Thüringen-Rallye findet nicht statt

Mit einem mutigen Konzept überraschten die Macher der Thüringen-Rallye, doch trotz anfänglicher Euphorie hielt sich das Interesse der Fahrer in Grenzen. Nach einem schwachen Nennergebnis folgte die kurzfristige Absage der Veranstaltung.

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Mit einem mutigen Konzept überraschten die Macher der Thüringen-Rallye, doch trotz anfänglicher Euphorie hielt sich das Interesse der Fahrer in Grenzen. Nach einem schwachen Nennergebnis folgte die kurzfristige Absage der Veranstaltung.

Eine National-A-Rallye, die nicht am Tag, sondern in der Nacht stattfindet. Mit diesem Konzept überraschten die Macher der Thüringen-Rallye die Szene.

Nach dem überraschenden Rauswurf aus der Deutschen Rallye Meisterschaft wollte sich der MSC Pößneck mit diesem Schritt vom üblichen Schema absetzen und erntete im Vorfeld jede Menge Lob. Doch als es um die Nennungen ging, war das Interesse der Aktiven plötzlich gering. Zum ersten Nennungsschluss hatten sich gerade einmal 20 Fahrer angemeldet.

Die Konsequenz: Die Thüringen-Rallye, die vom 11. bis 12. Mai stattfinden sollte, wurde vom Veranstalter kurzfristig abgesagt. „Minimum 50, lieber 60 Teilnehmer, hätten wir schon gebraucht, um finanziell in der Lage sein zu können die Veranstaltung durchzuführen“ so MSC-CHef Marcus Thalmann. „Dies lässt für uns leider keinen anderen Entschluss zu, als die Thüringen Rallye in diesem Jahr absagen zu müssen. Wir bedauern diese Entwicklung sehr.“

In Pößneck rätselt man nun über die Gründe. „Vielleicht sind es auch die immer knapper werdenden Budgets der Rallyesportler, die auf Grund fehlender Sponsorengelder sich solch außergewöhnliche Rallyeeinsätze außerhalb ihres festen Saisonkalenders einfach nicht mehr leisten können“, meinte Thalmann. „Natürlich erhalten alle bislang angemeldeten Teams eine Erstattung des bereits gezahlten Nenngeldes.“

Der MSC Pößneck will sich nun zusammensetzen und überlegen, wie es mit der Thüringen Rallye perspektivisch in den kommenden Jahren weitergehen soll.