Westerwald-Rallye: Noller-Sieg bei Färber-Heimspiel

Bei der Westerwald-Rallye fahren zwei Mitsubishi-Teams der Konkurrenz auf und davon. Am Ende haben Rainer Noller und Sarah Hess die Nase vorn und gewinnen die Frühlingsrallye vor Frank Färber und Peter Schaaf.

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Bei der Westerwald-Rallye fahren zwei Mitsubishi-Teams der Konkurrenz auf und davon. Am Ende haben Rainer Noller und Sarah Hess die Nase vorn und gewinnen die Frühlingsrallye vor Frank Färber und Peter Schaaf.

68 Teams, darunter sechs aus dem Ausland, starten am Samstagmittag im Sportzentrum Altenkirchen zur 34. ADAC-Westerwald-Rallye. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad nehmen sie die zwei Sprints und den neuen Rundkurs in Angriff, die je zweimal auf Bestzeit zu durchfahren sind – insgesamt 31 km.

Rainer Noller und Frank Färber liefern sich im Westerwald ein Duell auf hohem Niveau. Noller legt einen seiner berühmten Blitzstarts hin und gewinnt den Auftaktsprint mit knapp zwei Sekunden Vorsprung gegen Färber, der die Westerwald-Rallye schon siebenmal gewonnen hat. Auch auf den beiden anderen Prüfungen der ersten Schleife kann er Färber jeweils zwei Sekunden abnehmen und erreicht die Halbzeitpause im Sporthotel Glockenturm mit sechs Sekunden Vorsprung. Im zweiten Umlauf baut Noller den Vorsprung auf WP 4 um weitere vier Sekunden aus; dann bäumt sich Färber noch einmal auf und erzielt auf WP 5 seine erste Bestzeit. Im Ziel freuen sich Rainer Noller und Sarah Hess über den Westerwald-Sieg, Frank Färber und Peter Schaaf werden mit zehn Sekunden Rückstand Zweite. „Frank war der erwartet starke Gegner“, so Noller, „ich musste vom ersten bis zum letzten Meter voll fahren.“

Noch spannender verläuft der Kampf um Platz 3 zwischen Helmut Beckmann im Evo 8, an dessen Seite seine Tochter Svenja ihr Rallye-Debüt feiert, und dem Rheinland-Pfalz-Vizemeister Dirk Krüger im BMW M3, dem diesmal Katharina Hampe das Gebetbuch vorliest. Erst liegt Beckmann vorn, dann zieht Krüger vorbei und sieht wie der sichere Dritte aus; doch auf dem abschließenden Rundkurs machen die Beckmanns noch neun Sekunden gut und schaffen den Sprung aufs Podium, während das BMW-Team immerhin als bestes Nicht-Allrad-Team die 3-Liter-Klasse gewinnt. Thomas Plum und Sabrina Goller sind im Evo 5 bestes CTC-Team auf Platz 5, gefolgt von Karlheinz und Edwin Braun im BMW M3, die erst im zweiten Umlauf richtig auf Touren kommen.

Um Platz 7 und 8 liefern sich Uwe Kriegeskotte und Erik Sindermann das angekündigte Duell, das nach drei „Führungswechseln“ schließlich Uwe Kriegeskotte und Peter Kroll im Impreza zu ihren Gunsten entscheiden. Allerdings kämpfen sie nicht um den Gruppe-G-Sieg, denn Erik Sindermann und Matthias Pätzold bringen statt des Gruppe-G-Megane einen Gruppe-F-Clio nach Altenkirchen, mit dem sie die 2-Liter-Klasse vor dem Fiesta der Lokalmatadoren Ralf Weller und Roman Schüler gewinnen. Die 1600-cm³-Klasse sichern sich Markus Drüge und Lisa Stengl im Suzuki Swift, während bei den Youngtimern – nach Ausfällen von Claus Aulenbacher, Heinz Jansen, Dirk Strauch und Darius Drzensla – die Holländer Justin Hendriks und Stefan Baer im Opel Ascona die Nase vorn haben.

50 der 68 gestarteten Fahrzeuge erreichen das Ziel. Ein heftiger Abflug eines belgischen Teams endet glücklicherweise mit nur leichten Verletzungen. Für die WP-Strecken, die sehr gute Organisation und das Rallyezentrum ernten die Organisatoren vom MSC Altenkirchen viel Lob von den Teilnehmern.

Ergebnis 34. Westerwald-Rallye

1. Rainer Noller / Sarah Hess Mitsubishi Evo 8 F1 19:13,9
2. Frank Färber / Peter Schaaf Mitsubishi Evo 8 F2 +10,4
3. Helmut Beckmann / S. Beckmann Mitsubishi Evo 8 F1 +53,8
4. Dirk Krüger / Katharina Hampe BMW M3 E36 F4 +54,3
5. Thomas Plum / Sabrina Göller Mitsubishi Evo 5 C18 +1:13,6
6. Karlheinz Braun / Edwin Braun BMW M3 E36 F2 +1:21,6
7. Uwe Kriegeskotte / Peter Kroll Subaru Impreza STI G8 +1:49,1
8. Erik Sindermann / Matthias Pätzold Renault Clio III RS F5 +1:51,5
9. Ralf Weller / Roman Schüler Ford Fiesta ST F5 +2:05,6
10. Stefan Petto / Selina Thomas Opel Corsa D OPC F4 +2:06,7
11. Michael Weiss / Jochen Rheinwalt Fiat 500 Abarth RC3 +2:14,9
12. Norbert Schneider / Andreas Hanz BMW M3 Compact F2 +2:26,5

GALERIE: Westerwald-Rallye

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