SRM 2018

Reindl gewinnt Rallye Warndt-Litermont

Ein kleines aber feines Starterfeld präsentierte sich zum fünften Meisterschaftslauf der Saarländischen Rallye Meisterschaft im Rahmen der 15. ADAC Rallye Warndt-Litermont mit Start- und Ziel an der Hermann Neuberger Halle in Völklingen. Rudolf Reindl und Michael Ehrle gewannen im Mitsubishi Lancer Evo vor Karlheinz und Edwin Braun auf BMW M3. Andreas Brocker und Sabrina Woll vervollständigten das Podium und bauten ihre Meisterschaftsführung weiter aus.

Sieben Wertungsprüfungen auf drei unterschiedlichen Strecken standen auf dem Programm: Die Traditionsprüfung „Karlsbrunn-Lauterbach“ als WP 1,4 und 7; der Rundkurs „Felsberg“ WP 2 und 5 sowie die dank der Kooperation mit dem MSC Piesbach neu ins Programm genommenen Strecke „Hoxberg“ als WP 3 und 6, inklusiver einer kurze Fahrervorstellung auf dem Marktplatz in Saarwellingen. Lange Verbindungsetappen trübten den guten Gesamteindruck der Veranstaltung, bei denen die Ausfälle fast ausschließlich auf technischen Problemen basierten.

Das mit 44 Fahrzeugen quantitativ schwach besetzte Teilnehmerfeld glänzte mit einer extrem hohen Qualität! Neben der etablierten nationalen Spitze Südwestdeutschlands nahm Rudolf Reindl mit Copilot Michael Ehrle über 400 Kilometer Anreise auf sich, um sich auf unbekanntem Terrain zu messen. Während Rainer Noller und Sarah Hess im Mitsubishi die erste Sprintprüfung mit 0,4 Sekunden zu ihren Gunsten entschieden, drehten ihre Markenkollegen Ehrle / Reindl mit zwei Bestzeiten ordentlich auf und erreichten die Nachmittagspause mit 4,5 Sekunden auf Markus Löffelhardt / Janine Arnold im BMW M3 und weitere 3,1 Sekunden dahinter folgten Noller / Hess.

Mit einer bärenstarken Bestzeit in WP 4 eröffneten Noller / Hess die Aufholjagd, die in WP 5 mit einem Motorschaden ein schnelles Ende fand. Just an exakt der gleichen Kurve erwischte es auch Frank Färber und Peter Schaaf, die bislang auf Gesamtrang vier rangierten und mit Turboschaden ausrollten. „Wir hatten uns mit Noller zum Kaffeekränzchen verabredet – aber er hat die Teilchen vergessen“, kommentierte Färber den Ausfall mit einem Augenzwinkern. Auch Markus Löffelhardt und Janine Arnold brachte diese Prüfung kein Glück – die Rundenanzahl erhöhte sich von WP 2 zu WP 5, was das Team anscheinend übersah und fünf Strafminuten einbrachte, woraufhin das sympathische Duo die Rallye vorzeitig beendete.

Rudolf Reindl und Michael Ehrle lagen somit weit in Führung, nahmen zum Ende der Veranstaltung die „Kohlen vom Ofen“ und feierten einen überragenden Gesamtsieg mit 50,5 Sekunden Vorsprung. Karlheinz und Edwin Braun fuhren im BMW M3 E36 mit einer konstant schnellen und fehlerfreien Fahrt zum Klassensieg auf Gesamtrang zwei. Dahinter entfachte ein spannendes Duell der Brocker-Brüder, welches Andreas Brocker mit Copilotin Sabrina Woll mit 0,7 Sekunden Vorsprung vor seinem älteren Bruder Hanno mit Freundin Svenja Pees zu seinen Gunsten entschied. Jörg Broschart feierte mit Copilot Christoph Maurer nach einer nicht enden wollenden Ausfallserie mit Gesamtrang fünf ein gelungenes Comeback mit 0,9 Sekunden Vorsprung auf Patrick Fank / Andre Foxius (alle Mitsubishi Lancer). Sascha Winter / Christian Schwindt genossen ihren zehnten Start bei dieser Veranstaltung, fuhren ohne das geringste Problem und feierten mit dem 2:1 Sieg der deutschen Fußball Nationalmannschaft gegen Schweden einen guten zweiten Klassenrang auf Platz sieben im Gesamt.

Max Reiter und Marco Simon sorgten mit ihrem kleinen Citroen C2 R2 Max einmal mehr für Aufsehen. Mit hohem Tempo und kernigem Sound ließen sie den kleinen Flitzer gekonnt über die Prüfungen fliegen und landeten als Klassensieger auf dem achten Gesamtrang. David Preis und Karsten Bresser machten es im seriennahen Gruppe G Mitsubishi gleich und ließen sich als Gruppensieger auf dem 10. Gesamtrang feiern.

Josef Wecker / Stefan Clemens erreichten im Renault Clio R3T das Ziel als Sieger der Klasse RC3. Kai Stumpf und Martin Brack (BMW 320is) lieferten sich einen packenden Schlagabtausch mit Steven Geraldy und Marcus Neumann im VW Golf 3, die sich letztlich mit 5,5 Sekunden Rückstand geschlagen geben mussten. Thomas Lorenz brachte nach zwei Jahren endlich wieder seinen bildschönen Skoda Octavia an den Start und fuhr zum Sieg in der Klasse CTC 17.

Ebenfalls für Hochspannung sorgte der Dreikampf in der Klasse F06, den Timo Schulz und Lisa Kiefer mit einer Schlussattacke mit 1,0 Sekunden Vorsprung auf Tobias Schmitz und Vanessa Schmid (beide Suzuki Swift Sport) für sich entschieden. Stefan Schwarz und Gerold Müller lieferten mit zwei Klassenbestzeiten ihre bis Dato beste Fahrleistung ab und standen verdient mit auf dem Siegerpodest. Alexander Horneff / Marcus Göbel im BMW (F04), Wolfgang Hauck / Willi-Peter Pitz im top vorbereiteten Opel Kadett C GTE (CTC14), sowie Jonas Vogel und Aline Gilli im Audi A4 Quattro (G09) erreichten als weitere Klassensieger das Ziel. 

Ergebnis 15. ADAC Rallye Warndt-Litermont

01. Reindl Rudolf / Ehrle Michael Mitsubishi Lancer Evo18:00,7
02. Braun Karlheinz / Braun EdwinBMW M3 E36+50,5
03. Brocker Andreas / Woll SabrinaMitsubishi Lancer Evo VII+59,6
04. Brocker Hanno / Pees SwenjaMitsubishi Lancer Evo VIII+1:00,3
05. Borschart Jörg / Maurer ChristiophMitsubishi Lancer Evo IX+1:06,2
06. Fank Patrick / Foxius AndreMitsubishi Lancer Evo VI+1:07,1
07. Winter Sascha / Schwindt ChristianBMW M3+1:25,8
08. Reiter Max / Simon MarcoCitroen C2 R2 Max+1:32,0
09. Goedert Georges / Freichel YvesSubaru Impreza+1:37,9
10. Preis David / Bresser KarstenMitsubishi Lancer Evo X+1:43,7
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