Rallye News

Cup-Führung für Schmidt

Der zweite Lauf zum Matador-Schotter-Cup läuft in den ehemaligen Braunkohle-Tagebauen rund um die südbrandenburgische Stadt Senftenberg.

<strong>QUERTRIEB:</strong> Andreas Gerst gewinnt die Division 1

Die Besetzung bei der 4. ADAC/PRS-Gravellandrallye ist mit 116 Startern noch besser als beim Schotter-Cup-Auftakt in Wittenberg. Die rot-weiß-schwarzen Matador-Aufkleber prägen das Bild, denn nicht weniger als 57 Teams wollen Punkte für den Matador-Schotter-Cup sammeln. Mittlerweile ist die Zahl der Einschreibungen auf 66 angewachsen.

 

?Mit dieser Menge haben wir nicht gerechnet?, freut sich Cup-Chef Alfred Gorny, ?Es zeigt aber ganz klar, dass unsere Konzeption richtungsweisend ist: Erstens haben auch kostengünstige Autos eine Chance, zweitens macht Driften auf Schotter mehr Spaß als auf Asphalt eine gerade Linie zu fahren.?

 

Den Sieg im ?Gravelland? machen zwei Teams unter sich aus, die beide die neuen Schotter-Reifen von Matador aufgezogen haben. Nach einem spannenden Zweikampf mit Olaf Dobberkau holt sich Frank Richert den dritten Sieg in Folge bei der Gravellandrallye. Im Ziel haben die Richerts im roten Ford Escort einen knappen Vorsprung von 8 Sekunden und sorgen ? nach Dobberkaus Sieg in Wittenberg ? für den Gleichstand im Duell der Schotter-Cup-Giganten. Mit klarem Rückstand auf die Spitze sichert sich Wolfgang Meierholz im Gruppe-N-Lancer den dritten Rang, nachdem seine Gegner Rudi Reindl (Toyota, Ausfall nach WP 4) und Dirk Klemund (Subaru, defekter Stoßdämpfer) schwächeln. Die Spitze ist natürlich mit Allrad-Fahrzeugen aus der Division 3 unterwegs.

 

In der Division 1 der seriennahen Fahrzeuge mit einer Achse legt die BMW-318-Spitzengruppe ein höheres Tempo vor als die Schnellsten des Volvo-Original-Cups. Die BMW sorgen für den üblichen knallharten Fight untereinander. Die beiden Cup-Chefs Andreas Gerst und Thomas Kleinwächter fahren fast die gleichen Zeiten, doch Gerst ist auf der WP 1 sofort voll da und verteidigt seinen Vorsprung bis ins Ziel. Wittenberg-Sieger Patrick Schmidt verzeichnet seinen üblichen kleinen Ausritt, der Bayer Rudi Weileder stöhnt über die schnellen Pisten, und Sven Hasselbach kollidiert in der WP 2 mit einem Reh, was dem Kördorfer rund 9 Sekunden kostet.

 

Bei den Volvos diktiert Holger Knöbel im 740er das Tempo bis zur Halbzeit; dann reißt er sich bei einem Ausritt ein Rad ab. Jochen Walther nimmt die Chance wahr und treibt seinen weißen 240er zum Klassensieg. Bei den ?Kleinen? bestimmen Jörg Janasik im Ford Puma und Rudi Macht im VW Polo das Tempo. Als an Janasiks gelber Katze in WP 5 ? er liegt mit 12 Sekunden vorn - die Antriebswelle bricht, kommt der von Elektronikproblemen geplagte Macht doch noch zum Klassensieg.

 

Ein abgerissenes Rad am Kadett von Alois Scheidhammer und ein Getriebeschaden am Golf von Sigi Damm erleichtern dem Thüringer Golf-Treter Heiko Scholz den Sieg in der Division 2 für Gruppe-H-Autos mit einer angetriebenen Achse. Bei den 1600ern schafft Alex Hofmann im Mitsubishi (Baujahr 78) trotz eines Ausflugs in den Tiefsand noch Platz 2 und holt die meisten Cup-Punkte. Erfolgreicher kämpft der Sachse Markus Puschmann, der mit dem Nissan Micra die 1300-cm³-Klasse gewinnt und Platz 2 vor Corsa-Treter Enrico Fischer in der Division 2 belegt.

 

Bei den Newcomern führt Rudi Weileder vor Mirco Path, Jeffrey Wiesner, Klaus Schwantes und Ronny Meischner. Besonders erfreulich ist die starke Leistung der Junioren, denn Patrick Schmidt (25), Mirco Path (20) und Jeffrey Wiesner (24) liegen in der Gesamt-Spitzengruppe, die Neueinsteiger Thomas Robel (20) und Johannes Heldt (24) noch in der ersten Hälfte. Anja Frese und Monika Zaleski führen im Volvo den Ladies Cup an, die Sonderwertung bis 1400 cm³ sieht Markus Puschmann vorn. Die Tabelle der ERGO! Zeitenjagd führt Meierholz mit 21 Bestzeiten an vor Dobberkau (17), Schwantes (16), Wiesner (12) und Janasik (10).

 

Division 1 (30 Starter):

1. Gerst/Ziegler, BMW 318is, N3; 2. Kleinwächter/Müller, BMW 318is, N3; 3. Hasselbach/Meyer, BMW 318is, N3; 4. Schmidt/Schmidt, BMW 318is, N3; 5. Weileder/Weileder, BMW 318is, N3; 6. Walther/Lehmann, Volvo 242, N4; 7. Drews/Waldmann, BMW 318is, N3; 8. Lanzke/Schulze, Ford Escort, N3; 9. Künkel/Eichenauer, VW Golf G60, G19; 10. Henrich/Dohms, Volvo 242, N4.

 

Division 2 (13 Starter):

1. Scholz/Karpa, VW Golf, H13; 2. Puschmann/Heuer, Nissan Micra, H11; 3. Fischer/Grünert, Opel Corsa, H11; 4. Hofmann/Bosse, Mitsubishi Lancer, H12; 5. Winkel/Freese, BMW 325, H14; 6. Gerntke/Gertke, Nissan Micra, H11.

 

Division 3 (14 Starter):

1. Richert/Plischkaner, Ford Escort Cosworth, H15; 2. Dobberkau/Hinneberg, Mitsubishi Lancer, H15; 3. Meierholz/Schumann, Mitsubishi Lancer, N5; 4. Klemund/Wichura, Subaru Impreza STI, N5; 12. Kuhlmann/Schröder, Mitsubishi Lancer, N5; 6. Schwantes/Schwantes, Subaru Legacy, G19.

 

Zwischenstand im Matador-Schotter-Cup: 1. Schmidt 1821, 2. Hasselbach 1817, 3. Walther 1812, 4. Kleinwächter 1769, 5. Meierholz 1749, 6. Dobberkau 1730, 7. Macht 1728, 8. Weileder 1699, 9. Path 1689, 10. Richert 1652, 11. Puschmann 1651, 12. Böhm 1607, 13. Wiesner 1593, 14. Schwantes 1495, 15. Lanzke 1487.

 

Nächster Lauf: Mönchshof-Rallye Bayreuth am 27. Mai.

 

Alle Tabellen vom Matador-Schotter-Cup unter [URL]www.schotter-cup.de[/URL] im Internet.

« zurück