Breiler gewinnt Regenschlacht in Ulm

Regenschlacht bei der 18. Rallye Ulm - Martin Breiler und Katrin Rost fuhren im seriennahen Mitsubishi Lancer Evo X der Konkurrenz mit 41,2 Sekunden Vorsprung auf und davon.

Regenschlacht bei der 18. Rallye Ulm - Martin Breiler und Katrin Rost fuhren im seriennahen Mitsubishi Lancer Evo X der Konkurrenz mit 41,2 Sekunden Vorsprung auf und davon.

Pünktlich zur Veranstaltung wechselte das Frühlingswetter von Sonnenschein und milden Temperaturen auf Dauerregen mit Sturmböen, dazu purzelte die Temperatur in den Keller. Der Ulmer Motorsport Club bot die aus den Vorjahren bekannten Wertungsprüfungen über 35 Kilometer auf Bestzeit an. Das Starterfeld präsentierte sich mit 62 Teilnehmern sowohl quantitativ, als auch qualitativ gut besetzt. Im Anschluss an das Hauptfeld der Rallye35 folgten 39 Fahrzeuge in zwei Sollzeitwertungen innerhalb der Retro Rallye Serie Süd (27) bzw. des Historic Rallye Cup (12). Eine gewohnt gute und hilfsbereite Organisation mit pünktlichem Ablauf und kurzen Verbindungskilometern sorgten für eine super Stimmung trotz der widrigen Witterungsverhältnisse. Dazu gab es eine extrem geringe Ausfallquote von unter zehn Prozent. Einziger Kritikpunkt war das Auflaufen einiger Teilnehmer innerhalb der Rundkurse.

Von Beginn an übernahmen Martin Breiler und Katrin Rost im Gruppe G Mitsubishi das Zepter und setzten sich kontinuierlich von ihren Mitstreitern ab. „Wir haben mit unserem Continental Regenreifen heute die richtige Wahl getroffen“, erklärte Martin Breiler, der nach einer lupenreinen Fahrt seinen ersten Gesamtsieg einfuhr. Oliver Bliss / Hans-Peter Loth (+41,2), Uli Kübler/Armin Seeger (+58,0) und John Macht/Felix Kießling (+1:12,3) folgten mit ihren Gruppe F – Mitsubishis auf den Rängen. Bei abtrocknenden Bedingungen setzten letztgenannte auf der Abschlussprüfung die Bestzeit, haderten zuvor wie viele andere Favoriten mit Traktionsproblemen. Die Vorjahressieger Rainer Noller und Tanja Schlicht schieden mit einem Differentialschaden bereits nach WP 1 aus.

Steffen Schmid feierte nach einer fast zweijährigen Rallyepause mit Anna-Carin Föhner im Citroën C2 R2 Max ein tolles Comeback und fuhr als schnellster 2WD-Pilot auf einen beeindruckenden fünften Gesamtrang. Dahinter hatte Jochen Baumhauer mit Tobias Glatzel im Audi TT RS alle Hände voll zu tun, den Wagen mit Trockenreifen auf der Straße zu halten. Nur 0,3 Sekunden dahinter erreichten die hoch motivierten Youngster Patrik Dinkel und Lisa Kuhn in einem weiteren Mitsubishi das Ziel.

Für Hochspannung sorgte einmal mehr der Kampf um den Sieg in der Klasse F5. Letztlich setzten sich Alexander Kopp und Michaela Schober im Peugeot 206 RC gegen Fritz Köhler/Petra Hägele im BMW 320i durch. Jochen Vollmer/Sarah Hess lagen in der ersten Schleife mit ihrem Opel Astra vorne und freuten sich dennoch über Platz drei in der Endabrechnung. Auch in der schwächeren Klasse F6 wurde hart gekämpft bis zum Zieleinlauf – hier siegten Silvio und Silke Huß im Honda CRX vor Ernst-Georg Reimann und Nadja Hilsenbeck im Ford Fiesta.

Viele talentierte Junioren machten mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam: Nach seinem fulminanten Sieg in der Citroën Racing Trophy (R1) startet Tobias Just fortan im Suzuki Swift in der Deutschen Rallye Meisterschaft. Beim Testlauf fuhr der Youngster mit Copilotin Madeleine Steinbach auf den 27. Gesamtrang. In den kleinen seriennahen Gruppen setzten sich Sven Glass / Celina Hieber auf Opel Corsa GSI (G11) und Marcel Schumacher / Jannik Wagner im BMW 318is (G10) gegen die Konkurrenz durch. Marius Breiler / Andreas Kramer feierten den Sieg im VW Golf 2 Cup – der kostengünstigen Meisterschaft für Rallyesport Einsteiger.

In der Sollzeitwertung der Retro Rallye Serie Süd siegten Thomas und Nico Meyer im Opel Manta B vor den beiden BMW-Paarungen Udo Wagner/Sebastian Kurz und Klaus Raschig/Bettina Scheffczyk. Werner Mayer verpasste mit Frank Huber im Opel Kadett C GTE um 0.09 Sekunden das Podium. In der Wertung zum Historic Rallye Cup gab es einen Schweizer Doppelsieg. Gustavo Farias / Rocio Pintos setzten sich im spektakulären Renault 5 Turbo gegen Daniele/Alessandro Gatani im wunderschönen Porsche 911 durch. Michael Szönyi und Manuela Wulf eroberten im Fiat Panda das Podium. 

Ergebnis 18. Rallye Ulm 2017

01. Breiler Martin / Rost Katrin Mitsubishi Lancer Evo X 24:35,6
02. Bliss Oliver / Loth Hans-Peter Mitsubishi Lancer Evo VI +41,2
03. Kübler Ulrich / Seeger Armin Mitsubishi Lander Evo VIII +58,0
04. Macht John / Kießling Felix Mitsubishi Lancer Evo VI + 1:12,3
05. Schmid Steffen / Föhner Anna-Carin Citroen C2 R2 Max + 1:12,4
06. Baumhauer Jochen / Glatzel Tobias Audi TT RS + 1:17,7
07. Dinkel Patrik / Kuhn Lisa Mitsubishi Lancer Evo IX RS + 1:18,0
08. Kopp Alexander / Schober Michaela Peugeot 206 RC + 1:23,7
09. Köhler Fritz / Hägele Petra BMW 320i + 1:31,4
10. Schulz Melanie / Holzer Nicole Citroen DS3 R3T Max + 1:33,0

Ergebnis 4. Historic Rallye Ulm (Retro Rallye Serie)

01. Meyer Thomas / Meyer Nico Opel Manta B 0,97
02. Wagner Udo / Kurz Sebastian BMW E36 325i 1,02
03. Raschig Klaus / Scheffczyk Bettina BMW 1802 ti 1,41
04. Mayer Werner / Huber Frank Opel Kadett C GTE 1,52
05. Birnbreier Max / Birnbreier Timo Toyota Celica 1,54

Ergebnis 4. Historic Rallye Ulm (Historic Rallye Cup)

01. Farias Gustavo / Pintos Rocio Renault 5 Turbo Gr.4 2
02. Gatani Daniele / Gatani Alessandro Porsche 911 SC Gr.4 2,05
03. Szönyi Michael / Wulf, Manuela Fiat Panda 2,21
04. Edelijn Han / Rijn van, Sander MG B 2,95
05. Bruß, Marco / Fritz, Uwe Fiat 131 2,95