Lausitz-Rallye: Umbruch zum Jubiläum

Vom 2.-4. November steigt die ADMV Lausitz-Rallye zum nunmehr 20. Mal und erfindet sich für das runde Jubiläum neu: Zum ersten Mal kehren die Teilnehmer der Historischen Europameisterschaft in der Oberlausitz ein, zudem wurden Servicepark, Parc Fermé und Rallyezentrum verlegt.

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Vom 2.-4. November steigt die ADMV Lausitz-Rallye zum nunmehr 20. Mal und erfindet sich für das runde Jubiläum neu: Zum ersten Mal kehren die Teilnehmer der Historischen Europameisterschaft in der Oberlausitz ein, zudem wurden Servicepark, Parc Fermé und Rallyezentrum verlegt.

Während so manche Rallye Jahr für Jahr dieselben Strecken nutzt, ist bei der ADMV Lausitz-Rallye der Wandel die größte Konstante. Das liegt schon in der Natur der Sache, steigt das Schotter-Festival doch in den sich ständig ändernden Tagebaugebieten der Oberlausitz.

Für 2017 ist der Umbruch von Deutschlands größter Schotterrallye jedoch besonders groß. Da die Lausitz Energie AG (LEAG) die Anlagen aufgibt, in dem sich bislang der Servicepark der Rallye befand, muss der veranstaltende Rallye-Renn- und Wassersport-Club Lausitz, kurz RRWC, umziehen.

Das Rallyezentrum wird in der Touristen-Information am Bärwalder See beheimatet sein. Dort sollte ursprünglich auch der Servicepark sein neues Zuhause finden, doch daraus wurde nichts und so werden die Mechaniker ihre Zelte am Spreeschlösschen auf der Spreeinsel in Uhyst aufschlagen. Dort finden am Freitag ab 15:30 Uhr sowie am Samstag ab ca. 18:00 Uhr auch Start und Ziel statt. Der Showstart auf dem Boulevard in Weißwasser entfällt aus Zeitgründen, einzig die Siegerehrung findet noch in Weißwasser statt, und zwar im Kiez am Braunsteich.

Das Herzstück bleiben die ultraschnellen Schotterpisten in und um die Tagebaugebiete. So werden die Strecken des Klassikers Reichwalde im Rahmen der WP „Kringelsdorf“ gefahren und die „Lausitz Arena“ ist jetzt wieder gut zugänglich. Auch auf die Kritik an der Prüfung Bärwalder See, die letztes Jahr über asphaltierte Radwege führte, hat das Team um Wolfgang Rasper reagiert und die Prüfung stark umgebaut. Dadurch erhöht sich der Schotteranteil von 71 auf 81 Prozent. Insgesamt stehen 167 WP-Kilometer auf dem Programm.

Zu den Top-Favoriten auf den Sieg zählen auch in diesem Jahr die Vorjahressieger Matthias Kahle und Christian Doerr im teameigenen Skoda Fabia R5, für die die Lausitz-Rallye das Saisonhighlight darstellt. Schon jetzt haben sich vier ausländische R5-Teams angemeldet, um die Lokalmatadore herauszufordern, darunter Daniel Chwist (Hyundai) und Jiri Tosovsky (Skoda). Wer sich sonst noch alles mit dem siebenfachen Deutschen Rallye-Meister misst, steht erst nach dem Nennschluss am 23. Oktober fest.

Auch auf das Starterfeld der FIA European Historic Sporting Rally Championship wird man noch warten müssen. Hier kämpfen Volvo Amazon, Ford Escort, Porsche 911, Opel Ascona und Lancia Delta in vier Altersklassen erstmals in der Lausitz um EM-Punkte und sollen so den Verlust der Gruppe-H-Autos auffangen.