Rallye Kohle & Stahl

Noller siegt - Griebel stark

Während sich zwei Mitsubishi-Piloten um den Gesamtsieg stritten, brannte ein Youngster bei seiner ersten Ausfahrt im potenten französischen Kleinwagen ein Feuerwerk ab.

<strong>SIEG:</strong> Rainer Noller und Tanja Schlicht fahren den nächsten Gesamterfolg ein

Auch bei der 24. Ausgabe der ADAC Rallye Kohle & Stahl, mit Start und Ziel in Wolfersweiler, präsentierte der MSC Obere Nahe e.V. eine Veranstaltung auf höchstem Niveau. Ein mit über 120 Fahrzeugen prall gefülltes Starterfeld erlebte eine gut organisierte Veranstaltung mit drei Wertungsprüfungen, die alle als Start-/Ziel Prüfungen befahren wurden. Die gesamte Veranstaltung verlief reibungslos und ohne nennenswerte Zwischenfälle.

 

An der Spitze kam es zu einem spannenden Schlagabtausch zwischen den beiden Mitsubishis von Rainer Noller und Dirk Riebensahm, der erstmals im aufgerüsteten Gruppe-H-Trimm antrat. In der Bestzeitenverteilung stand es am Ende 3 : 3 unentschieden, doch mit 7,4 Sekunden Vorsprung behielt Noller mit Copilotin Tanja Schlicht einmal mehr die Oberhand und ließ sich am Abend als Gesamtsieger feiern. Aber auch die zweitklassierten zeigten sich sehr zufrieden und fiebern bereits den kommenden Einsätzen entgegen.

 

Für eine echte Sensation sorgte die Startnummer 41, als sie plötzlich und unerwartet auf den vordersten Plätzen auftauchte. Lokalmatador Marijan Griebel trat erstmals im Citroen C2 R2 Max an und fuhr mit Gesamtrang drei in die Herzen der Fans. Im Wagen der Luxemburger Firma Trans Sport, mit dem vor 3 Jahren ein gewisser Thierry Neuville mit einer ähnlich tollen Vorstellung bei dieser Rallye den Gesamtsieg einfuhr, geigte der Nachwuchsfahrer so stark auf wie im HJS Diesel Rallye Masters. Mit fünf Siegen führt er dort das Klassement überlegen an und kann am nächsten Wochenende im Rahmen der Saarland-Rallye Meister werden.

 

Frank Reiter hatte alle Mühe seinen BMW M3 unter den rutschigen Bedingungen auf der Straße zu halten. Mit viel Gefühl lenkte der Dillinger KFZ-Meister zum Klassensieg vor Markenkollege Edwin Braun, der in diesem Jahr besonders unter schwierigen Bedingungen eine gute Leistung zeigt. Willi Stumpf spielte seine Erfahrung gekonnt aus und fuhr im seriennahen Toyota Celica auf den sechsten Gesamtplatz. Hanno Brocker konnte sich im Ford Sierra RS Cosworth knapp vor Andreas Baier in einem weiteren BMW M3 behaupten, der überlegen die Klasse der CTC zu seinen Gunsten entschied. Mika Kitola geigte im Honda Civic Typ-R groß auf und sicherte sich als Klassensieger der N08 ein Platz unter den Top-10 im Gesamtklassement.

 

In der Klasse H-14 kam es zum Schlagabtausch zwischen den beiden Peugeot 306 - Piloten Steve Jung (Luxemburg) und Stefan Malter (Dillingen), der seinen Wagen in WP 4 leider abstellen musste. Dominic Conrath lieferte im BMW eine gute Vorstellung ab und verwies den „Klassenprimus“ Oliver Ertz auf den zweiten Platz: „Wir hatten richtige Holzreifen drauf – mit 12 Jahre alten Reifen tritt man besser nicht mehr an, das wurde mir an diesem Tag gleich mehrfach bewusst“, flachste der immer gut gelaunte Morbacher mit viereckig gebremsten Rädern am Abend.

 

Die Klasse N09 erlebte mit Dieter Hermes im VW Polo einen neuen Sieger in der Region Saar-/Pfalz. Seriensieger Felix Griebel fuhr sich gleich zu Beginn einen Reifenschaden ein, der ihn über 1 Minute hoffnungslos zurück warf. Daniel Franke, Stefan Petto und Lukas Meter (alle Suzuki Swift) lieferten sich packende Sekundenduelle und machten mit einer fehlerfreien Leistung auf sich aufmerksam.

 

In der Wertung zur Retro Rallye Serie fuhr sich das Vater/Sohn – Duo Thomas und Albert Gutheil im Toyota Celica mit einem Sieg den Frust von der Seele: „Gleich zwei Mal wurden wir in dieser Saison (Ostalb und Litermont) aufgrund dubioser Zeiteintragungen auf den Bordkarten um den Erfolg gebracht, umso schöner schmeckte dieser Sieg!“ Michael Vogel (Suzuki Swift) und Martin Stenger (Audi Quattro) vervollständigten das Podium. Der Meisterschaftsführende Jürgen Jochum auf Lancia Delta HF Integrale belegte diesmal Platz fünf hinter Michael Gross im Auto Union 1000 S.

 

Ergebnis 24. ADAC Rallye Kohle & Stahl

01.   Noller Rainer/Schlicht Tanja, Mitsubishi Lancer Evo 9 24:22,0

02.   Riebensahm Dirk/Stockmar-R.Kendra, Mitsubishi Lancer Evo 7 +7,4

03.   Griebel Marijan/Rath Alexander, Citroen C2 R2 Max +41,8

04.   Reiter Frank/Simon Marco, BMW M3 E30 +44,2

05.   Braun Karlheinz/Braun Edwin, BMW M3 Compact +49,6

06.   Stumpf Willi/Zimmer Jenny, Toyota Celica GT 4 +1:53,9

07.   Brocker Hanno/Kirchen Jens, Ford Sierra RS Cosw. +2:02,0

08.   Baier Andreas/Weber Matthias , BMW M3 E36 +2:09,3

09.   Kitola Mika/Brack Jens-Erik, Honda Civic Type-R +2:15,2

10.   Thill Eric/Lucius Georges, Subaru Impreza STI +2:34,7

11.   Jung Steve/Brachtenbach Michèle, Peugeot 306 +2:35,2

12.   Gropp Uwe/Maurer Stephan, Mitsubishi Lancer Evo 9 +2:37,7

13.   Klanderhoff Christoph/Pfeiffer Stefan, BMW 318is +2:41,1

14.   Korell Rolf/Herrmann Katja, Opel Ascona B +2:43,7

15.   Conrath Dominik/Brack Isabelle, BMW M3 E36 +2:49,2

 

Ergebnis 5. ADAC Historic Rallye Kohle und Stahl

01.   Gutheil Thomas/Gutheil Albert, Toyota Celica  

02.   Vogel Michael/Schulz Philip, Suzuki Swift GTI +0,2

03.   Stenger Martin/Trenz Andreas, Audi Quattro  +0,4

04.   Gross Michael/Steuer Marcus , Auto Union 1000 S +0,5

05.   Jochum Jürgen/Borsch Rene, Lancia Delta HF Integrale +0,8

06.   Plößer Peter/Gibb Eckhard, Suzuki Swift  +0,8

07.   Honacker Kurt/Hendriks Peter, Mercedes-Benz 190E +0,9

08.   Döhring Hans-Dieter/Steuerwald Andreas, NSU TTS  +1,1

09.   Meyer Thomas/Meyer Nico, Opel Ascona A  +1,1

10.   Raschig Klaus F./Scheffczyk Bettina, BMW 1802 R  +1,2

 

GALERIE:Die Bilder der Rallye Kohle & Stahl 2012 ...

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