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Thomas Wallenwein erfolgreich

Das Mitsubishi-Duo Thomas Wallenwein/ Burkhard Hesseler gewinnt das dramatische Finale der 2. AvD-Rallye Helfenstein im Recaro-Mitsubishi Carisma GT.

<strong>Erfolgreich:</strong> Wallenwein/Hesseler gewinnen Rallye Helfenstein

Die Premiere der 2. AvD-Rallye Helfenstein in der Deutschen Rallye-Challenge entschieden Thomas Wallenwein / Burkhard Hesseler (Stuttgart / Köln) im Recaro-Mitsubishi Carisma GT Evo VII für sich. Zwar kam das schwäbisch-rheinische Team mit 57,6 Sekunden Rückstand auf Markus Moufang / Hartmut Walch (Nidda / Heringen) aus der zwölften und letzten Prüfung. Doch an Moufangs BMW M3 löste sich nach der Finalprüfung die linke Antriebswelle, und die Hessen konnten die Zeitkontrolle vor dem letzten Service nicht mehr aus eigener Kraft erreichen und wurden aus der Wertung genommen.

 

Schon vor dem Start erlebte das Team die erste Schrecksekunde. Der 300 PS starke BMW M3 sprang zunächst nicht an, sie kamen drei Minuten zu spät zur ersten Zeitkontrolle und kassierten eine Zeitstrafe von sechs Sekunden. Thomas Wallenwein wählte von Beginn an eine vorsichtige Taktik bei teilweise nassen Strecken durch das wechselhafte Wetter. ?Ich fahre sehr vorsichtig, weil mein Sohn Sandro mit dem Auto den Lauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft in der nächsten Woche bestreiten wird?, so der Stuttgarter.

 

Den zweiten Platz erreichten Jürgen Geist / Gabi Fischer (Forchtenberg / Heilinghausen) im BMW M3 E36. ?Nach unserem Ausritt hinter dem Ziel von WP4 haben wir Tempo herausgenommen und sind nur auf Ankommen gefahren?, betonte der BMW-Pilot. Den Platz des besten Gruppe N-Teams sicherten sich Daniel Rexhausen / Christina Stehr (München / Schwalmtal) im Mitsubishi Lancer Evo V als Dritte im Gesamtklassement. Sie profitierten allerdings wie die Gesamtsieger vom großen Pech des Teams Ulrich Kübler / Achim Seeger (Öhringen). Sie führten mit ihrem seriennahen Mitsubishi Carisma GT Evo VI souverän bis zur dritten Prüfung. ?Ich kann den vierten Gang nicht mehr einlegen ? wir hören auf, bevor noch mehr kaputtgeht?, sagte der enttäuschte Kübler, der seinen Carisma wenige 100 Meter vor dem ersten Service abstellen musste.

 

Den vierten Platz im Gesamtklassement sicherten sich Rüdiger Dilg / Günter Brandl (Neufahrn / Arnbruck) im Opel Kadett GSI 16V und gewannen ihre Klasse in der Gruppe H am Ende deutlich vor Stefan Burg / Hans-Jürgen Herzog (Bretzfeld / Heuberg) im Peugeot 309 GTI 16V. ?Ich hatte mit Regenreifen auf der trockenen Strecke keine Chance mehr?, so Burg.

 

Ein packendes Duell lieferten sich Robert Pritzl / Michael Marchl (Hohenwarth / Cham) im Citroen Saxo VTS und Michael Memmel / Jürgen Schelske (Kemnath) im Opel Astra GSI 16V um den Sieg in der Gruppe N bis 2 Liter. ?Wir hatten mit unserem 1,6 Liter-Fahrzeug das unterlegene Auto in der 2 Liter-Klasse?, sagte Pritzl. ?Vielleicht hat uns der Regen in die Karten gespielt. Auf jeden Fall hatten wir nicht mehr damit gerechnet, Michael Memmel und Jürgen Schelske noch abzufangen?.

 

Am Ende hatten Pritzl/Marchl mit 1,7 Sekunden die Nase von. ?Der Bessere hat gewonnen?, gratulierte Memmel sportlich. Wie Pritzl/Marchl sicherten sich auch Udo und Lutz Jentsch (Rödental) im Peugeot 205 GTI 1.6 den Klassensieg. Die beiden Teams führen nach dem Wertungsausschluss von Moufang / Walch jetzt alleine in der Deutschen Rallye-Challenge (Süd).

 

Im Rahmen des Challenge-Laufs begeisterten auch 24 historische Rallyefahrzeuge die Zuschauer der 2. AvD-Rallye Helfenstein. In den 12 Sollzeiten-Prüfungen sammelten Heinz Scholl / Isabelle Kalt-Scholl (CH / Horw) in einem der legendären Audi quattro (1982) vor dem Deutschen Rundstrecken-Vizemeister von 1964 Thilo Schadrack (Düsseldorf) und seinem Co Helmut Cremer (Düsseldorf) im Ford Cortina GT (1964). Den dritten Platz belegten Klaus Jülke / Rolf Blaschke (Braunschweig) in einem VW Käfer.

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