'Swedish Senior Team' gewinnt Mossandl-Rallye

Emil Andersson und Björn Svensson gewannen im Subaru Impreza vor den prächtig aufgeigenden Andreas Gerst und Dietmar Rath auf Ford Escort RS2000. Karl und Steffi Kraus kämpften sich trotz zweier Plattfüße im Audi TT aufs Podest.

| Autor: 

Emil Andersson und Björn Svensson gewannen im Subaru Impreza vor den prächtig aufgeigenden Andreas Gerst und Dietmar Rath auf Ford Escort RS2000. Karl und Steffi Kraus kämpften sich trotz zweier Plattfüße im Audi TT aufs Podest.

Die 39. Ausgabe der Mossandl Rallye rund um Mamming wurde einmal mehr zum vollen Erfolg. 90 Teams aus dem gesamten Bundesgebiet und den benachbarten Ländern glänzten auf anspruchsvollen Wertungsprüfungen über 50 Kilometer Gesamtlänge. Erstmals begann die Rallye mit einer kurzen Auftaktprüfung bei einsetzendem Nieselregen am Freitagabend.

Hier waren es nicht die vermeintlich favorisierten Allradfahrzeuge die das Tempo an der Spitze bestimmten. Das pfälzische Duo Andreas Gerst und Dietmar Rath gaben ihrem Ford Escort dermaßen die Sporen, dass den mit allen vier Rädern nach Traktion suchenden Fahrern das Lachen verging.

Am nächsten Morgen zeigte Stefan Schulze mit Copilotin Lisa Kuhn mit einer Granatenzeit im Kieswerk, wer hier das Sagen hat und schenkte ihren schwedischen Markenkollegen über 10 Sekunden ein. „Wir haben nur Semi-Slicks dabei und hatten große Mühe den Wagen auf der Strecke zu halten. Wir hatten einige ‚Big Moments‘ und dabei zwei Mal das Auto abgewürgt“, erklärte Emil Andersson im gebrochenen Schwedisch die Situation mit Schweißperlen auf der Stirn. 

Fortan bestimmte ein toller Schlagabtausch zwischen den Protagonisten das Geschehen an der Spitze, bevor ein technischer Defekt zum Schwedensieg führte. Andreas Gerst / Dietmar Rath drifteten auf den zweiten Gesamtrang vor Karl und Steffi Kraus, die sich im Audi TT gleich zwei Mal auf der Felge bis ins Ziel schleppten.

Bernd Herler und Thomas Bratfisch-Belz verpassten im Mitsubishi knapp das Podium und damit auch den Sieg in der DAM Meisterschaft in der Gruppe 3, die Torsten Michel und Anna Hinrichs (Mitsubishi) in ihrer ersten Saison für sich entscheiden konnten. Auf dem vierten Gesamtrang liefen die Österreicher Michael Klotz und Christoph Eichhorner im top vorbereiteten Mazda 323 ein.

In der mit 33 Teilnehmern stark besetzten Klasse 9 entfachte hinter Klassenprimus Gerst ein spannender Wettstreit um die verbleibenden Podiumsplätze. Thomas und Andrea Kleinwächter erwarben in Finnland einen Knochen-Escort, flogen mit spektakulären Einlagen über die Prüfungen und lagen auf dem zweiten Platz, als der Auspuff im Rundkurs der letzten Prüfung abriss und das Duo mit dem drohenden Wertungsverlust eine Runde zu früh ins Ziel abbog und ins Nirvana der Ergebnislisten abrutschten. Tom Hettenbach und Robin Zaiß fühlten sich im BMW E30 voll in ihrem Element und hielten sich vor der ebenfalls großartig auftrumpfenden Opel Astra Besatzung Patrick Krückl und Maria Graßl.

Dahinter strahlten Siegfried und Petra Damm nach der ersten Zielankunft im Audi 85 in der laufenden Saison mit den Siegern um die Wette. Stefan Raffel und Uwe Schneider beendeten im BMW E30  innerhalb der Top 10 und Jürgen Spieß / Axel Whyte erkämpften sich im Opel Ascona den DAM-Meistertitel in der Gruppe 2.

Die Brüder Maximilian und Alexander Hasselbeck (Klasse 10) entschieden das Duell des schnellsten M3-Piloten vor Markus Daffner und Josef Fischer zu ihren Gunsten. Nina Lange suchte aufgrund einer Schulterverletzung ihres Vaters einen Fahrer für ihren Honda CRX und Andreas Schwaiger nach der endlosen Ausfallserie im Mitsubishi ein Auto – gesucht, gefunden und auf Anhieb den Sieg in der Klasse 8 vor Tim Swarovsky und und Florian Popelka im VW Golf eingefahren.

In der Klasse 7 gewannen Constantin Merk und Henry Miller vor den Klassenprimussen Rainer und Daniel Thiel im Fiat Panda 4x4, die aufgrund von 130 Strafsekunden auf den zweiten Platz abrutschten. Willibald Biendl und Johannes Stephan setzten sich gegen Michael und Fabian Knese, sowie Christian Funk und Enrico Schnell (alle BMW) in der Klasse 5 durch.

Thomas Heider und Jans-Jürgen Zuckermeier sicherten sich im Renault Clio mit einem Sieg in der Klasse 4 den Meistertitel der seriennahen Fahrzeugen innerhalb der Gruppe 3. Josef Madl / Stefanie Peuker (BMW) und die schnellste Dame im Feld Sabine Stöttner mit Copilot Michael Sagmeister (Opel Astra) standen mit auf dem Siegerstockerl. In der leistungsschwächsten Klasse 3 setzten sich Christian Junk / Thomas Schmitz (Opel Corsa) gegen Enrico Schulze und Marina Schnelle im Suzuki Swift durch.

Ergebnis 37. Mossandl-Rallye

01. „Andersson Emil“ / „Svensson Björn“ Subaru Impreza 33:51,1
02. Gerst Andreas / Rath Dietmar Ford Escort +49,8
03. Kraus Karl / Kraus Steffi Audi TT +1:32,4
04. Herler Bernd / Bratfisch-Belz Thomas Mitsubishi Lancer  +2:02,4
05. Klotz Michael / Eichhorner Christoph Mazda 323 +2:12,1
06. Hettenbach Tom / Zaiß Robin BMW E30  +2:41,6
07. Krück Patrick / Graßl Maria Opel Astra GSI +2:44,1
08. Damm Siegfried / Damm Petra Audi 85 +2:59,7
09. Raffel Stefan / Schneider Uwe BMW E30 +3:02,3
10. Michel Torsten / Hinrichs Anna Mitsubishi Lancer +3:03,6