Hombachtal Rallye

Plum Brüder feiern Gesamtsieg

Aller guten Dinge sind drei! Nach überlegener Führung beim NAVC-Saisonauftakt in Zorn stoppte ein Turboschaden am Mitsubishi Lancer Evo V die Gebrüder Plum kurz vor dem Ziel, bei der Fürst Carl verpassten sie den Gesamtsieg denkbar knapp, doch beim dritten Lauf im Rahmen der schweißtreibenden Hombachtal Rallye holten sie den Gesamtsieg.

Wie im Vorjahr gab es zwei parallel gefahrene Wertungsprüfungen – eine Start- / Zielprüfung mit 50 Prozent Schotter- und Wiesenwegen rund um das beschaulichen Ort Geisig und der anspruchsvolle Rundkurs „Tiefenbach“ in umgekehrter Fahrtrichtung zum Vorjahr - die es in je drei Durchgängen zu absolvieren galt , ein Mix der bei Fahrern und Zuschauern gleichermaßen gut ankam.

Es war eine fast perfekte Fahrt von Thomas und Max Plum, lediglich ein kleiner Verbremser in WP4 kostete eine Bestzeit, welche der amtierende Saarlandmeister Andreas Brocker mit Copilotin Selina Thomas bei ihrem ersten gemeinsamen Start für sich verbuchten. „Wir begannen die Rallye mit gemäßigtem Tempo und steigerten uns von Durchgang zu Durchgang. Die Strecken und der gesamte Ablauf der Veranstaltung gefielen uns sehr gut – wir kommen bestimmt wieder“, zeigte sich das Duo im Ziel als Gesamtzweite in bester Laune.

Wilfried Brunken und Manuela Dietrich vervollständigten das Mitsubishi-Podium als Gesamtdritte. Die Lokalmatadore Torsten Michel und Anna Hinrichs verloren jegliche Chance auf eine Top-Platzierung bereits in WP 1, als sie aufgrund eines Reifenschadens über eine Minute einbüßten. In einer sehenswerten Aufholjagd kämpfte sich das Duo in großen Schritten zurück nach vorne und zog mit einer Schlussattacke an Bernd Herler und Thomas Bratfisch vorbei auf Gesamtrang fünf.

Einen sehr spannenden Schlagabtausch lieferten sich die BMW M3 Teams Marc und Thomas Oest und der unter dem finnischem Pseudonym fahrenden Kaleva Kukkamäki mit Copilot Jens-Erik Brack. Nach den gefahrenen Zeiten lag der schneeweiße Wagen mit der finnisch/deutschen Besatzung vorne, wäre ihnen nicht ein mit 30 Sekunden geahndeter Schikanenfehlers auf der letzten Prüfung unterlaufen... Somit standen einmal mehr Marc mit Vater Thomas Oest auf dem ersten Platz in der hart umkämpften Gruppe 2. Hochspannung auch in der Klasse 9, in der sich Jürgen Spieß mit Aushilfscopilotin Michaela Schachtner im Opel Ascona B gegen André Gasteier / Pia Deribo (BMW E30) und Oliver Wünsch / Moritz Manger (VW Golf II GTI 16V) durchsetzten. 

Alles in bayerischer Hand – so zumindest die Situation an der Spitze in der Gruppe 1: André Halbrunder / Julia Nothaft setzten sich im BMW 323 E36 Duell gegen ihre Vereinskameraden des MSC Manning Willibald Biendl / Johannes Stephan mit knapp 3 Sekunden Vorsprung durch. In der Klasse 7 gewannen Sven Behl  / Mario Trott erstaunlich deutlich vor dem Kult-Fiat Panda von Rainer und Daniel Thiel. In der Klasse 8 gingen Gil Bruchhäuser / Björn Hacker im VW Lupo vor dem Toyota AE86 von Peter Verhorst / Hans-Joachim Mark und Thomas Schmidt / Petra Sommer im Opel Kadett E als Sieger hervor. In der leistungsschwächsten Klasse 3 setzten sich Alexander Venter / Anna-Lisa Orlikowski im BMW 318is gegen den Dacia Logan von Rolf Becker und Ute Krause durch.

Ein großes Lob gebührt der veranstaltenden Rallye-Gemeinschaft Ga(a)s, die einmal mehr bei extremen Bedingungen einen tollen Job machte. Dabei gab es wieder viele unberechenbare Vorkommnisse zu meistern. So räumte bereits in WP 1 zur Halbzeit ein Fahrzeug die Ziellichtschranke ab. Nach kurzer Pause ging es weiter – in WP 2 sorgten eine Ölspur für einen fast einstündigen Streu- und Kehreinsatz der Feuerwehr. Im Zielbereich dieser Prüfung sorgte ein Rechtsabzweig für große Probleme bei nahezu jedem Teilnehmer und für massenweise Ausrutscher ins Feld, die allesamt glimpflich ausgingen mit Ausnahme eines Überschlags. Da in diesem Bereich die Wiese aufgrund der großen Hitze bereits mehrfach zu brennen begann, musste dieser Streckenabschnitt vor dem zweiten Durchgang ordentlich gewässert werden, was erneut zu einem Zeitverlust führte.

In WP 5 kam es dann zu einem Ausrutscher des Teams Stefan Schulze / Lisa Kuhn, die im Subaru Impreza in einer Rechts 4 nach außen von der Strecke abkamen und mit Hilfe von dünneren Bäumen und Buschwerk rückwärts einen Hang abwärts rutschten. Während die Copilotin mit dem Schrecken davon kam, wurde Schulze aufgrund von Rückenschmerzen zum Check ins Krankenhaus geflogen. Hier diagnostizierte man den Bruch eines Lendenwirbels (ohne Lähmungserscheinungen) –an dieser Stelle die Wünsche nach einer schnellen und hoffentlich vollständigen Genesung. Diese Prüfung wurde daraufhin komplett neutralisiert und der abschließende Rundkurs „Tiefenbach“ setzte den sportlichen Schlusspunkt einer anspruchsvollen und sehr schweißtreibenden Veranstaltung, die Siegerehrung mit abschließender Party dauerte bis in die frühen Morgenstunden an.

Ergebnis Hombachtal-Rallye 2019
01.  Plum Thomas / Plum MaxMitsubishi Lancer Evo 543:03,0
02.  Brocker Andreas / Thomas SelinaMitsubishi Lancer Evo 7+0:51,4
03.  Brunken Wilfried / Dietrich ManuelaMitsubishi Lancer Evo X+1:17,1
04.  Oest Marc / Oest Thomas BMW M3+1:52,8
05.  Michel Torsten / Hinrichs AnnaMitsubishi Lancer Evo +2:00,5
06.  Herler Bernd / Bratfisch ThomasMitsubishi Lancer Evo 8+2:03,1
07.  Kukkamäki Kaleva / Brack Jens-ErikBMW M30+2:19,2
08.  Spieß Jürgen / Schachtner ManuelaOpel Ascona B+2:22,5
09.  Tabbert Gerd / Fischer DirkBMW 330ix+2:46,0
10.  Gasteyer André / Deribo PiaBMW E30+2:47,3
11.  Wünsch Oliver / Manger MoritzVW Golf II GTI 16V+2:50,9
12.  Teves Denis / Keller MichaelBMW 318is+2:56,6
13.  Herzog Louis / Wegerhoff PatrickBMW 318is+3:05,3
14.  Schneider Norbert / Hanz AndreasBMW 323ti+3:10,7
15.  Bannwarth Manfred / Rieth BerndSubaru WRX STi+3:15,5
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