Rallye News

IG'ler trumpfen im Taunus auf

Auftakt in die neue Saison der IG 318is. Schon die Taunus-Rallye fordert den BMW-Heizern alles Fahrkönnen ab und am Ende landete man ziemlich weit vorn.

<strong>Heckschwung:</strong> Andreas Gerst macht es vor

[hlm] Zum Auftakt der diesjährigen "IG318iS"-Saison war vor der Taunus-Rallye die obligatorische technische Kontrolle der Fahrzeuge angesagt. Vorweg gleich, es gab keinerlei Beanstandungen - alle Fahrzeuge sind auf gleichem Niveau. Die Technische Abnahme dauerte am Freitag Nacht bis 01.15Uhr, was die Genauigkeit der Untersuchung untermauert.

 

Die Wetterbedingungen waren für die Streckenposten, die Zuschauer und die Besatzungen der Autos schon fast kriminell. Das aber schockt die "IG"-Fahrer keineswegs, im Gegenteil, da wird dann munter um Top-Platzierungen im Gesamtklassement gefahren. Bereits zur Besichtigung schüttete es dermaßen, dass nur noch die "weiße Pracht" dazu gefehlt hat.

 

Apropos Besichtigung, das Auto von Müller begann im Training "rumzuspacken", die Teilnahme war gefährdet. Doch die Schmidt-Familie hat sich zusammen mit Thomas Kleinwächter dem Fehler angenommen und alles gewechselt, was nur zu wechseln war. 10 Minuten vor der Einfahrt in den Startpark war der Fehler dann gefunden - die Benzinpumpe war es. Patrick Schmidt und sein Vater (Babba), dass muss einfach erwähnt werden, sind aber auch so etwas von hilfsbereit und haben in Ihrem Sammelsurium an Gebrauchtteilen so ziemlich alles dabei, was man nur dabei haben kann.

 

Von den Neuzugängen wurden die Herren Lichtenecker, Kilb und Jerlitschka besonders beobachtet, was kein Fehler war. Lichtenecker ("Lichti") und Kilb, die sich vermutlich jeden Tag auf dem Weg von und zur Arbeit auf der WP "Schmitten" begegnen, haben hier ihren Kampf um die Ehre ausgefahren, was durch eine Gesamtbestzeit von Kilb dokumentiert wurde. Fangen wir aber von vorne an: WP1 haben sich Dörre und Kleinwächter geteilt, Gerst (dem war noch ein wenig schwindlig von der Nacht zuvor) wie üblich noch nicht wach. Dann hat zum ersten Mal Kilb aufgeblitzt mit einer vierten Zeit - der Rest war gewarnt! Bereits bis zur Zwangspause waren unter den ersten Zehn im Gesamt fünf BMW`s. WP vier (das war dort, wo man im Wald bergab, bei Nacht/Sturm/Platzregen 170km/h draufhat..)- Gerst kommt im mit einer Gesamtbestzeit daher, was mit dem dritten Gesamtrang belohnt wird.

 

Dörre und Kleinwächter watschen sich derweil um Platz 2 und 3, Müller und Kilb um 4 und 5. Stendebach beichtet zu dem Zeitpunkt auch eine Zeitraubende Annekdote, die sich auf WP 3 abgespielt haben muss und ist somit aus dem Kreis der Favoriten fürs Erste raus, was ihn aber nicht von weiteren publikumswirksamen Aktionen abhält. (Weil es eh schon wurscht ist..). WP5 - mittlerweile war es stockdunkel, vor den Prüfungen wurde von allen die richtige Scheinwerfereinstellung gesucht. Zeit genug war auf Grund der Verzögerungen genug. Daraus aber irgendjemand einen Vorwurf zu stricken wäre absurd - der Regen wurde von Sturmböen jenseits der 100km/h quer über die Fahrbahn gefegt. Da darf man schon einmal ein Auto verlieren. Auf besagter Prüfung steckten die Autos an den unmöglichsten Stellen und die kann selbst der beste Veranstalter nicht schneller bergen.

 

WP6, das Führungstrio lobte sich bereits angesichts der schnellen Zeiten in den Regenhimmel, da wurden alle blass, angesichts der Zeit von Kilb/Rehzac. Der hat dann, wie oben bereits erwähnt, noch eine Gesamtbestzeit in den Boden gestanzt! Die Co-Pilotin (a fesche..) war auch Stunden nach dieser Prüfung noch kaum ansprechbar. Auf Platz 7 sortierte sich mit einer sauberen, beständigen Fahrweise Heiko Klein ein, der sich im Finale noch Patrick Schmidt (ja, genau der...) vom Leib halten konnte. Mit Thorsten Stendebach (9) und Pascal Aachen (10) wurden dann die Top-Ten komplettiert. Alle haben ihre Autos brav mehr oder weniger heil gelassen, eine Total-Abschreibung war zu verzeichnen (Busskamp) und die Saison darf bereits zum Auftakt über 21 Teilnehmer am Start stolz sein.

 

Gut, die Gesamt-Platzierungen wären bei trockenen Verhältnissen nicht möglich gewesen und die Vredestein Transporter Reifen waren vielleicht manchem Spezial Reifen überlegen, da die Dinger über eine hervorragende Verdrängung verfügen. Trotzdem darf man Gerst und Kilb schon als ein wenig "fern von dieser Welt" bezeichnen, ob zweier Gesamtbestzeiten.

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