Porsche-Sieg an der Ostsee

Im Porsche Carrera feiern Andreas Dahms und Inka Lerch bei der Ostsee-Rallye ihren zweiten Saisonsieg mit mehr als einer Minute Vorsprung auf Rolf Petersen im Evo 9.

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Im Porsche Carrera feiern Andreas Dahms und Inka Lerch bei der Ostsee-Rallye ihren zweiten Saisonsieg mit mehr als einer Minute Vorsprung auf Rolf Petersen im Evo 9.

Wer geglaubt hat, dass die 11. ADAC-Ostsee-Rallye nur ein Remake der Holsten-Rallye von Anfang August ist, liegt – zumindest zur Hälfte – falsch. Denn auf dem Truppenübungsplatz Putlos geht es diesmal mit dem 15-Kilometer-Marathon los, in einer ganz neuen Zusammenstellung. „Das war die tollste Prüfung, die ich je auf Putlos gefahren bis“, schwärmt die siegreiche Copilotin Inka Lerch, „mit vielen neuen Wegen, blinden Kuppen und schmalen Waldpassagen.“ Zweimal wird diese Start-Ziel-Prüfung unter die Räder genommen. Danach folgt die Umbaupause, die zweite Hälfte der Ostsee-Rallye führt in Putlos-üblicher Weise über einen Sprint und einen Rundkurs, je zweimal zu durchfahren.

Zwei Holsteiner Asse fehlen im Wettbewerb: Martin Schütte chauffiert den scheidenden Platzkommandanten in seinem Evo 7 als Vorauswagen über den Kurs und Bauer Kai-Dieter Kölle zieht Trecker und Drillmaschine seinem Rallye-Porsche vor. Andreas Dahms und Inka Lerch brausen mit der Startnummer 1 klar und deutlich vor der Konkurrenz her. 27 Sekunden Vorsprung auf der WP 1 zeigen die Überlegenheit des Carrera-Teams. Sie gewinnen alle Wertungsprüfungen und haben im Ziel mehr als eine Minute Vorsprung. Rolf Petersen und Jürgen Krabbenhöft fahren im Mitsubishi Evo 9 als „Best of the Rest“ aufs Podium, das Steffi Zorn und Thomas Puls als Dritte komplettieren.

Andreas Rink hat im CTC-Impreza mit der zweitbesten Zeit zum Auftakt ein Ausrufzeichen gesetzt, doch weil sich ein Getriebeschaden ankündigt, startet der Oranienburger nicht zur WP 2. Steffi Zorn im Renault Clio und Matthias Rathkamp im Ford Fiesta wechseln sich anfangs an der Spitze der 2-Liter-Klasse ab. Auf der dritten Prüfung fliegt Rathkamp heftig ab; zum Glück bleiben die Insassen unverletzt, die Prüfung wird neutralisiert. Steffi Zorn drückt das Gaspedal bis ins Ziel voll durch, büßt nur 32 Sekunden auf Rolf Petersen ein und lässt ihrerseits den Klassenzweiten Frank Nolting (Opel Astra) um zweieinhalb Minuten hinter sich und das zweitbeste 2-Liter-Team, Sven Hochwimmer und Marco Hartung im CTC-Astra, um 1:40 Minuten.

Drei Subaru landen in den Top 10: Ulf Semmelhaack und Jörg Schmidt werden Vierte und gewinnen die Gruppe G vor Timo Pöhls und Vanessa Dagge, die Berliner Uwe Stock und Steffen Sitz werden Siebente und liegen zwischen den BMW M3 von Uwe und Ninette Harms (Rang 5) sowie Holger Hey und Jörg Dumke. Bei den kleinen Gruppe-G-Fahrzeugen setzen sich die Youngster Jan Potthast und Julius Simon im BMW 318is mit Minutenvorsprung gegen Thomas Klüver und Kerstin Heintze (Citroen C2) durch. Von 33 gestarteten Fahrzeugen erreichen 28 das Ziel auf den Gutshof Görtz in Ostholstein.

Ergebnis 11. ADAC-Holsten-Rallye 

1. Andreas Dahms / Inka Lerch Porsche 911 Carrera C18 35:57,1
2. Rolf Petersen / Jürgen Krabbenhöft Mitsubishi Evo 9 F1 +1:16,1
3. Stephanie Zorn / Thomas Puls Renault Clio II RS F5 +1:48,7
4. Ulf Semmelhaack / Jörg Schmidt Subaru Impreza STI 2.5 G8 +2:13,8
5. Uwe Harms / Ninette Harms BMW M3 E36 F4 +2:52,2
6. Sven Hochwimmer / Marco Hartung Opel Astra GSi 16V C17 +3:26,9
7. Uwe Stock / Steffen Sitz Subaru Impreza GT C18 +3:28,3
8. Holger Hey / Jörg Dumke BMW M3 E36 F4 +3:31,0
9. Michael Gestribow / Sarah Volgmann Peugeot 208 R2 RC4 +3:44,5
10. Timo Pöhls / Vanessa Dagge Subaru Impreza STI 2.5 G8 +3:46,7