Rallye News

Oh du schöner Westerwald!

Zur 21. Auflage der ADAC Westerwald Rallye 2005 waren 82 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet in das schön gelegene Eichelhardt gekommen.

<strong>Sieger:</strong> Frank Färber und Carmen Freiberger im Lancer Evo8

[sd] Hier wurden drei verschiedene Prüfungen mit häufigem Wechsel zwischen Asphalt und Schotter geboten. Überaus zuschauerfreundlich war es obendrein, da es allesamt Rundkurse waren und man die Teilnehmer daher mehrmals bestaunen konnte. Die Ausfallquote von fast 30 % belegte eindeutig, dass es sich hier auf äußerst anspruchsvollen und abwechslungsreichen Wertungsprüfungen zu behaupten galt.

 

Das Mitsubishi-Duo aus Neuwied, Frank Färber mit seiner vorbetenden angetrauten Carmen Freiberger, dominierten das Geschehen nach belieben. Selbst ein kleinerer Ausritt in die Wiese auf der ersten Wertungsprüfung konnte die Serie von sechs Bestzeiten nicht einbremsen. Sie gewannen schließlich mit einem beeindruckenden Vorsprung von 1:33,2 Minuten und zeigten der Konkurrenz Ihre Extraklasse. Dahinter fuhren die Lokalmatadoren Jochen Hirsch und Petra Wirz mit konstant schnellen Zeiten zu einem ungefährdeten zweiten Gesamtrang. Für Sie gab es die größte Aufregung schon vor dem Start! Beim Wenden des Fahrzeuges wurde ein großer Stein übersehen, wonach ein kurzer Service mit feinstem Gerät (großer Hammer und Stämmeisen) fällig wurde.

 

Das Essener-Duo Michael Schmiemann und Horst Feldmann zeigten mit Ihrem Sieg in der H 14, sowie dem tollen dritten Gesamtrang, dass Sie noch nichts verlernt haben und liessen Ihr C-Coupe mit extralangen Drifts über die Prüfungen fliegen. Das beste Team mit Frontantrieb wurde unter den beiden E-Kadett-Besatzungen Konrath / Ternes und Bieg / Birkholz ausgefahren. Schließlich setzen sich Andreas Konrath und Mark Ternes mit 3,5 Sekunden durch. Der Klassensieg war jedoch beiden sicher. In der Klasse H 12 avanciert Marco Decker in seinem giftgrünen VW Golf zum Dauersieger. Diesmal ließ er sich von Andreas Feick den rechten Weg weisen. Jürgen und Sina Carabin ließen mit Ihrem Ford Escort Cosworth, der bei Färber Motorsport vorbereitet wird, in der Gruppe G keinen Zweifel aufkommen, und fuhren auf einem Platz unter den besten 10 zu Ihrem bis Dato besten Ergebnis. Die Freude war den beiden wahrhaftig anzusehen, da Sie hier vor einem Jahr Ihre gemeinsame Rallyekarriere erst begonnen hatten!

 

So richtig rund ging es in der Klasse N 2. Hier kam es zum ersten Schlagabtausch zwischen den 15 ?heißen? Suzuki Ignis Rallye Cup Piloten. Als Gaststarter war u.a. Sven Haaf und Michael Kölbach unterwegs. Das Profiteam war erwartungsgemäß ein bisschen flotter als der große Rest der Meute. Bei Stefan Schneppenheim und Hajo Grimberg schnappte das Krokodil in Form von einer defekten Antriebswelle bereits auf WP 1 zu. Di Noto / Glatzel haderten von Anfang an mir ihrem Getriebe und wurden daher weit nach hinten gereicht. Udo Schütt und Frank Christian nutzten die Gunst der Stunde und sicherten sich den ersten Erfolg knapp vor den heranstürmenden Ken Milde und Maik Maron. Klassensieger wurden bei Ihrer Heimrallye das Citroen Saxo Duo Christian und Toni Pütz. Das Sohn / Vater ? Duo profitierten von einem kleinen Fahrfehler Ihrer Markenkollegen Kai Hantel und Klaus Cousin.

 

Ganz im Zeichen von äußert schön anzuschauenden Heckschleudern waren die erfolgreichen Youngtimerpiloten unterwegs. Norbert Zaremba und Guido Pitzen sicherten sich den Gruppensieg, nachdem Andreas Kramer und Philipp Tiefenbach ihren sehr schnellen Opel Manta nicht im Parc Fermé abstellten. Thomas und Sebastian Korbach fuhren mit Winterreifen und jeder Menge Spaß zum Klassensieg. Die Gebrüder Lembke auf VW Polo lieferten sich ein Kopf an Kopf Rennen mit Mario Fuchs und Maik Dünker auf einem neuerdings nur frontangetriebenen Daihatsu Charade. Schließlich entschieden ein heftiger Abflug und einem daraus resultierenden demolierten Weidenzaun den Sieg zu Gunsten des Teams Lembke.

 

Als absolute Publikumslieblinge fuhren Thorsten Stendebach und Thilo Borbonus, mit vollem Einsatz auf Ihrem BMW 318is, nur für die vielen Zuschauer am Wegesrand. ?Bei der letzten Prüfung wurde mir von dem vielen querfahren so schwindelig, dass ich komplett die Orientierung verlor. Daher fanden wir nicht auf Anhieb die Ausfahrt des Rundkurses und mussten zwei Extrarunden absolvieren? schmunzelte Thilo im Ziel.

 

Ergebnis der XXI. ADAC Westerwald Rallye 200

1. Frank Färber / Carmen Freiberger Mitsubishi Evo 8 24:58,4

2. Jochen Hirsch / Petra Wirz Ford Escort Cosworth + 1:33,2

3. Michael Schmiemann / Horst Feldmann Opel Kadett C Coupe + 1:46,0

4. Matthias Weber / Wolfgang Vetter VW Golf Rallye G 60 + 2:12,5

5. Andreas Konrath / Mark Ternes Opel Kadett E 16 V + 2:28,2

6. Michael Bieg / Bernd Birkholz Opel Kadett E + 2:31,7

7. Marco Decker / Andreas Feick VW Golf 19 E + 2:35,5

8. H. Dieter Jäkel / Michael Seinsche Opel Manta B + 2:46,3

9. Jürgen Carabin / Sina Carabin Ford Escort Cosworth + 2:49,8

10. Frank Schlinck / Martin Setter Seat Ibiza + 2:49,8

12. Christian Pütz / Toni Pütz Citroen Saxo VTS + 2:58,5

14. Norbert Zaremba / Guido Pitzen Opel Ascona B + 3:07,7

29. Hans Uwe Lembke / Jens Lembke VW Polo + 3:49,4

43. Thomas Korbach / Sebastian Korbach Opel Ascona B + 4:53,6

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