Alheimer-Rallye: Franken-Junioren in Hessen vorn

Die Alheimer-Rallye erlebt einen Doppelsieg der fränkischen Junioren John Macht und Patrik Dinkel, die ihrem hessischen Mitsubishi-Kollegen Jörg Schuhej das Nachsehen geben. Dessen Sohn Marcel gewinnt die 2-Liter-Klasse.

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Die Alheimer-Rallye erlebt einen Doppelsieg der fränkischen Junioren John Macht und Patrik Dinkel, die ihrem hessischen Mitsubishi-Kollegen Jörg Schuhej das Nachsehen geben. Dessen Sohn Marcel gewinnt die 2-Liter-Klasse.

Nach einem Jahr ohne Rallye kehrt der MSC Braach mit seiner Rallye 35 „Rund um den Alheimer“ wieder auf die Bühne zurück – in bekannter Weise: Rallyezentrum in Heinebach, zwei Rundkurse bei Sterkelshausen und Licherode sowie die Bergrennstrecke am „Stock“. Bei Sommerwetter verläuft die Veranstaltung einwandfrei, aber nur mit mageren 36 Startern.

Fünf Teams mit Gruppe-F-Mitsubishi werden als Favoriten gehandelt, doch als der Sachse Mario Czok gleich auf dem ersten Rundkurs in den Graben rutscht, bleiben nur vier übrig. John Macht und Klaus Roßdeutscher (Evo 6) setzen die erste Bestzeit vor Raphael Ramonat und Sara Phieler (Evo 7), Patrik Dinkel und Sarah Hess (Evo 9) sowie Jörg Schuhej und Steffen Reith (Evo 7); sie liegen innerhalb von nur drei Sekunden. Am „Stock“ fährt Dinkel am schnellsten – und am Limit: „Ich hatte zwei Aha-Momente.“ Nach seiner zweiten - relativ deutlichen – Bestzeit erreicht Macht die Halbzeitpause mit drei Sekunden Vorsprung auf Dinkel, sieben auf Ramonat und zehn auf Schuhej. Der Routinier aus Fulda sinniert: „Wir haben mehr Gewicht als die anderen. Aber: Die Jungs geben mächtig Gas!“

Ramonat verabschiedet sich auf der WP 4, weil die Benzinzufuhr streikt. Der 26-jährige John Macht langt in der zweiten Schleife kräftig hin, setzt alle drei Bestzeiten und kann mit seinem erfahrenen Co Klaus Roßdeutscher das Asphalt-Festival an der Fulda zu seinen Gunsten entscheiden. Der 21-jährige Patrik Dinkel schafft mit Sarah Hess als Copilotin den zweiten Platz, mit leicht gewellter Flanke nach einem Baumkontakt. Jörg Schuhej und Steffen Reith stehen als drittes Team auf dem Podium. Die Eisenacher Martin Wagner und Alexander Rödiger sorgen für einen Mitsu-Vierfachsieg.

Schon auf den Plätzen 5 und 6 landen die Besten aus der 2-Liter-Klasse der Gruppe F, die mit 14 Teams rund 40% des Feldes stellt. In einem Honda-Civic-Duell können Marcel Schuhej und Lars Schmitt aus Fulda im Endspurt noch die vom Start weg führenden Nordhessen Maurice Naumann und Thorsten Wentow überholen. Hinter M3-Pilot Gerrit Spangenberg erreichen drei weitere 2-Liter-Autos die Top Ten. Mirko Dulleck und Roy Rüttinger gewinnen im Polo die 1600-cm³-Klasse. 

18 Teams aus der Retro-Rallye ergänzen die Veranstaltung. Walter Lenz und Erhard Walenda (Porsche Carrera) feiern den Alheimer-Sieg – nur 53 Hundertstel Abweichung bei sechs Lichtschranken - vor Manfred Adolfs und Werner Neugebauer (Ford Escort RS) sowie Rainer Schlesinger und Horst Diemer (BMW 2002).

Ergebnis 31. ADAC-Rallye Rund um den Alheimer 

1. John Macht / Klaus Roßdeutscher Mitsubishi Evo 7 F1 20:36,8
2. Patrik Dinkel / Sarah Hess Mitsubishi Evo 9 F1 +7,7
3. Jörg Schuhej / Steffen Reith Mitsubishi Evo 7 F1 +22,8
4. Martin Wagner / Alexander Rödiger Mitsubishi Evo 6 F1 +1:09,0
5. Marcel Schuhej / Lars Schmitt Honda Civic R F5 +1:23,5
6. Maurice Naumann / Thorsten Wentow Honda Civic R F5 +1:28,3
7. Gerrit Spangenberg / André Wenning BMW M3 E36 F2 +1:32,3
8. Jörg Seitz / Daniela Seitz BMW 320is E30 F5 +1:33,6
9. Gerrit Schmitt / Bianca Pfaff Opel Kadett 16V F5 +1:41,4
10. Kai Rode / Tim Pfeifer Ford Fiesta ST F5 +2:01,1