Punktejagd zwischen Harz und Elbe

Die Saison 2017 kommt in die Phase der Titelentscheidungen. Bei der Rallye Niedersachsen kann schon die vorzeitige Entscheidung in der Deutschen Meisterschaft fallen, bei der Rallye Bad Schmiedeberg kämpfen die Teams um Punkte für den DMSB-Rallye-Cup, den Schotter-Cup und die ADMV-Meisterschaften.

Die Saison 2017 kommt in die Phase der Titelentscheidungen. Bei der Rallye Niedersachsen kann schon die vorzeitige Entscheidung in der Deutschen Meisterschaft fallen, bei der Rallye Bad Schmiedeberg kämpfen die Teams um Punkte für den DMSB-Rallye-Cup, den Schotter-Cup und die ADMV-Meisterschaften.

12. ADAC Rallye Niedersachsen

Rund um die Fachwerkstadt Osterode am Harz findet der vorletzte Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft statt. Bereits am Donnerstag dröhnen beim Shakedown bei Eisdorf ab 17.30 Uhr die Motoren. Das Rallye- und Servicezentrum bleibt auf dem Festplatz „Bleichestelle“ (Navi: 37250 Osterode, Scheerenberger Straße 30) an der Kreuzung der Bundesstraßen B241 und B498. Der Start erfolgt am Freitag um 18.20 Uhr vor dem Rathaus – nur fünf Fußminuten entfernt – in der historischen Altstadt, anschließend folgt eine kurze Abendetappe mit einem 5-km-Sprint bei Hattorf und drei Runden in Ührde. 

Die Samstagetappe beginnt bereits um 7.30 Uhr und enthält zwölf Wertungsprüfungen auf den Asphalt-Feldwegen im leicht hügeligen Harzvorland. Die Gesamtlänge beträgt 131 Kilometer, davon zwei Kilometer über Schotter. Zwar tauchen neun verschiedene WP-Namen auf, doch im Grunde wird die Rallye nur auf fünf Arealen – mit wechselnder Länge oder mit Varianten – ausgetragen. Ab 18.40 Uhr werden die Teams zum Zieleinlauf vor dem Rathaus Osterode erwartet. Mehr unter www.rallye-niedersachsen.de; hier kann auch das Programmheft heruntergeladen werden. 

Mit 42 Nennungen – dazu kommen 21 angemeldete Opel Adam – erlebt die Rallye Niedersachsen das kleinste Feld der DRM-Saison. Auch die Zahl der R5-Autos liegt mit vier Nennungen weit unter dem Saisonstart mit neun R5-Fahrzeugen. Immerhin dürften sich die vier Top-Fahrer Fabian Kreim, Dominik Dinkel (beide Skoda Fabia), René Mandel (Hyundai i20) und Emil Bergkvist (Peugeot 208) einen spannenden Kampf um den Sieg liefern. Ruben Zeltners DRM-Debüt mit dem neu aufgebauten Porsche 996 GT3 wird auf den Prüfungen mit zahllosen 90-Grad-Ecken kaum zum Erfolg reichen, aber die Zuschauer werden ihre Freude am Porsche haben.

12. ADMV Rallye Kurstadt Bad Schmiedeberg

Die 8.000-Seelen-Stadt Bad Schmiedeberg liegt direkt an der Grenze der Bundesländer Sachsen-Anhalt und Sachsen, zwischen Wittenberg und Torgau. Zwischen Elbe und Dübener Heide findet die 12. Ausgabe der Kurstadt-Rallye statt, die sich von einer Asphaltrallye zu einer Mischrallye gewandelt hat: Zwei Prüfungen führen vorwiegend über Schotter- und Sandwege, zwei Prüfungen ausschließlich über Asphalt. Die Rallye 70 weist 68 WP-Kilometer auf, der Schotteranteil beträgt 43%. 

Die wichtigste Neuerung betrifft das Rallyezentrum, das aus Bad Schmiedeberg umzieht in das Dorf Meuro, rund acht Kilometer westlich an der Straße nach Wittenberg (Navi: 06905 Bad Schmiedeberg, Meuro 49). Das Rallyebüro wird in der Gemeindeverwaltung eingerichtet, das Festzelt auf einer großen Wiese aufgestellt, die auch Platz für alle Fahrzeuge, Hänger, Zelte und Wohnmobile bietet. Der Start erfolgt ab 12.30 Uhr wie gewohnt vor dem Kurhaus in der Schmiedeberger Innenstadt, wo die Fans auch gegen 18.15 die Zielankunft miterleben können. Der Stadtteil Pretzsch an der Elbe ist ab 14.45 Uhr Schauplatz von Regrouping und Reifenmontagezone. Besonders interessant für die ganze Familie ist die „Zuschauerwiese“ im Stadtteil Patzschwig: Ab 11 Uhr gibt es Ausstellungen von historischen und aktuellen Fahrzeugen, Demonstrationsfahrten und das Treffen der früheren DDR-Meisterfahrer, ab 13 Uhr dann zwei Durchgänge (WP 2+6) auf dem schnellen Rundkurs.

Mit 68 Nennungen für die Rallye 70 und 14 Nennungen für die Histo-Rallye ist der Veranstalter zufrieden. Die Nummer 1 trägt der finnische Spitzenfahrer Jukka Ketomäki, der mit seiner einheimischen Copilotin Kerstin Munkwitz versuchen wird, zum sechsten Male in Folge den Gesamtsieg einzufahren. Als härtester Gegner gelten der Grünhain-Sieger Raphael Ramonat und der Finne Petri Reinikainen, die wie Ketomäki auf Mitsubishi starten. Spannung herrscht bei den Zweiradlern, denn der Schotter-Cup-Spitzenreiter Sebastian Vollak (BMW 318 Compact) trifft auf Wedemark-Sieger Dark Liebehenschel, der diesmal mit seinem Citroen C2 R2 antritt. Mehr unter www.rallye-bad-schmiedeberg.de