Reindl vor den Franken-Youngstern

Der 25-jährige John Macht und der 21-jährige Patrik Dinkel machen bei der Rallye Fränkisches Weinland Jagd auf die etablierten Fahrer und stehen auf dem Podium. Doch zwischen ihnen steht Rudi Reindl, 58, auf dem obersten Treppchen.

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  • Patrik Dinkel wird in Hammelburg Dritter

Der 25-jährige John Macht und der 21-jährige Patrik Dinkel machen bei der Rallye Fränkisches Weinland Jagd auf die etablierten Fahrer und stehen auf dem Podium. Doch zwischen ihnen steht Rudi Reindl, 58, auf dem obersten Treppchen.

Die 6. ADAC-Rallye Fränkisches Weinland erlebt bestes Frühsommerwetter, 61 Nennungen, 53 Teams bei der Abnahme und 50 beim Start in Elfershausen, wobei der Vorjahressieger Jochen Baumhauer nach der Besichtigung seinen Audi TT wieder auflädt. Rudi Reindl und Michael Ehrle stürmen mit dem bunten Evo 9 die Sulzthaler Bergrennstrecke hinauf und setzen sich sofort an die Spitze, gefolgt von Patrik Dinkel und Hans-Peter Wollner sowie Reinhard Honke und Melanie Kalinke, ebenfalls Evo 9.

Auch die zweite Prüfung – Mini-Rundkurs, Serpentinen und pfeilschneller Schluss – gewinnt Reindl und setzt sich von den Konkurrenten ab. Die dritte Prüfung wird auf dem Hammelburger Bundeswehr-Gelände ausgetragen; auch hier fährt Reindl die schnellste Zeit und erreicht die Halbzeitpause mit 10 Sekunden Vorsprung auf Dinkel und 15 Sekunden auf John Macht und Felix Kießling im Evo 6, die mit der zweitbesten Zeit in der Kaserne an Bernd Michel und Bernd Hartbauer (Subaru Impreza) und Reinhard Honke vorbei gezogen sind. 

In der zweiten Schleife dominieren Reindl und Ehrle ähnlich klar, brauchen auf dem abschließenden Rundkurs – diesmal eine Runde mehr – nichts mehr zu riskieren und feiern den Gesamtsieg. John Macht quetscht sich mit der letzten Bestzeit noch an Dinkel vorbei, Michel und Honke machen die Top-5 komplett. Philip Schwarz und André Riedel bringen ihren Evo 6 auf Gesamtrang 8 ins Ziel, umgeben von einer Meute von acht 2-Liter-Autos, die die Ränge 6 bis 14 belegen.

Dabei zeigen Kai und Nico Otterbach im schwarzen BMW 320is eine spektakuläre Fahrt hart am Limit und siegen vor Max und Melanie Schmid; das Vater-Tochter-Team im Peugeot 306 muss sich den Otterbachs um 17 Sekunden geschlagen geben. Schmids früherer Co Daniel Scharf lotst Franz Negratschker im Golf mit der 1400-cm³-G-Lader-Maschine auf Klassenrang 3 vor Wolfgang Stopfer und Sabine Heinzel (Honda Civic), Gerrit Schmitt und Stefan Pfister (Opel Kadett) sowie Sebastian Lang und Meike Zettl (Ford Fiesta). Sven Hochwimmer, der maßgeblichen Anteil an der guten Organisation hat, setzt sich zwischendurch ans Lenkrad seines Astra und gewinnt mit Marco Hartung die Gruppe CTC vor den Brandenburger Gästen Andreas Rink und Steffen Sitz im Subaru Impreza. 

Einen Subaru-Sieg gibt es in der Gruppe G, die Kai-Uwe und Tamara Lutz mit einer knappen Minute Vorsprung vor Heinz Sagel und Marvin Pollmeier im Ford Focus gewinnen. Zu den weiteren Klassensiegern zählen Christopher Wackernagel und Steven Dietzsch (Peugeot 207 RC, F4) und Mirko Dulleck und Marcel Stauch (VW Polo, F6). 37 Teams sehen das Ziel der Rallye.

Unter den 25 Teams der Retro-Rallye kann Bernd Lutz seinen Vorjahressieg wiederholen. Mit Copilot Stefan Sawinsky setzt sich der Schwarzwälder im Golf 1 knapp durch gegen die Geschwister Martin und Carolin Bernhardt im Opel Manta B und das Vater-Sohn-Team Wolfgang und Fabian Michalsky in der Alfa Romeo Giulia. 

Ergebnis Rallye Fränkisches Weinland 

1. Rudi Reindl / Michael Ehrle Mitsubishi Evo 9 F1 20:48,9
2. John Macht / Felix Kießling Mitsubishi Evo 6 F1 +19,3
3. Patrik Dinkel / Hans-Peter Wollner Mitsubishi Evo 9 F1 +19,8
4. Bernd Michel / Bernd Hartbauer Subaru Impreza N16 F1 +24,7
5. Reinhard Honke / Melanie Kalinke  Mitsubishi Evo 9 F1 +35,9
6. Kai Otterbach / Nico Otterbach BMW 320is E30 F5 +54,4
7. Max Schmid / Melanie Schmid Peugeot 306 S16 F5 +1:11,5
8. Philip Schwarz / Andre Riedl Mitsubishi Evo 6 F1 +1:15,6
9. Franz Negratschker / Daniel Scharf VW Golf II G60 1.4 F5 +1:20,7
10. Wolfgang Stopfer / Sabine Heinzel Honda Civic R F5 +1:23,4