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Litermont Rallye: Alles Honda?

Lars Mysliwietz und Joelle Wittgen gewinnen überraschend die Neuauflage der Litermont-Rallye im Saarland. Markenkollege Frank Reiter sicherte sich Rang zwei.

<strong>Rang zwei:</strong> Frank Reiter und Dominik Rosch überzeugten

[sd] Das Veranstalter-Team der Litermont-Rallye hat sich nach einjähriger Pause zur Neuauflage einer der ehemals besten Veranstaltungen des Saarlandes entschieden. Da erst Mitte des Jahres bekannt wurde, dass diese Veranstaltung läuft und es somit auch keine Prädikate für diverse Meisterschaften gab, kamen leider nur 36 Teams aus der näheren Umgebung nach Piesbach angereist. Dies wird sich in der Zukunft sicherlich ändern, denn was hier geboten wurde, war Motorsport mit allem was dazu gehört.

 

7 WPs mit einer Gesamtfahrlänge von 35 km standen zur Verfügung. Die Strecken führten über die legendären Prüfungen rund um Düppenweiler. ?Kansas? und ?Meerwald?, 2 absolute Fahrerstrecken, die auf engen Asphaltsträßchen von den Teams alles abverlangte. Einige fühlten sich, als wären sie bei einer Rallye im Elsass. Danach gab es dann noch eine Prüfung im Kieswerk der Fa. Arweiler, die das Gelände für die Veranstalter gerne zur Verfügung stellt. Hier gab es auf Schotter die tollsten Drifts und Action pur zu sehen.

 

Viele Top-Favoriten kamen bei dieser Veranstaltung nicht sehr weit. Als erstes erwischte es Kai Zimmer und Ronny Kaiser mit Ihrem Ford Escort Cosworth. Bereits auf der ersten Sonderprüfung platzte der Kühlerschlauch und machte eine Weiterfahrt unmöglich. Danach auf WP 2 gab es eine böse Überraschung für das Team Sommer / Lauck. Sie warfen Ihren bildschönen Subaru Impreza WRX in den Wald, so dass diese Prüfung sogar neutralisiert werden mußte Auch Freimut Stockmar und Silke Poller hatten kein Glück, als sie auf WP 4 einen Stein trafen und sich dabei die Aufhängung beschädigten, waren auch sie aus dem Rennen.

 

Somit kam es zur einer Riesen-Überraschung! Lars Mysliwietz fuhr mit Joelle Wittgen, der Lebensgefährtin des luxemburgischen Rallyeauto-Vermieters Steve Haentges, mit einem Schlussspurt mit dem Honda Civic Typ R zum Gesamtsieg. Doch leicht wurde ihm dieser Sieg keinesfalls gemacht. Mit Frank Reiter und Dominik Rosch kamen die Hauptkonkurrenten aus dem eigenen Team. Auch diese beiden fuhren auf einem von Steve vorbereiteten Honda und verbuchten die ersten 3 Bestzeiten für sich. Zur Halbzeit hatten sie bereits einen Vorsprung von 7,4 Sekunden. Der äußerst Spektakuläre Fahrstil, der sie auch zum Publikumsliebling machte, kostete leider viel Zeit und ließ sie auf den zweiten Gesamtplatz zurückfallen. Im nächsten Jahr werden wir Frank Reiter wieder häufiger sehen, er bastelt bereits an einem neuen Auto, mit dem er bestimmt für viel Aufsehen sorgen wird.

 

Joachim Meinzer und Clemens Schmidt kamen nach einjähriger Fahrpause mit Ihrem Ford Sierra noch immer sehr gut zurecht, belegten Platz 3 im Gesamt und wurden Klassen- und Gruppensieger. Ab Gesamtplatz 4 folgten mit kleinen Abständen die Piloten der Klasse F 13. Uwe Gropp und Sascha Erbelding siegten auf Ihrem Peugeot 306 Kit Car, der nach dem Motorschaden von der Rallye Saar Ost nun endlich wieder einsatzbereit war. Dahinter folgten Malter / Schmidt, ebenfalls auf Peugeot und das Ehepaar Dingert mit dem herzerfrischenden Fahrstil auf Ihrem VW Golf III. Rolf Henkel und Achim Kleber gewannen mit hervorragenden Zeiten die Klasse F 11 und verpassten nur knapp einen Platz unter der Top 10. Sieger der Gruppe G und achter im Gesamt wurde das Team Cappel / Setzer mit Ihrem Subaru Impreza GT.

 

Ergebnis: 1. Mysliwietz/Wiltgen; 2. Reiter/Rosch (beide Honda Civic Typ R); 3. Meinzer/Schmitt Ford Sierra Cosworth, 4. Gropp/Erbelding; 5. Malter / Schmitt (beide Peugeot 306), 6. Dingert/Dingert VW Golf, 7. Gräf/Später Opel Kadett C, 8. Cappel/Setzer Subaru Impreza GT; 9. Pohl/Pohl BMW M 3; 10. Achen/Hoffmann BMW 318is

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