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Raubzug der Wikinger

Kristian Poulsen wurde seiner Favoritenrolle bei der Wikinger Rallye gerecht. Mit acht von neun Bestzeiten dominierten der Toyota-Pilot den Wettbewerb souverän.

<strong>SIEGER:</strong> Kristian Poulsen gewinnt Wikinger-Rallye

Kristian Poulsen und Ole Frederiksen feierten im Toyota Corolla WRC einen überlegenen Sieg bei der Wikinger-Rallye im deutsch-dänischen Grenzgebiet. Die Rallye rund um Schleswig zählte zur Deutschen Rallye-Challenge, vor allem aber zur Dänischen Meisterschaft.

 

Poulsen hatte bereits nach der ersten Schleife (4 WPs) mit zwei langen Rundkurs-Prüfungen auf dem Fliegerhorst Jagel einen satten Vorsprung herausgefahren. Auf der Nachmittagsschleife brauchte Poulsen nicht mehr auf der letzten Rille zu fahren, dennoch gewann der Autohändler aus Padborg 8 der 9 Wertungsprüfungen.

 

Dahinter balgten sich Ib Kragh im Renault Mégane Maxi und Martin Johansen im Opel Corsa Super 1600 um Platz 2. Nach anfänglichen Vorteilen für Kragh drehte Johansen am Nachmittag den Spieß um und fuhr den Ehrenplatz nach Hause. Kragh verlor durch technische Probleme auf der letzten Prüfung noch den dritten Rang an Martin Knudsen, der im Mitsubishi Lancer vor dem stärker eingeschätzten Tage Meldgaard die Gruppe N gewann. Favorit Christian Jensen im neuen Subaru Impreza hatte 15 Minuten bei einem Stopp auf der WP 1 verloren. Mit dem 30-jährigen Kristian Poulsen, dem 26-jährigen Martin Johansen und dem 25-jährigen Martin Knudsen war das Podium in Schleswig mit jungen Leuten besetzt.

 

Unter den 55 Startern stellten die deutschen Gastgeber mit 20 Teams nur die Minderheit. Ralf Bonde im BMW M3 ? 2005 öfter in Dänemark als daheim gestartet ? war schnellster Deutscher auf Rang 6. Nach dem Ausfall des dänischen M3-Piloten Johnny Pedersen schafften Bonde und sein Co Volkmar Knop auch den Sieg in der Gruppe H. Dirk Zipfel, ebenfalls im BMW M 3 unterwegs, lag lange unter den Top Ten, bis der BMW zum Schluss schwächelte; auf Platz 13 blieb Zipfel zweitbester Deutscher vor dem fliegenden Bauern Kai-Dieter Kölle im Rothmans-Porsche Carrera.

 

Über 10 Jahre war der Norden des Bundeslandes Schleswig-Holstein "rallyefreies" Gebiet. Erst unter geänderten politischen Rahmenbedingungen konnte die Wikingerrallye vor zwei Jahren als Rallye 200 ein Comeback feiern. In diesem Jahr gelang der Aufstieg zum Challenge-Lauf mit 114 WP-Kilometern. Trotz hohem Rundkurs-Anteil und reichlich Strohballen-Schikanen ein gelungener Aufstieg, zumal der Veranstalter einen guten Zuschauer-Service bot; kalt und stürmisch war es für die Fans, sie harrten aber für ein reizvolles Feld wacker aus!

 

Ergebnis Wikingerrallye (1. Lauf zur Dänischen Meisterschaft)

01. Poulsen/Frederiksen, Toyota Corolla WRC, A9, 1:04:50 Std.

02. Johansen/Thomsen, Opel Corsa Super 1600, A7, 2:03 Min. zurück

03. Knudsen/Pedersen, Mitsubishi Lancer E7, N5, 2:33 Min.

04. Kragh/Isaksen, Renault Mégane Maxi, A8, 3:03 Min.

05. Meldgaard/Petersen, Mitsubishi Lancer E5, N5, 4:29 Min.

06. Bonde/Knop, BMW M 3, H14, 4:35 Min.

07. Christensen/Kanstrup, Honda Civic R, N3, 4:48 Min.

08. Seidler/Gravgaard, Peugeot 306 Maxi, A8, 5:03 Min.

13. Zipfel/Strogarek, BMW M 3, H14, 7:29 Min.

17. Kölle/Mäding, Porsche Carrera, H15, 8:07 Min.

19. Milon/Birko, Ford Escort Cosworth, H15, 9:03 Min.

20. Schütt/Finke, Ford Escort RS 2000, H13, 9:27 Min.

26. Meyer/Rohde, VW Golf GTI 16V, H13, 10:09 Min.

27. Behrens/Hammerich, Opel Corsa A, H12, 10:40 Min.

29. Heitmann/Springmann, VW Polo Coupé, H11, 10:47 Min.

 

Im Rahmen der Wikingerrallye wurde auch eine Rallye 200 ausgetragen. Unter 32 Teams setzten sich die Hamburger Uwe Broda und Rolf Suhrcke im VW Golf GTI 16V gegen Friedhelm und Sina von Wieding (BMW M3) und Stefan Pingel / Arne Carstens (BMW 320) durch.

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