Nationale Szene

Der Rallyesport und die Frage: „Was ist eine Großveranstaltung?“

Wegen der Corona-Krise sollen bis Ende August in Deutschland keine Großveranstaltungen genehmigt werden. Noch ist nicht einheitlich geklärt, ab welcher Personenzahl die Bezeichnung zutrifft. Für den nationalen Rallyesport eine wichtige Frage.

Nachdem Bund und Länder grundsätzlich alle Großveranstaltungen bis 31. August untersagt haben, musste auch im Motorsport umgedacht werden. „Wir sind von dieser Entscheidung überrascht worden“, gab ADAC Motorsportchef Thomas Voss zu. Man hatte ursprünglich geplant, Ende Juli oder Anfang August wieder starten zu können, jetzt muss man sich noch einen Monat länger gedulden.

Eine letzte Hoffnung bleibt in der bislang unterschiedlichen Auslegung des Begriffs „Großveranstaltung“. Einige Bundesländer haben bereits erklärt, dass Events ab 1.000 Teilnehmern als Großveranstaltung gelten. Auf diese Linie dürften sich in den kommenden Tagen auch alle anderen Länder einigen. „Wir erwarten in Kürze eine einheitliche Definition“, so Voss.

DRM-Start im Juni?

Möglicherweise bietet diese Entscheidung die Chance, dass in Kürze wieder kleinere nationale Rallyes stattfinden können, auch die Durchführung der Rallye Stemweder Berg zum bekannten Termin Mitte Juni steht weiterhin im Raum.

„Wir müssen sehen, was geht und was nicht. Wir lassen nichts unversucht und dazu stehen wir auch im engen Austausch mit DMSB. Sicherlich wird es dann einige Veränderungen im Servicepark geben, damit die Leute genügend Abstand voneinander halten können“, sagte Voss.

Schotter-Cup plant mit Fortsetzung im Juli

Unterdessen bereitet sich der Schotter-Cup auf die Fortsetzung der Saison im Juli vor. „Nachdem mit Wittenberg und Nordhausen zwei Läufe abgesagt werden mussten, gehe ich davon aus, dass wir am 11. Juli in Teterow wieder Staub aufwirbeln können“, zeigt sich Cup-Chef Alfred Gorny zuversichtlich.

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