibung für das Batteriesystem, das als Einheitsteil dafür sorgen soll, dass die Kosten nicht ausufern. Ausgeschrieben ist die Belieferung der Serie in den Jahren 2020 bis einschließlich 2023. Interessierte können ihre Angebote Anfang Mai abgegeben, einen Monat später steht der Zulieferer fest. Die Batterien dürfen maximal 290 kg wiegen und sollen zwei Jahre halten und dabei 120 Ladezyklen problemlos verdauen.

Auch wenn der Sound von Verbrennern künftig verloren geht, dürfte es an Action nicht mangeln. Die künftigen 1.300 kg schweren Elektro-Rallycrosser sollen an jeder Achse einen 250 kW starken Elektromotor haben und werden bei einer Systemleistung von 680 PS die aktuellen Supercars, die in knapp zwei Sekunden auf 100 km/h sprinten, in den Schatten stellen können. Reichweitensorgen sind im Rallycross sowieso fehl am Platz, schließlich gehen die Rennen nur über wenige Kilometer. Die FIA verrät in der Ausschreibung auch die Abmessungen der Autos: Sie sind maximal vier Meter lang und 1,90 m breit.

Das Interesse seitens der Hersteller soll groß sein, aber der Weltverband und der Promoter denken auch an die Privatteams. Damit diese eine Chance haben, wird es neben dem einheitlichen Batteriesystem auch ein Einheits-Chassis geben. Das senkt weiter die Kosten und erhöht die Ausgeglichenheit im Feld.