Gollert-Sieg für Reindl

Im vierten Anlauf haben Rudi Reindl und Michael Ehrle – nach drei zweiten Plätzen in Folge – den Gollert gestürmt. Jörg Schuhej und Martin Wagner fahren auf die Podiumsplätze.

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Im vierten Anlauf haben Rudi Reindl und Michael Ehrle – nach drei zweiten Plätzen in Folge – den Gollert gestürmt. Jörg Schuhej und Martin Wagner fahren auf die Podiumsplätze.

Bei trockenem, bedecktem Wetter findet die 19. Ausgabe des Rallye Race Gollert als letzter Vorlauf in der Nord-Region des DMSB Rallye Cups statt. Zum ersten Mal veranstaltet die RSG Mosbach eine Rallye 70, im Gollert-typischen Stil mit vier reinen Asphalt-Sprints: Zu den anspruchsvollen Klassikern Krauthausen, Hohe Sonne und Gollert wird die ebenfalls von der Wartburg-Rallye bekannte Prüfung von Schönberg nach Falken zugefügt, ein sehr schneller Landstraßen-Sprint. Trotz der Absage der WP 2 – der RTW wurde abgezogen – stemmen die Organisatoren die neue Aufgabe gut. 

In Abwesenheit des achtmaligen Gollert-Siegers Raphael Ramonat fällt Rudi Reindl und Michael Ehrle im Evo 9 die Favoritenrolle zu. Diese Bürde stemmt das Bayern-Thüringen-Duo locker. Sie setzen sich mit einem echten Reindl-Blitzstart sofort an die Spitze, gewinnen auch die beiden anderen gewerteten Prüfungen der ersten Schleife und erreichen die Halbzeitpause mit einer halben Minute Vorsprung. In der zweiten Schleife lassen sie es ruhig angehen und verwalten ihren Vorsprung souverän. Das Ziel in Mosbach erreichen Reindl und Ehrle mit 41 Sekunden Vorsprung. 

Auch der zweite Platz der Hessen Jörg Schuhej und Steffen Reith entspricht der Papierform. Für eine Überraschung sorgt hingegen der einheimische Evo-7-Pilot Martin Wagner, diesmal mit Christian Stützer auf dem heißen Sitz. Wagner erzielt zwei Bestzeiten und fährt viermal schneller als Schuhej; ein kleiner Fehler in der WP 3 kostet ihn allerdings 20 Sekunden; deswegen müssen sich Wagner und Stützer mit Rang 3 zufrieden geben. Die Cup-Spitzenreiter Dennis Rostek und Tobias Braun lassen nach dem heftigen Crash bei der 3-Städte-Rallye Vorsicht walten und kommen als Vierte ins Ziel, knapp vor Lars Anders und Marcel Eichenauer, die die CTC-Gruppe im älteren Evo 6 gewinnen und mit der Bestzeit bei der zweiten Gollert-Passage – direkt vor ihrer Haustür – ihren Spaß haben. 

Als bestes Team ohne Allrad und Turbo fahren Kai Weidlich und Hartmut Geist im Compact-M3 auf den sechsten Platz, nachdem sein M3-Kollege Nick Heilborn in der vorletzten Prüfung mit defektem Differenzial ausscheidet.. Dahinter toben die 2-Liter-Gruppe-F-Teams durch den Thüringer Wald. Hannes Arndt und Christof Wagner beginnen die Rallye mit einem Blitzstart und halten die Führung bis ins Ziel; damit sichert sich das Fiesta-Team auch endgültig den Titel in der Thüringer Rallye-Meisterschaft. Mit Platz 2 sorgen Mike Schneidemesser und Mario Lipp (Seat Cordoba) für eine große Überraschung als Klassenzweite vor Rigo Sonntag und Julia Burkhardt (Honda Civic). Klassensiege holen sich u.a. Jan Potthast und Sarah Nolte (BMW 318is, G10) und Mirko Dulleck und Roy Rüttinger (VW Polo, F6). Von den – leider nur – 45 gestarteten Teams sehen 36 das Ziel.

DMSB Rallye Cup

Die drei führenden Teams der Nord-Region treten beim siebenten Vorlauf der Nord-Region an. Dennis Rostek und Tobias Braun müssen sich bei der schnellen Mitsubishi-Konkurrenz mit Klassenrang 4 begnügen, womit sie die Führung immerhin behaupten können. Die Verfolger punkten mit Klassensiegen: Jan Potthast, diesmal mit Sarah Nolte als Copilotin, gewinnt mit seinem BMW 318is  die zusammengelegte Klasse G9/10. Mirko Dulleck und Roy Rüttinger beenden ihr Heimspiel im Polo als Sieger der 1600-cm³-Klasse. Hannes Arndt macht durch den Klassensieg im Fiesta noch einen großen Sprung nach oben in der Tabelle.

Die DRC-Sponsoring-Partner spendieren den Fahrern Dennis Rostek, Jan Potthast, Mirko Dulleck, Marcel Schuhej und Hannes Arndt jeweils einen 300-Euro-Gutschein der Firma Nimex und einen Nenngeld-Gutschein für die Rallye Atlantis von der Firma HJS. Die Rallye Atlantis findet am 17. November als Endlauf des DMSB Rallye Cups statt.

ADMV-Rallye-Pokal

Mit einer kleinen Sensation endet der ADMV-Rallye-Pokal für die Rallye-35/70-Veranstaltung innerhalb der ADMV-Serie. Der bayerische Schotter-Cup-Pilot Werner Müller und seine Tochter Jasmin Trabs haben im BMW 318is auf losem Untergrund so viele Punkte gesammelt, dass sie für den letzten Pokal-Lauf auf Schotter noch eine Titelchance erkennen. Sie mieten bei Ehrle einen Gruppe-N-Evo 9, den Müller behutsam durch den Thüringer Wald steuert. Gesamtplatz 16 bedeutet den Sieg in der Klasse RC2 gegen einen weiteren Mitsubishi. Das reicht hauchdünn zum Titel, weil Jan Rößner und Doreen Schreiber im Suzuki Swift 1300 diesmal mit den 1600ern zusammengelegt werden und hier nur Platz 2 erreichen somit den „Vize“ im ADMV-Rallye-Pokal. Dritter wird der Berliner Mitsubishi-Fahrer Ken Milde, der schon sieben Zähler auf dem Konto hat und deshalb in Wutha-Farnroda nicht startet.

Ergebnis 19. Rallye Race Gollert 

1. Rudi Reindl / Michael Ehrle Mitsubishi Evo 9 F1 29:36,6
2. Jörg Schuhej / Steffen Reith Mitsubishi Evo 9 F1 +41,7
3. Martin Wagner / Christian Stützer Mitsubishi Evo 7 F1 +44,0
4. Dennis Rostek / Tobias Braun Mitsubishi Evo 10 F1 +59,0
5. Lars Anders / Marcel Eichenauer Mitsubishi Evo 6 C18 +1:03,6
6. Kai Weidlich / Hartmut Geist BMW M3 Compact F4 +2:18,3
7. Hannes Arndt / Christof Wagner Ford Fiesta ST F5 +3:10,7
8. Mike Schneidemesser / Mario Lipp Seat Cordoba 16V F5 +3:25,5
9. Torsten Michel / Anna Hinrichs Mitsubishi Evo 9 F1 +3:28,7
10. Rigo Sonntag / Julia Burkhardt Honda Civic R F5 +3:36,5
11. Bernd Knüpfer / Daniel Herzig Opel Astra GSi F5 +3:43,0
12. Alexander Merkel / Nico Rostalski Renault Clio III RS F5 +3:55,8


DMSB Rallye Cup – Region Nord: 
1. Rostek 91, 2. Potthast 86 , 3. Dulleck 84, 4. Arndt 57, 5. Weileder und Vollak 50

ADMV-Rallye-Pokal: 1. Müller 5035, 2. Rößner 5018, 3. Milde 4675, 4. Brunke 4268, 5. Vollak 4236, 6. Heilborn 4014, 7. Knüpfer 3770, 8. Sonntag 3232

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