Dinkel-Festspiele in der Fränkischen Schweiz

Dominik Dinkel und Beifahrerin Christina Fürst gewannen im Brose Skoda Fabia S2000 die Rallye Fränkische Schweiz. Patrik Dinkel landete auf dem zweiten Platz und der siebenfache Rekordsieger Reinhard Honke wurde Dritter.

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Dominik Dinkel und Beifahrerin Christina Fürst gewannen im Brose Skoda Fabia S2000 die Rallye Fränkische Schweiz. Patrik Dinkel landete auf dem zweiten Platz und der siebenfache Rekordsieger Reinhard Honke wurde Dritter.

Die „Fänkische“ präsentierte sich wie gewohnt perfekt organisiert mit einem straffen Zeitplan und vier anspruchsvollen, jeweils doppelt zu absolvierende Start-Zielprüfungen über 59,08 Kilometer auf Bestzeit. Sonnenschein von früh bis spät und Temperaturen weit über der 20 Grad Marke rundeten die Veranstaltung entsprechend ab.

Den Auftakt bildete der Klassiker „Brunn“, mit seiner spektakulären Ortsdurchfahrt vor einer großartigen Zuschauerkulisse. Für großes Aufsehen sorgten John Macht und Felix Kießling, die im 20 Jahre alten Mitsubishi Lancer Evo 6 die erste Bestzeit vor den Dinkel-Brothers einfuhren. Kurz nach dem Start in WP 2 „Stadtwald“ knackte nach nur wenigen hundert Metern in der Haarnadel rechts eine Antriebswelle und sorgte für das vorzeitige Ende des pfeilschnellen gelben Evo.

Gleichzeitig endete die Eingewöhnungsphase von Dominik Dinkel und Christian Fürst auf den Fabia S2000, die fortan das Zepter übernahmen und mit Bestzeiten in den Prüfungen „Stadtwald“, „Schirradorf“ und „Neudorf“ ihren Vorsprung bis zur Halbzeitpause kontinuierlich ausbauten. Patrik Dinkel und Tobias Glatzel bewegten ihren Mitsubishi am Grenzbereich und hielten den Abstand erstaunlich gering. In der Verfolgung lauerten die beiden „Altmeister“ Reinhard Honke und Roland Macht auf ihre Chance. Der schnellste zweiradgetriebenen Verfolger Fritz Köhler haderte auf den Schotterstücken mit Traktionsproblemen und hatten an diesem Wochenende bei der Vergabe der Podiumsplätze kein Mitspracherecht.

Der zweite Durchgang brachte an der Spitze keinerlei Veränderungen – Dominik Dinkel und Christina Fürst feierten mit Patrik Dinkel und Tobias Glatzel einen grandiosen Doppelsieg. Dahinter lieferten Reinhard Honke und Melanie Kalinke eine starke Vorstellung ab und standen nach einer Bestzeit auf der Prüfung „Stadtwald 2“ verdient mit auf dem Podium. Hinter Roland Macht und Klaus Roßdeutscher (alle Mitsubishi Lancer Evo9) fuhren Fritz Köhler und Petra Hägele als schnellstes zweiradgetrieben Team als Klassensieger in der F2 auf den fünften Gesamtrang.  Ralf Hillmann und Bianca Pfaff setzten sich im wunderschönen Lancer Evo 6.5 mit 1,2 Sekunden vor Tobias Pohlner und Jasmin Santos auf Citroen DS3 R3T durch. Ralf und Lars Stütz (Mitsubishi Lancer Evo8) gingen als Sieger in der CTC hervor.

Die Klasse F5 zeigte sich einmal mehr hochkarätig besetzt und entsprechend hart umkämpft. Allen voran setzten Sven Kress und Carina Kohler im BWM 320is fünf Bestzeiten in Folge, bevor sie ein Defekt am Auspuff beim zweiten Durchgang im „Stadtwald“ zur Aufgabe zwang. Franz Negratschker bestätigte mit Copilot Dominik Zimmermann im VW Golf 2 seine aufsteigende Form und gewann vor Sebastian Schmidt / Selina Schmitt (Honda Civic), Max und Melanie Schmid im Peugeot 306, sowie Kai und Nico Otterbach im BMW E30 320is. Stefan Engerer und Rudolf Pfeiffer entschieden im Peugeot 306 trotz geringer Wettkampfpraxis die Klasse CTC17 zu ihren Gunsten. Rene Schubert und Nadine Raab zeigten im kleinen Citroen C2 R2 Max eine große Leistung und fuhren auf den 15. Gesamtrang.

Darius Gitzel und Melissa Schuster lieferten sich im Skoda Octavia mit Jochen Kurz und Sarah Hess (BMW M3) einen packenden Schlagabtausch um den Sieg in der Klasse F4, die letztgenannte zu ihren Gunsten entschieden. Die seriennahe Gruppe G gewannen Kurt Bretzner / Anja Bretzner-Kupfer vor ihren Subaru-Markenkollegen Kai-Uwe und Tamara Lutz. Björn Frey und Dominik Worbs gingen im VW Lupo in der Klasse F6 als Sieger hervor. Stefan und Sandra Böhm drifteten im Opel Kadett C GTE zur Freude der zahlreichen Zuschauer zum Sieg in der Klasse CTC14 und nahmen am Abend den Sonderpokal „Hollfelder Schotterkönig“ in Empfang. In den kleinen seriennahen Klassen standen Siegfried und Franziska Röger auf VW Golf (G11), Alexander Ebert und Karin Tielesch im Ford Fiesta (G10), sowie die Brüder Manuel und Alexander Lutz auf Seat Ibiza (G9) in ihren Leistungsklassen an oberster Position.

Ergebnis 39. ADAC Rallye Fränkische Schweiz

01. Dinkel Dominik / Fürst Christina Skoda Fabia S2000 32:02,6
02. Dinkel Patrik / Glatzel Tobias Mitsubishi Lancer Evo 9 +0:35,0
03. Honke Reinhard / Kalinke Melanie Mitsubishi Lancer Evo 9 +0:40,3
04. Macht Roland / Roßdeutscher Klaus Mitsubishi Lancer Evo 9 +0:55,7
05. Köhler Fritz / Hägele Petra BMW M3 +1:14,6
06. Hillmann Ralf / Pfaff Bianca Mitsubishi Lancer Evo 6.5 +1:51,6
07. Pohlner Tobias / Santos Jasmin Citroen DS3 R3T +1:52,8
08. Stütz Ralf / Stütz Lars Mitsubishi Lancer Evo 8 +2:09,6
09. Negratschker Franz / Zimmermann D. VW Golf 2 +2:17,5
10. Schmidt Sebastian / Schmitt Sabrina Honda Civic Type-R +2:32,9
11. Schmid Max / Schmid Melanie Peugeot 306 RS +2:39,4
12. Otterbach Kai / Otterbach Nico BMW E30 320is +2:49,8
13. Engerer Stefan / Pfeiffer Rudolf Peugeot 306 +3:09,2
14. Wald Peter / Wald Michael BMW M3 +3:17,2
15. Schubert Rene / Raab Nadine Citroen C2 R2 Max +3:31,3

Zwischenstand DMSB Rallye Cup (Süd) nach 5 von 7 Läufen: 1. Siegfried Röger 68; 2. Matthias Schenzle 66,5; 3. Marcus Leibbrandt 60; 4. Oliver Selmikeit 59

Der nächste DMSB-Lauf der Region Süd findet am 27. Oktober bei der ADAC Saarland Rallye statt. Gleichzeitig läuft der letzte Lauf der Region Nord ihm Rahmen des ADAC Rallye Race Gollert.

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