John Macht wiederholt Sieg in Ulm

John Macht und Felix Kießling setzten sich im Mitsubishi Lancer Evo 6 nach einem spannenden Schlagabtausch gegen den Lokalmatador Jochen Baumhauer mit Copilotin Susann Finger im Audi TT RS durch und gewannen die 20. Rallye Ulm.

John Macht und Felix Kießling setzten sich im Mitsubishi Lancer Evo 6 nach einem spannenden Schlagabtausch gegen den Lokalmatador Jochen Baumhauer mit Copilotin Susann Finger im Audi TT RS durch und gewannen die 20. Rallye Ulm.

Die aus den letzten Jahren bekannten Prüfungen „Beiningen“, „Steinenfeld“ und „Einsingen“ galt es in je zwei Durchgängen zu absolvieren. John Macht und Felix Kießling eröffneten im gelben Evo 6 mit einer Bestzeit bevor Fritz Köhler und Petra Hägele in WP 2 die Muskeln ihres BMW M3 spielen ließen. Die Freude der sympathischen heckgetriebenen Fraktion wehrte nur kurz, als in WP3 ein Wildkontakt zum Schaden am Vorderbau und gut zehn Sekunden Zeitverlust führte. Zur Halbzeit lag John Macht mit 2,3 Sekunden vor Jochen Baumhauer, der den seriennahen Audi TT auf den heimischen Strecken wie eine Zitrone auspresste. Patrick Dinkel und Tamara Lutz starteten als Mitfavoriten auf den Sieg, doch ein Kupplungsdefekt kurz vor dem Ziel auf WP 1 bedeutete nach der drittschnellsten Zeit das vorzeitige Aus.

John Macht und Felix Kießling fuhren konzentriert und ohne Fehler die Rallye sauber zu Ende und standen nach ihrem Sieg im Vorjahr erneut auf dem obersten Stockerl. Jochen Baumhauer und Susann Finger hielten den Abstand gering und fuhren mit nur 3,6 Sekunden Rückstand auf den zweiten Gesamtrang. Das breiteste Grinsen gab es bei den Drittplatzierten – Tobias Pohlner und Jasmin Santos fingen im Citroen DS3 R3T auf der letzten Prüfung Fritz Köhler / Petra Hägele ab und genossen sichtlich ihre erste Podiumsplatzierung. „Damit geht für uns ein Traum in Erfüllung – ein Dank geht an unsere Familien, Sponsoren sowie an race:pro Motorsport die unseren Wagen in Topform brachten“, zeigte sich das Duo überwältigt.

Ralf und Lars Stütz erreichten im Mitsubishi Lancer Evo 8 als fünftklassierte das Ziel vor Norman und Michaela Kreuter auf Citroen DS3 R3T, die einen Testeinsatz vor dem Saisonstart der TER-Serie absolvierten. Jan Petersen und Ina Epple überzeugten im BWM E30 325i einmal mehr mit einer blitzsauberen und sehr schnellen Fahrlinie – Lohn der Mühen war einmal mehr der Sieg in der Klasse NC2 vor Jochen Kurz und Melanie Kalinke, die im BMW M3 ebenfalls eine gute Performance ablieferten. Gleiches gilt für Tobias Just und Sabrina Türk, die sich nach der Winterpause mit ihrem Citroen C2 R2 sukzessive wieder ans Limit heran tasteten. Pech hingegen bei Markenkollege Steffen Schmid und Roy Hempel, die ihren Citroen auf der Verbindungsetappe zur WP3 mit abgescherten Radbolzen unfreiwillig abstellten.

Zu Diskussionen führte die Entscheidung in der hart umkämpften Klasse NC3! Bereits in WP1 verpassten Tom Kässer und Viviane Gerich (Honda Civic TypeR) am ersten Rundenteiler den Abzweig und fuhren einige Meter in entgegen gesetzter Fahrtrichtung, was folgerichtig zum Wertungsausschluss führte. Somit ging der Sieg an Sven Kress / Carina Kohler vor Patrick Brenner / Jörg Rottweiler (beide BMW E30 320is) und Sven Glass / Paul Gehbauder die erstmals im Opel Kadett E GSI 16V antraten. „Nach einem Motor- und Getriebeschaden im Vorfeld waren wir froh endlich die ersten Meter mit dem neuen Wagen zu absolvieren, jetzt geht es an die Feinarbeit“, strahlten die Youngsters nach der Zielankunft. Zu den weiteren Klassensiegern zählten Thomas Schober / Christian Förstner auf VW Golf 2 (NC4), Jan-Marc Soutschka und Daniela Kurz im VW Polo 9N (NC8), sowie Roland und Katrin Zak im VW Golf in der Klasse NC9. 

Hinter dem Hauptfeld folgten bereits zum sechsten Mal die beiden historischen Felder der Sollzeit-Championate des Historic Rallye Cup sowie der Retro Rallye Serie. Im Historic Rallye Cup trugen sich Gerd Michalowski und Jens Voigt im wunderschönen Lancia Stratos mit 1,28 Sekunden Abweichung vor Walter Lenz / Erhard Walenda auf Porsche 911 SC (2,10 Sekunden) sowie Matthias Mensinck / Jasmin Tögel im spektakulär bewegten Fiat Panda 4x4  (3,21 Sekunden) in die Siegerliste ein. Mit noch geringeren Abständen auf die vorgegebene Sollzeit glänzten die Teilnehmer im Feld der Retro Rallye Serie. Klaus Raschig und Bettina Scheffzyk erreicht das Ziel im BMW 1802ti mit nur 0,90 Sekunden Differenz. Einen Wimpernschlag von 0,03 Sekunden dahinter überquerten Thomas und Nico Meyer im Opel Corsa A die Ziellinie vor einem weiteren Vater / Sohn – Duo Wolfgang und Fabian Michalsky auf dem originalgetreuen Alfa Romeo Giulia Rallye.

Ergebnis 20. UMC-DMV Rallye Ulm 2019 

01. Macht John / Kießling Felix Mitsubishi Evo 6 23:36,7
02. Baumhauer Jochen / Finger Susann Audi TT RS  +4,6
03. Pohlner Tobias / Santos Jasmin Citroen DS3 R3T +22,3
04. Köhler Fritz / Hägele Petra BMW M3 +22,9
05. Stütz Ralf / Stütz Lars Mitsubishi Evo 8 +31,6
06. Kreuter Norman / Kreuter Michaela Citroen DS3 R3T +49,4
07. Petersen Jan / Epple Ina BMW E30 325i +1:08,9
08. Kress Sven / Kohler Carina BMW E30 320is +1:28,4
09. Kurz Jochen / Kalinke Melanie BMW E36 M3 +1:41,5
10. Just Tobias / Türk Sabrina Citroen C2 R2 Max +1:43,1

Ergebnis 6. UMC-DMV RRS-Historic Rallye Ulm

01. Raschig Klaus / Scheffczyk Bettina BMW 1802ti 0,9
02. Meyer Thomas / Meyer Nico Opel Corsa A 0,93
03. Michalsky Wolfgang / Michalsky Fabian Alfa Romeo Giulia 1,07
04. Dick Andreas / Hanbuch Lisa BMW E30 318is 1,09
05. Birnbreier Max / Birnbreier Timo Toyota Celica  1,16
06. Gutheil Thomas / Gutheil Albert Toyota Celica 1,35
07. Hoßfeld Sven / Pokrandt Max Audi A4 V6 Quattro 1,45
08. Wagner Udo / Heyn Christopher BMW E36 325i 1,51
09. Grass Franz / Blankenburg Dorothea Mini Innocenti 1,72
10. Dietz Sebastian / Dietz Denise BMW E36 316i 1,87

Ergebnis 6. UMC-DMV Historic Rallye Ulm

01. Michalowski Gerd / Voigt Jens Lancia Stratos  1,28
02. Lenz Walter / Walenda Erhard Porsche 911 SC 2,1
03. Mensinck Matthias / Tögel Jasmin Fiat Panda 4x4 3,21
04. Ostkamp Günther / Kleine Heinz VW Golf 3,32
05. Winkelmann Gerd / Clausnitzer Dietmar Porsche 924 3,41