Schotter-Cup – die Bayern kommen!

Nächste Woche startet der Schotter-Cup in seine fünfzehnte Saison. Schon jetzt liegen 52 Einschreibungen vor – ein deutlicher Aufschwung nach dem Rückgang 2017. Zwei Gruppen wachsen besonders kräftig: die Allradler – und die Bayern.

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Nächste Woche startet der Schotter-Cup in seine fünfzehnte Saison. Schon jetzt liegen 52 Einschreibungen vor – ein deutlicher Aufschwung nach dem Rückgang 2017. Zwei Gruppen wachsen besonders kräftig: die Allradler – und die Bayern.

Fahrer aus Bayern haben im Schotter-Cup früher schöne Erfolge gefeiert. Alois Scheidhammer gewann 2008 im Kadett GSi den Titel und wurde dreimal Vizemeister. Mit dem Astra Turbodiesel will Scheidhammer, zuletzt im österreichischen Corsa-Cup unterwegs, 2018 wieder auf losem Untergrund angreifen. Rudi Weileder errang 2006 und 2013 den zweiten Platz, jeweils im BMW 318is. Nachdem der Werkstattumbau fertig ist, will er mit seiner Frau Simone wieder eine komplette Saison bestreiten und hat dafür einen Mitsubishi Evo 8 gekauft.

Den Umstieg von BMW auf Mitsubishi hat auch Werner Müller aus dem fränkischen Diepersdorf fest geplant; der amtierende 318is-Cup-Sieger beginnt die Saison noch im vertrauten 318, wird aber so bald wie möglich in einen Evo 6 wechseln. Mit Stefan Bretzner im Peugeot 306 und Martin Hartmann, 2017 Zehnter der Cup-Wertung, im Allrad-Suzuki 1300 nehmen zwei weitere Südbayern teil, aus dem Norden des Freistaats wird Michael Dinkel erwartet, der nach zwei Jahren Pause seinen Evo 7 wieder aus der Garage holt. Sein Sohn Patrik plant zumindest einzelne Einsätze im Evo 9. 

Wie bei den Bayern ist auch insgesamt ein kräftiger Zuwachs bei den Allrad-Fahrzeugen der Schotter-Cup-Kategorie 3 zu verzeichnen. Raphael Ramonat erzielte 2017 fünf Siege in der Kategorie und wurde Vierter in der Cup-Wertung. 2018 wird die Konkurrenz sehr viel härter: Außer den genannten Bayern peilen auch Martin Christ im Evo 9 (Comeback nach einem Jahr Pause) und Dark Liebehenschel, der zurzeit einen Evo 7 aufbaut, den obersten Platz auf dem Treppchen an.

Jeffrey Wiesner, Dritter im letzten Jahr, wird bei den ersten beiden Läufen ebenfalls einen Evo 9 einsetzen; danach soll sein Gruppe-F-Volvo 940 mit rund 200 PS einsatzbereit sein. Während die finnischen Senioren Jaakko Keskinen und Jari Latvala (komplette Saison in der Histo-Europameisterschaft) 2018 höchstens einmal nach Deutschland kommen wollen, wird Petri Reinikainen mit seinem Evo 9 drei- bis viermal an den Start gehen. Erstmals wird auch schwedisch gesprochen: Jan Eriksson, der 18-jährige Sohn des Rallycrossers Magnus Eriksson, fährt im Subaru Impreza seine Debüt-Saison. Starke Fahrer aus Deutschlands Osten mischen ebenfalls mit: Andreas Rink im Subaru, Ken Milde sowie Marc Bach im Evo 8 und Sven Senglaub im Evo 6 sind für vordere Plätze immer gut. 

Die Titelverteidiger Sebastian Vollak und Peter Messerschmidt werden auch in diesem Jahr als Favoriten hoch gehandelt. Ihr BMW 318 Compact wurde über Winter in Details verbessert. Doch in der 2-Liter-Klasse der Gruppe F müssen sie mit Björn Becker (Audi 90 Quattro mit neuer 2000-cm²-Maschine) und Clio-Pilot Thomas Schultz aufpassen. In der Kategorie 2 der Hecktriebler sollten sie die „Quertreiber“ Werner Löseke und Patrick Rodewald mit ihren Volvo 940 im Auge behalten und später natürlich Jeffrey Wiesner. Der Volvo-Original-Cup hat alle Schotter-Cup-Läufe im Programm, der 318is-Cup kommt fünfmal dazu. 

Die Schotter-Cup-Kategorie 1 ist den Fronttrieblern vorbehalten. Die amtierenden Vizemeister Thomas und Melanie Schultz greifen erneut mit ihrem Renault Clio III an. Harte Konkurrenz bekommen sie von Alois Scheidhammer und Bernd Knüpfer im Astra GSi und – vielleicht – dem Thüringer Schotter-Einsteiger Hannes Arndt im Ford Fiesta. Das Wertungssystem erlaubt aber auch den „Kleinen“ mitzumischen wie Uwe Joachim und Hannes Heldt mit ihren Polo 1600 oder Jan Rößner im Suzuki Swift 1300.

Neun Läufe umfasst der Schotter-Cup-Kalender 2018. Nach dem Auftakt in Wittenberg am 24. März folgen am 14. April die Nordhäuser Roland-Rallye – mit neuen glatten Schotterprüfungen ideal zum „Reinschnuppern“ - sowie am Pfingstsamstag das Gastspiel in Niederbayern mit der Emmersdorfer Baron-von-Aretin-Rallye. Das Finale steigt schließlich am ersten November-Wochenende in der Lausitz. Dank Sponsor HD gibt es Prämien von 5000 Euro, davon 1000 Euro für Junioren und Einsteiger. Und als Neuerung wird bei sieben Läufen auch der Histo-Schotter-Cup als Gleichmäßigkeitsprüfung für historische - also mindestens 20 Jahre alte - Fahrzeuge ausgetragen.

Mehr unter www.schotter-cup.de