Wittenberg eröffnet ADMV-Rallye-Meisterschaft

Fünf Rallye-Serien und 15 Rallye-Veranstaltungen sind unter dem Dach der ADMV-Meisterschaften vereint. Am Wochenende fällt der Startschuss zum ADMV-Saison 2018 bei der 55. ADMV-Rallye Lutherstadt Wittenberg.

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Fünf Rallye-Serien und 15 Rallye-Veranstaltungen sind unter dem Dach der ADMV-Meisterschaften vereint. Am Wochenende fällt der Startschuss zum ADMV-Saison 2018 bei der 55. ADMV-Rallye Lutherstadt Wittenberg.

Vor einem Jahr wackelte die Traditionsveranstaltung, denn KFP-Pflicht und Gruppe-H-Aus – im Osten stellten die Trabant, Micra usw. einen hohen Anteil – sorgten für einen herben Einschnitt; nur 37 Teams rollten 2017 durch den Startbogen beim Luther-Denkmal, und nur eine von Wittenberg-begeisterten Fahrern ausgelöste Spendenaktion sicherte die Durchführung. 2018 hat sich die Situation gebessert: Statt 43 Nennungen für die Rallye 35 sind jetzt 60 Nennungen eingegangen, von denen allerdings einige wieder zurückgezogen haben, weil die Autos nicht fertig werden.

„In diese Saison starten wir mit einigem Optimismus“, sagt Remo Palm, der Chef der ADMV-Rallyekommission. „Unsere Meisterschaften waren schon immer offen für alle; das gilt für die Fahrer ebenso wie für die Veranstalter. Neben acht ADMV-Vereinen zählen fünf vom ADAC und je einer von AvD und DMV zu unseren Serien.“ Mit Förderprämien von mindestens 5.000 Euro sind die ADMV-Meisterschaft und der ADMV-Pokal (für Rallye 35/70) dotiert. 

Unter den 57 Teams, die auf der Startliste stehen, machen die Schotter-Cup-Spezialisten den Löwenanteil aus und stellen auch die Favoriten auf den Gesamtsieg. Vorjahressieger Dark Liebehenschel will mit eigenem Evo 7 den Erfolg wiederholen und wird – falls das Schotter-Fahrwerk nicht rechtzeitig eintrifft – in seinen Citroen C2 umsteigen. Volvo-Cup-Sieger Jeffrey Wiesner hofft noch auf ein Wittenberg-Wunder, nachdem das Evo-9-Getriebe auseinandergeflogen ist. Dennoch bleiben so viele Allrad-Turbos wie lange nicht mehr, die um die Podestplätze kämpfen wollen, darunter Raphael Ramonat, Rudi Weileder, DRC-Champion Ken Milde, Marc Bach, Sven Senglaub und der Pole Blazej Czekan (alle Mitsubishi) sowie Andreas Rink und der Schwede Jan Eriksson (Subaru). Nicht weniger als 18 Turbo-Allradler bilden den Schluss des „umgekehrt“ startenden Feldes.

Spannende Kämpfe versprechen aus die Gruppe-F-Klassen bis 2000 cm³ und bis 3000 cm³. Hier treffen die früheren Schotter-Cup-Gewinner Alois Scheidhammer (Astra TDI) und Alex Klemm (Ibiza TDI) auf vier Volvo und den BMW M3 von Rafael Klein. Die 2-Liter-Klasse wird ein Leckerbissen, denn Sebastian Vollak, im Vorjahr Gesamtvierter, muss die Angriffe von Thomas Schultz (Clio), Bernd Knüpfer (Astra) und neun anderen Konkurrenten abwehren.

Auch die beiden kleinen Klassen der Gruppe F sind komplett, bei den 1400-cm³-Autos u.a. mit vier Trabant, die das Feld anführen und erste Punkte für den ADMV-Trabant-Rallye-Cup sammeln wollen. Auch die Einheimischen sind 2018 wieder vertreten: Während 2017 nur ein Wittenberger Fahrer (Uwe Joachim im Polo) beim Heimspiel antrat, wollen diesmal sechs Teams mit WB-Kennzeichen zum Start rollen.

Frühling sorgt für zusätzlichen Anspruch

Der Start erfolgt am Samstag ab 12.30 Uhr mitten in Wittenberg auf dem Arsenalplatz, nur zwei Fußminuten von Rallyezentrum in der Exerzierhalle entfernt (Navi: 06886 Wittenberg, Lutherstraße 56; direkt an der B2). Die sechs Teams der Histo-Rallye fahren bereits eine halbe Stunde früher los. Die Strecke führt in zwei identischen Schleifen nach Norden ins Hügelland des Flämings mit jeweils zwei Start-Ziel-Prüfungen über 10 km und 7 km. Die WP-Strecken führen zu 85% (Navi: 06886 Wittenberg, Lutherstraße 56) über losen Untergrund, mal fester Schotter, mal sandiger Naturboden. Nach Schneefällen in den letzten Tagen wird zwar am Samstag Sonnenschein erwartet, doch in den schattigen Waldstücken rechnen die Organisatoren mit matschiger Oberfläche, die den Fahrern eine Menge abfordern wird.

Mehr unter www.msc-wittenberg.de und www.admv-rallye.de