Salto rückwärts beim DMSB

Ab 2019 sollte es keine Klassenzusammenlegungen mehr geben. Jetzt dreht sich der DMSB um 180 Grad und führt die Zusammenlegung in den DMSB-Klassen wieder ein.

Ab 2019 sollte es keine Klassenzusammenlegungen mehr geben. Jetzt dreht sich der DMSB um 180 Grad und führt die Zusammenlegung in den DMSB-Klassen wieder ein.

Mit einem Bulletin zum Rallye-Reglement hat der DMSB am 27. März festgelegt, dass in den DMSB-Klassen 1 bis 9 eine Zusammenlegung mit der nächsthöheren Klasse derselben Gruppe erfolgt, wenn weniger als drei Fahrzeuge in einer Klasse teilnehmen, wobei die Liste der zum Start zugelassenen Fahrzeuge maßgeblich ist. 

Das war bis zum 31.12.2018 üblich und gewollt, weil früher - bei bis zu 31 Klassen - sonst zu viele Klassen mit ein oder zwei Teilnehmern zu Ergebnissen geführt hätten mit fraglichen sportlichen Werten. Mit der neuen Klasseneinteilung, die nur noch neun DMSB-Klassen umfasst, wurde jedoch vor einem Jahr beschlossen, zukünftig keine Klassenzusammenlegungen mehr vorzunehmen.

Der Salto rückwärts des DMSB ist aus zwei Gründen ärgerlich. Zum einen wirft jede Wertungsänderung in der laufenden Saison die Planungen von Fahrern, Veranstaltern und Serienausschreibern über den Haufen. Zum anderen trifft die Zusammenlegung am ehesten die Klassen NC 5, NC 7 und NC 9, die eigentlich gefördert und ausgebaut werden sollten. Zudem sind die beiden leistungsschwächsten Klassen, NC 5 in der Gruppe F und NC 9 in der Gruppe G, besonders kostengünstig, also ideal für Einsteiger jeglichen Alters.

Ausnahme der Regelung: Die FIA-Klassen werden nicht zusammengelegt.