Reindl Chef im Labertal

Rudi Reindl und Michael Ehrle legen bei der Labertal-Rallye einen Start-Ziel-Sieg hin. Nur Patrik Dinkel vermag Reindls Tempo halbwegs mitzuhalten.

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Rudi Reindl und Michael Ehrle legen bei der Labertal-Rallye einen Start-Ziel-Sieg hin. Nur Patrik Dinkel vermag Reindls Tempo halbwegs mitzuhalten.

Die Kleinstadt Mallersdorf-Pfaffenberg in Niederbayern ist Mittelpunkt der 16. ADAC-Labertal-Rallye. Die Rallye 35 wird auf den gleichen Wertungsprüfungen wie 2017 ausgetragen, dem Rundkurs Holzen und den zwei Sprints Stein und Ettenkofen, beide mit kleinem Schotteranteil. Das heiße Sommerwetter lässt alle Beteiligten – am meisten die mit zweilagigen Overalls geschützten Fahrer/innen – kräftig schwitzen. Die Organisation funktioniert sehr gut, nur sollte der Auswerter nicht veraltete Lizenzen auflisten.

Mit 64 Startern erlebt die Labertal-Rallye ein gutes Feld, das allerdings nur zwei Sieganwärter kennt – die beiden Gruppe-F-Mitsubishi von Rudi Reindl und Michael Ehrle sowie Patrik Dinkel und Tobias Glatzel. Auf dem 8-km-Rundkurs Holzen fährt Reindl sofort die Bestzeit mit 4,5 Sekunden Vorsprung auf Dinkel. „Der junge Bursche fährt so schnell“, erzählt Reindl, „dass ich vom ersten bis zum letzten Meter volles Rohr fahren muss.“ Also hetzt er weiter, gewinnt auch die beiden Sprints und kommt mit einem Polster von zwölf Sekunden in die Pause. 

Der zweite Durchgang verläuft genau so. Reindl und Ehrle gewinnen alle Prüfungen und feiern mit halbminütigem Vorsprung ihren fünften Saisonsieg. Patrik Dinkel setzt seine Erfolgsserie fort und wird mit Tobias Glatzel Zweiter mit ebenfalls einer halben Minute Luft zu Reinhard Honke und Melanie Kalinke, die im Gruppe-N-Evo als Dritte auf dem Stockerl stehen.

Als schnellste „Zweiradler“ starten Christian Allkofer und Kathi Götzenberger in die Rallye, doch schon am Ende der WP 2 rollt der rote Renault Clio III mit technischem Defekt aus. So gewinnt das glänzend aufgelegte Vater-Sohn-Team Hans und Max Limpert im BMW 320is die inoffizielle 2WD-Wertung, landet auf Gesamtrang 4 und holt sich die Siegerpokale in der 2-Liter-Klasse vor Patrick Bannert und Michael Just (Renault Clio II), Franz Negratschker und Dominik Zimmermann (VW Golf G60) sowie Klaus Huber und Karl Schauer (VW Golf II 16V). Zwischen Limpert und Bannert fahren Martin Stuckenberger und Michael Stadlöder den BMW M3 auf Rang 5 und zum Sieg in der 3-Liter-Klasse, mehr als eine Minute vor Darius Gitzel und Tamara Lutz im Skoda Octavia Turbo. Simone Unholzer und Nicole Scheungraber beenden die Labertal-Rallye nicht nur als bestes Damenteam, sondern gewinnen im Polo auch die 1600-cm³-Klasse.

Bei den CTC-Fahrzeugen sind der Österreicher Gerald Rigler und Benedikt Hofmann im Suzuki Swift Super 1600 in der 2-Liter-Klasse sowie Jörg Gronkowski und Michael Bretzner im Evo 8 bei den „Großen“ vorn. Klassensiege in den drei Gruppe-G-Klassen holen sich Wolfgang Schwegler und Michael Neumaier (Evo 9), Willi Trautmannsberger und Claudia Beckenbauer (Clio II) sowie Helmut und Marcel Schuhmacher (BMW 318is). Trotz der Hitze erreichen 50 der 64 Teams das Ziel.

Erstmals wird bei der Labertal-Rallye auch eine Retro-Rallye angehängt, zu der 13 Teams starten. Die Top-Teams der Retro-Rallye-Süd-Serie machen die Pokale unter sich aus: Thomas und Nico Meyer gewinnen im Porsche Carrera (Baujahr 1979) vor Max und Timo Birnbreier in der Toyota Celica (Baujahr 1995) sowie Sven und Jana Hoßfeld im Audi A4 (Baujahr 1996).

Ergebnis Labertal-Rallye 

1. Rudi Reindl / Michael Ehrle Mitsubishi Evo 9 F1 19:11,4
2. Patrik Dinkel / Tobias Glatzel Mitsubishi Evo 9 F1 +29,0
3. Reinhard Honke / Melanie Kalinke Mitsubishi Evo 9 RC2 +58,4
4. Hans Limpert / Max Limpert BMW 320is E30 F5 +1:11,3
5. Martin Stuckenberger / Michael Stadlöder BMW M3 Compact F4 +1:17,0
6. Patrick Bannert / Michael Just Renault Clio II RS F5 +1:27,3
7. Carsten Proß / Paul Gehbauer Mitsubishi Evo 6 F1 +1:27,5
8. Martin Kainz / Sandra Müller-Hauner Mitsubishi Evo 9 F1 +1:29,3
9. Jörg Gronkowski / Michael Bretzner  Mitsubishi Evo 8 C18 +1:31,2
10. Gerald Rigler / Benedikt Hofmann Suzuki Swift S1600 C17 +1:38,7
11. Vladen Vasiljevic / Christopher Lihl Porsche Cayman S F2 +1:41,9
12. Franz Negratschker / Dominik Zimmermann VW Golf II 1.4 G60 F5 +1:59,8