Zwei Mal Rallye 70: Havelland und Nibelungenring

Beide Rallyes zählen zum DMSB Rallye Cup – aber sonst unterscheiden sie sich deutlich. Die Havelland-Rallye im topfebenen Berliner Umland führt über Schotter-, Platten- und Naturwege; die große Mehrzahl der Teams kämpft um Punkte im Schotter-Cup und in den ADMV-Meisterschaften. Bei der Nibelungenring-Rallye geht es im Odenwald ständig bergauf und bergab, Punkte für den Baden-Württemberg-Franken-Pokal locken die Fahrer auf die kurvenreichen Asphaltstraßen und –wege.

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Beide Rallyes zählen zum DMSB Rallye Cup – aber sonst unterscheiden sie sich deutlich. Die Havelland-Rallye im topfebenen Berliner Umland führt über Schotter-, Platten- und Naturwege; die große Mehrzahl der Teams kämpft um Punkte im Schotter-Cup und in den ADMV-Meisterschaften. Bei der Nibelungenring-Rallye geht es im Odenwald ständig bergauf und bergab, Punkte für den Baden-Württemberg-Franken-Pokal locken die Fahrer auf die kurvenreichen Asphaltstraßen und –wege.

Dreh- und Angelpunkt der 45. ADAC/PRS Havelland-Rallye ist „Jakobs Hof“, ein Spargelhof mit Restaurant, Festhalle und riesigen Parkflächen am Ortsrand von Beelitz, direkt an der B 2 Berlin-Wittenberg gelegen (Navi: 14547 Beelitz, Kähnsdorfer Weg 1). Hier befindet sich der Info-Punkt für Zuschauer mit Programmverkauf, hier ist der Schauplatz für Abnahme, Start, Halbzeitpause, Ziel und Siegerehrung. Die Strecke führt in südwestliche Richtung mit zwei Start-Ziel-Prüfungen und dem Rundkurs Brück. Interessante Punkte mit Beschallung erwarten die Zuschauer beim Flug über den Bahndamm bei Brück (ab 13.00 Uhr) und beim Show-Start in Deutsch Bork (ab 12.10 Uhr) und an gleicher Stelle beim „Häuserkampf“ auf der letzten Prüfung (ab 17.15 Uhr). Insgesamt sind sieben Prüfungen über 63 Kilometer zu absolvieren. Der offizielle „Schotter“-Anteil (Schotter, Sand, Gras, Holzbohlen) von 56% dürfte auf den nach tagelangem Regen rutschigen Betonplattenwegen auf gefühlte 75% anwachsen.

51 Teams haben sich für die Rallye 70 angemeldet, weitere zehn für die Histo-Rallye. Bei den zweiradgetriebenen Fahrzeugen startet Schotter-Cup-Spitzenreiter Sebastian Vollak im Compact-BMW als Favorit; in seinem Windschatten kämpfen Jeffrey Wiesner (Volvo 940), Nick Heilborn (BMW M3), Thomas Schultz, Stephan Dammaschke (beide Clio), Bernd Knüpfer (Opel Astra) und sein Bruder Dirk Knüpfer (Citroen C2) um Punkte und Pokale. Den Gesamtsieg werden die Allradler, die am Schluss des Feldes starten, unter sich ausmachen. Favorit Raphael Ramonat trifft auf seine Mitsubishi-Kollegen Ken Milde, Mario Czok, Petri Reinikainen aus Finnland und Vorjahressieger Sven Senglaub. Mehr Informationen unter www.prs-berlin.de 

Genau 100 Nennungen – 54 bei der Rallye 70 und 46 - bei der Retro-Rallye - stehen auf den Nibelungen-Startlisten. Die Veranstaltergemeinschaft kann in diesem Jahr ein Doppel-Jubiläum feiern – mit der 50. ADAC-Nibelungenring-Rallye als Rallye 70 und der der 10. ADAC-Historic-Nibelungenring-Rallye als Retro-GLP. Die Rallye-Regionen Hessen und Baden-Württemberg treffen im Odenwald aufeinander. Angeführt wird das Feld vom Schwaben Rainer Noller, gefolgt vom Hessen Jörg Schuhej (beide Evo 9) und vom Lokalmatador Björn Satorius im Subaru Impreza. Weitere Fahrer mit Hoffnungen auf einen Podestplatz sind Markus Löffelhardt im BMW M3 und Peter Scharmach im Evo 8. Bei den 2-Liter-Autos kommt es zum Vater-Sohn-Duell zwischen Fritz Köhler und Sven Kress. 

Das Rallyezentrum wird in der Peter-Heckmann-Halle im Ortsteil Affolterbach der Gemeinde Wald-Michelbach eingerichtet (Navi: 69483 Wald-Michelbach, Bahnstraße 30). Das erste Fahrzeug begibt sich um 11.45 Uhr auf die erste der zwei Schleifen durch den Odenwald mit jeweils zwei Sprints und zwei Rundkursen. Von den 55 WP-Kilometern führen 47 km über Asphalt und 8 km über Schotter. Gegen 17.25 Uhr wird das erste Fahrzeug im Ziel am Rallyezentrum erwartet. Vorverkaufsstellen für das Programmheft und mehr Informationen unter www.nibelungenring-rallye.de