Rallyesprint EU 2010

Marco Koch: Start in Storndorf

Gute Nachrichten aus dem Lager von Marco Koch. Der Opel-Pilot wird mit seinem Kadett wie geplant am Rallyesprint EU teilnehmen

<strong>START GESICHERT:</strong> Marco Koch geht beim Rallyesprint EU ins Rennen

Aus der nationalen Rallyeszene ist es nicht mehr wegzudenken: Das grüne Opel Kadett C Coupe von Marco Koch und Stefan Assmann. Entsprechend groß war die Sorge der Motorsportfans nach dem Unfall im Odenwald und nicht Wenige zweifelten, ob der Bolide in der aktuellen Saison noch einmal auf den Rallyestrecken zum Einsatz kommt. Nach zahlreichen Nachtschichten kann das Team Koch/Assmann allerdings Positives vermelden.


Sehr schwierige Wetterbedingungen kennzeichneten die diesjährige Ausgabe der Nibelungenring-Rallye im Odenwald. Die Vorjahressieger und Favoriten Marco Koch und Stefan Assmann vom AMC hatten mit der Startnummer eins natürlich den vermeintlichen Vorteil, die Zeitenjagd zu eröffnen. Doch mit einem erneuten Sieg sollte es nichts werden für das Duo aus Hessen. „Wir konnten die Strecken nicht flüssig abfahren und damit passte der Aufschrieb nicht perfekt. Eine Kurve auf der Bergrennstrecke zog sich zu, wir kamen immer weiter nach außen und der Abflug auf der zweiten Prüfung war nicht zu mehr verhindern. Letztendlich war es ein Fehler von uns beiden. Dies ist zwar ärgerlich, gehört aber eben auch zum Motorsport“, so Koch, der genau wie sein Copilot den Unfall ohne Verletzungen überstand.

 

Gewinn des DMSB Rallye Pokals

 
Die beiden Hessen dominieren seit mehreren Jahren die Rallyeszene in der Mitte Deutschlandes. Mit neun Gesamtsiegen sowie zwei Meisterschaftshattricks in der Osthessenmeisterschaft (OHM) und der HFM-Rallyemeisterschaft (Meisterschaft des Hessischen Fachverbands für Motorsport e.V.) war die Rallyesaison 2009 der vorläufige Höhepunkt in der sportlichen Laufbahn der beiden beliebten Motorsportler. Auch wenn in der aktuellen Saison die HFM-Rallyemeisterschaft durch den Ausfall bei der Nibelungen Rallye knapp verpasst wurde, so konnte neben zahlreichen Gesamtsiegen auch der DMSB Rallye Pokal – Region Mitte gewonnen werden.


Erfolgreiche Saison 2010

 
„Wir sind mit dem Saisonverlauf mehr als zufrieden. Wir haben alle die Veranstaltungen gewonnen, bei denen wir den ersten Platz im Visier hatten. So ein Unfall wie bei der Nibelungen Rallye trübt natürlich die nahezu perfekte Saisonbilanz, gehört aber eben dazu“, so Koch. Die aktuelle Saison ist für die Hessen noch nicht beendet. Auch wenn aufgrund des Unfalls der Start bei der Rallye Siegerland Westerwald abgesagt werden musste, so hat das sympathische Team die Teilnahme am rallyesprint.eu fest im Blick. Weder für die Fans noch für die Organisatoren ist ein Saisonabschluss in Hessen ohne das Trijekt Opel Kadett C Coupe vorstellbar. Dementsprechend groß sind die Anstrengungen aller Beteiligten, um den giftgrünen Boliden startfähig zu machen.

 

Breite Unterstützung

 
An der Spitze aller Bemühungen steht der Macher von Deutschlands größter Rallyeparty Jürgen Stehr. Bei den nächtlichen Arbeiten an der Richtbank, die von Norbert Moufang zur Verfügung gestellt wurde, engagiert sich auch ein freigestellter Mitarbeiter der Firma Stehr Spezialmaschinen. „Das ist einfach Wahnsinn, wie viel Unterstützung wir in den vergangenen Tagen und Nächsten erhalten haben. Mein Freund und Servicechef Bernd Schammler hat uns alle sofort nach der Nibelungen Rallye aufgebaut und motiviert, so dass wir gar keine Zeit hatten, über einen vorzeitigen Abschluss der Saison 2010 nachzudenken. Neben Jürgen Stehr, der uns mit allen Möglichkeiten unterstützt, wäre es ohne Ingo Hanika nicht möglich gewesen, dass Auto wieder gerade zu bekommen“, informiert Marco Koch. Nunmehr fehlt nur noch die markante Farbe, aber auch dort erhalten die Hessen Unterstützung. „Es ist wirklich unglaublich. Aber unser Lackierer Frank Lixfeld hat sofort nach dem Unfall die Farbe bestellt und nach 15stündiger Arbeit kann man dem Auto nicht mehr ansehen, dass wir in der letzten Woche einen Abflug hatten. Einem Start beim rallyesprint.eu steht somit nichts mehr im Wege“, erklärt der selbstständige Fuhrunternehmer.

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