Rallyes an drei Fronten

Am Wochenende nach Ostern können die Rallye-Fans zwischen drei Veranstaltungen auswählen. Im mittelfränkischen Ellingen findet die Fürst-von-Wrede-Rallye statt, in Altenkirchen die Rallye Westerwald und am östlichen Stadtrand von Hamburg die Stormarn-Rallye.

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Am Wochenende nach Ostern können die Rallye-Fans zwischen drei Veranstaltungen auswählen. Im mittelfränkischen Ellingen findet die Fürst-von-Wrede-Rallye statt, in Altenkirchen die Rallye Westerwald und am östlichen Stadtrand von Hamburg die Stormarn-Rallye.

Mit 106 Nennungen verzeichnet die Fürst-von-Wrede-Rallye, zweiter Lauf zur Deutschen Amateur Meisterschaft, den größten Zuspruch an diesem voraussichtlich sonnigen Wochenende. Das Schloss in Ellingen, rund 40 km südlich von Nürnberg an der B2, steht im Mittelpunkt der 16. Fürst-von-Wrede-Rallye. Der „Ochsenstall“ in den Wirtschaftsgebäuden ist Schauplatz von Doku-Abnahme, Start, Ziel und Siegerehrung (Navi: 91792 Ellingen, Schloßstraße 19).

Das Konzept von 2017 mit einer Zwei-Tage-Rallye wird 2018 wiederholt. Am Freitagabend beginnt die Rallye um 20.00 Uhr mit dem Nacht-Rundkurs bei Massenbach, rund 8 km lang und mit 12% Schotter. Am Samstagmorgen steht zunächst die Besichtigung der beiden anderen WP-Strecken an. Ab 11 Uhr erfolgt dann der Re-Start, wenige Minuten später starten die Teams zur WP 2, die in den fürstlichen Wäldern am Schloss Sandsee bei Mischelbach läuft – rund 9 km lang und mit stolzen 75% Schotter. Die dritte Prüfung ist neu: Der Rundkurs „Schloss Syburg“ läuft auf Feldwegen bei Bergen, rund 10 km östlich von Ellingen; etwa die Hälfte der knapp 10 km langen Prüfung führt über losen Untergrund. Die zwei Prüfungen werden anschließend ein zweites Mal gefahren, so dass die WP-Länge bei insgesamt 45 km liegt.

Die dominierenden NAVC-Fahrer der letzten Jahre – Vorjahressieger Stefan Schulze im Subaru sowie Martin Breiler und Klaus-Jürgen Faust im Mitsubishi – bekommen starke Konkurrenz von den Evo-Piloten Andi Schwaiger, Stefan Stich und Uli Kübler, der hier schon zweimal gewinnen konnte. Doch als klarer Favorit kommt der Schweizer Urs Hunziker mit seinem Mini WRC nach Franken, mit dem er 2016 den letzten seiner drei Fürst-Wrede-Siege erzielte. Bei den zweiradgetriebenen Fahrzeugen will Andreas Gerst im BMW M3 E30 die NAVC-Spezialisten aufmischen. Mit 41 Meldungen ist die 2-Liter-Klasse enorm gut besetzt, Zorn-Sieger Christian Hossfeldt muss zehn Konkurrenten im Blick behalten. Erfreulicherweise wächst auch die NAVC-Gruppe 1 für die Serien-Autos wieder an, 26 Teams haben in den drei Hubraumklassen gemeldet. Mehr - wie der Info-Flyer und der Ellinger Ortsplan – unter www.mscjura.de

Ein gutes Nennergebnis verzeichnet auch die 34. ADAC-Westerwald-Rallye, zu der sich am Wochenende Fahrer und Zuschauer in Altenkirchen treffen. Alles andere als ein Mitsubishi-Sieg wäre eine Sensation: Rainer Noller führt das Feld an; ihm sitzen Lokalmatador Frank Färber und Michael Bieg im Nacken. 18 der 73 Teams kämpfen um Punkte für die Youngtimer-Rallye-Trophy. Das Duell um den Gruppe-G-Sieg zwischen Erik Sindermann im Renault Mégane und Uwe Kriegeskotte im Subaru dürfte reizvoll werden.

Zwei Sprints und ein Rundkurs sind zweimal zu durchfahren; das ergibt 31 WP-Kilometer, fast komplett aus Asphalt. Der Start erfolgt am Samstag ab 13 Uhr am Hotel Glockentrum (Navi: 57610 Altenkirchen, Am Sportzentrum 2), wo auch das Rallyezentrum untergebracht ist. Mehr unter www.msc-altenkirchen.de

Eine ebenso lange Tradition weist die ADAC-Stormarn-Rallye auf, die in diesem Jahr zum 35. Male ausgetragen wird. Dreh- und Angelpunkt ist seit Jahren der Ort Trittau im Osten Hamburgs, wo das Rallyezentrum bei Opel-Rohlf im Gewerbegebiet eingerichtet wird (Navi: 22946 Trittau, Bürgermeister-Hergenhan-Straße 2). Um 13 Uhr startent die Fahrzeuge zur ersten Schleife mit drei kurzen, aber kurvenreichen Asphalt-Sprints, die nach der Pause wiederholt werden. Zum Abschluss geht es dann zum Power-Rundkurs Stemwarde. Das ergibt 31 WP-Kilometer. Das Ziellokal befindet sich in Basthorst, rund 10 km südöstlich Trittau.

35 Nennungen liegen für die Rallye 35 vor. Lokalmatador Andreas Dahms (Porsche 911) muss sich die Favoritenrolle mit Martin Schütte (Evo 7) und Dennis Rostek (Evo10) teilen. Bei den Zweiradlern will Olaf Müller (Opel Adam R2) versuchen, die BMW M3 von Lars Tietjen und Holger Hey hinter sich zu lassen. Viel Spannung verspricht die 2-Liter-Klasse mit Steffi Zorn, Jens Brandes (beide Clio), Matthias Rathkamp (Fiesta) und Michael Meyer (VW Golf). Umrahmt wird die Rallye von einer Retro-Rallye, zu der sich 17 Teams angemeldet haben. Mehr unter www.msc-trittau.de