Portugal RX: Alles spricht für Volkswagen

Am kommenden Wochenende geht es in die zweite Runde der Rallycross-WM (WRX) und die Frage, ob in diesem Jahr die Teams mit Werksunterstützung den Ton angeben können.

  • Für Petter Solberg war Portugal bislang ein gutes Pflaster

Am kommenden Wochenende geht es in die zweite Runde der Rallycross-WM (WRX) und die Frage, ob in diesem Jahr die Teams mit Werksunterstützung den Ton angeben können.

So früh in der Saison wird sich kaum eine zielsichere Prognose erstellen lassen, doch es steht die heiße erste Phase der Saison direkt bevor: In den nächsten fünf Wochen stehen vier Rennen an – der Mai wird mit drei WM-Läufen proppevoll mit Rallycross sein. 

Jetzt campiert der Tross aber im portugiesischen Montalegre, die Finalläufe dort waren bisher entweder die fette Beute von Petter Solberg (2014 und 2016) oder Johan Kristoffersson (2015). Nun stehen beide in einem Team unter der Sonne von Volkswagen Motorsport und beide freuen sich riesig auf die bevorstehende Prüfung in Portugal. Nach der Montalegre-Statistik sind sie also unschlagbar.

„Die Strecke ist fantastisch, aber auch nicht einfach, weil das Wetter in der Regel sehr wechselhaft ist. Hoffen wir, dass wir auch dieses Jahr gut abschneiden werden. Nach unserem Test vor diesem Lauf sind wir definitiv gut vorbereitet“, so Solberg.


Nach dem Saisonauftakt in Spanien, den Mattias Ekström für sich entscheiden konnte, steht zunächst einmal der Titelverteidiger mit seinem Audi als Widersacher der VW-Treter fest. „An das vergangene Jahr habe ich gute und schlechte Erinnerungen. Bis zum Halbfinale lief alles nach Plan, dann hat mich ein Fehler in Kurve eins den Einzug ins Finale gekostet“, blickt Ekström auf den letzten Portugal-Einsatz zurück. „Die schwierigen Witterungsbedingungen haben das Fahren extrem erschwert, aber wer am Sonntag ganz oben stehen will, muss für jedes Wetter das richtige Setup haben. Und das haben wir!“

Vielleicht steht deshalb auch ein Fahrer ganz oben, den man bislang nicht auf der Rechnung hatte? Kandidaten gibt es genug. Sebastien Loeb dürfte mit seinem verkorksten Saisonauftakt äußerst unzufrieden sein und wird sich deutlich steigern müssen. Immerhin konnte sein Teamkollege Timmy Hansen noch ins Finale einziehen. Andreas Bakkerud (Ford) steht mit Position drei ganz gut da und wird ein schwieriger Gegner in den Finalläufen.

Doch für besondere Begeisterung sorgte Timo Scheider, der mit seinem Ford Fiesta aus dem österreichischen Team von Max Pucher die Qualifikation gewinnen und am Ende Zweiter werden konnte. Ein Deutscher mit den Ösis als Privatteam ganz oben in der Tabelle zwischen den Werksteams – was könnte es schöneres geben, als dieses Salz in der Rallycross-Suppe.