Stormarn-Rallye

Jubel um Röhrl und Becker

Bei der Stormarn-Rallye bei Hamburg trumpft Lokalmatador Jan Becker im Subaru auf und gewinnt vor Kai-Dieter Kölle und Stefan Göttig.

Zuschauermengen wie noch nie erlebt die 32. ADAC-Stormarn-Rallye in Trittau. Bei perfektem Frühlingswetter locken Walter Röhrl (im Audi Quattro S1 auf der Piste) und Jochi Kleint (sein wiederauferstandener Capri steht im Rallyezentrum) auch ein Vierteljahrhundert nach dem Karriereende die Fans in die Wald- und Seen-Landschaft östlich von Hamburg. Die Quattro-Show von Röhrl beschränkt allerdings auf die erste Prüfung am Rande von Trittau, dann rutscht er in der WP 2 von der Strecke; der Schaden ist gering, aber das Team entschließt sich zum Aufladen.

Unter den 49 Teams der Rallye 35 ist Jan Becker der überlegene Fahrer. Mit seinem Gruppe-H-Subaru erzielt er sechs Bestzeiten auf den acht Wertungsprüfungen und holt sich mit Matthias Ahlers den Gesamtsieg mit satten 42 Sekunden Vorsprung. Um den zweiten Platz streiten sich Melsungen-Sieger Stefan Göttig im Mitsubishi Evo 7, Kai-Dieter Kölle im Porsche Carrera und der Vorjahressieger Benny Hink im BMW M3. Göttig erwischt den besten Start, kann am Finkhorsterberg sogar in beiden Durchgängen die Bestzeit setzen; doch auf dem Rundkurs Stemwarde verliert er so viel Zeit auf den Carrera von Kai-Dieter Kölle, dass der Holsteiner Bauer und seine Copilotin Lena Zornig den Ehrenplatz einfahren, während sich Stefan Göttig und Andreas von Skopnik mit Rang 3 begnügen müssen. Benny Hink und Sascha Birko liegen auf Platz 3, als sie in der WP5 wegen eines geplatzten Wasserschlauchs stoppen müssen.

Lars Tietjen und Anja Lange fahren mit dem Gruppe-H-Golf II einen schönen vierten Gesamtrang heraus; ihre Golf-Kollegen Uwe Broda und Marco von Appen fallen auf dem Rundkurs Stemwarde mit technischen Problemen aus. Knapp hinter Tietjen erreichen Vater und Sohn Neumann im Gruppe-F-M3 als Gruppen- und Klassensieger das Ziel. Auch Rainer Lange, der seinen Audi S2 wegen der Hubraumbeschränkung von Gruppe H auf Gruppe CTC umgebaut hat, nimmt die Siegerpokale für Gruppe und Klasse nach Hause. Steffi Zorn, deren Gruppe-F-Clio nicht fertig wird, wechselt kurzfristig auf den Mitsubishi Evo 6 ihres Partners Martin Schütte. Sie kommt damit gut zurecht und verpasst Ralf Wierwille im Evo 9 nur um fünf Sekunden.

In der 2-Liter-Klasse der Gruppe F setzt sich Holger Stamm im BMW 318 gegen Michael Meyer (Golf II) und Matthias Rathkamp (Ford Fiesta) durch. In den kleinen Klassen der Gruppe H können sich das Ehepaar Kurt und Carolin Mehlhorn im Audi 50 sowie Frank Nolting und Dieter Wulf im Opel Corsa über Klassensiege freuen. In der Gruppe G müssen DMSB-Pokal-Sieger Günter Vogt und Frederike Sandberg (Fiat Punto) dem BMW 323 der Niedersachsen Wolfgang Kurtz und Erik Prysiaznik den Vortritt lassen. Bemerkenswert ist der hohe Anteil von 20% der CTC-Fahrzeuge – ein Zeichen für die Zeit nach der Gruppe-H-Ära. Bei den CTC über 2000 cm³ fahren Rainer Lange (Audi S2) und Carsten Kratzin (Lancer Evo 7) in die Top Ten, bei den 2-Liter-CTC sind Andreas Anton (Golf Kit Car, Platz 13) und Jörg Kuckuck (Ignis Super 1600) die Schnellsten. Bei den Oldies bis Baujahr 1981 fährt Henning Schütt im heckgetriebenen Escort RS 2000 einen klaren Klassensieg heraus. Das Ziel in Lütjensee erreichen 37 der 49 gestarteten Teams. 

Ergebnis 32. ADAC-Stormarn-Rallye am 28. März 2015

1.Jan Becker/Matthias AhlersSubaru ImprezaH1620:14,5
2.Kai-Dieter Kölle/Lena ZornigPorsche CarreraH15+41,9
3.Stefan Göttig/Andreas v.SkopnikMitsubishi Evo 7H16+52,2
4.Lars Tietjen/Anja Lange LangVW Golf II 16VH14+1:35,4
5.Friedrich Neumann/Hannes NeumannBMW M3 E36F3B+1:38,3
6.Rainer Lange/Peter SebrallaAudi S2 QuattroC28+1:39,8
7.Ralf Wierwille/Michael KölbachMitsubishi Evo 9N3A+1:50,9
8.Steffi Zorn/Karin TelschowMitsubishi Evo 6H16+1:56,1
9.Holger Stamm/Heinz WawrzyniakBMW 318isF8+2:13,5
10.Carsten Kratzin/Marina KratzinMitsubishi Evo 7+2:17,4

GALERIE: Die Bilder der Stormarn-Rallye 2015


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