Rallye Türkei

Skoda baut WRC2 Pro-Meisterschaftsführung aus

Trotz Reifenpech am Samstag beendete das Skoda Werksteam Jan Kopecký und Pavel Dresler die Rallye Türkei Marmaris auf Rang zwei in der WRC2 Pro-Kategorie. Ihre Teamkollegen Kalle Rovanperä und Beifahrer Jonne Halttunen waren nach Reifenschäden am Freitag ausgefallen und gingen am Samstag wieder an den Start. Sie beendeten die Rallye am Sonntag auf der dritten Position in der WRC2 Pro-Kategorie.

Die Rallye Türkei Marmaris wurde ihrem Ruf als wohl härteste Schotter-Rallye im Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft 2019 vollauf gerecht. 17 Prüfungen über zusammen 309,86 Kilometer über Schotter und Geröll – abgesehen von der kurzen Show-Prüfung auf den Asphaltstraßen von Marmaris – bedeuteten einen harten Test für Mensch und Fahrzeug.

Speziell beim zweiten Durchgang der Wertungsprüfungen kamen zahlreiche lose Felsbrocken zum Vorschein, die von den Fahrern stellenweise in einer Art Slalom umkurvt werden mussten. Nichtsdestotrotz kassierten viele Teams Reifenschäden – beide Skoda Teams bildeten dabei keine Ausnahme. Für Kalle Rovanperä und Beifahrer Jonne Halttunen war schon am Freitag der Kampf um den Sieg vorbei, bevor er richtig begonnen hatte. Auf der zweiten Wertungsprüfung mussten sie zunächst einen platten Reifen wechseln, kurze Zeit später erlitten sie einen weiteren Reifenschaden. Auf der nächsten Wertungsprüfung hauchte erneut ein Reifen sein Leben aus. Mangels Ersatzrad musste Rovanperä sein Auto auf der Verbindungsetappe abstellen. Nach dem erneuten Start am Samstag hatte er das klare Ziel, Punkte für den dritten Platz in der WRC2 Pro-Kategorie ins Ziel zu bringen. Dies gelang den beiden Finnen, die das Ziel am Sonntag ohne weitere Dramen erreichten.

Jan Kopecký und Beifahrer Pavel Dresler lagen in der WRC2 Pro-Kategorie überlegen in Führung, als auch sie am Samstagnachmittag ein Reifenschaden ereilte. Sie mussten auf der Prüfung ein Rad an ihrem Skoda Fabia R5 evo wechseln. Der Zeitverlust betrug mehr als zwei Minuten, die Führung war dahin. Am Sonntag, dem Schlusstag der Rallye, konnten die beiden Tschechen nur noch versuchen, den zweiten Platz in der WRC2 Pro-Kategorie nach Hause zu fahren, was ihnen auch gelang.

Skoda Motorsport Chef Michal Hrabánek bilanzierte: „Das ist sicher nicht das Ergebnis, das wir uns erträumt hatten. Wir haben durch Pech mit Reifenschäden den Sieg verpasst, aber wertvolle Meisterschaftspunkte sowohl in der Fahrer- als auch Herstellerwertung geholt. Ich freue mich sehr, dass die Skoda Rallye-Autos auf den harten Schotterpisten der Türkei erneut ihre große Zuverlässigkeit unter Beweis stellen konnten!“

In der WRC2-Kategorie für Privatfahrer boten Kajetan Kajetanowicz und Beifahrer Maciej Szczepaniak im Skoda Fabia R5 eine eindrucksvolle Vorstellung. Sie gewannen ihre Kategorie und liegen nun zusammen mit den Skoda Privatiers Nikolay Gryazin/Yaroslav Fedorov, die in der Türkei nicht am Start waren, punktegleich an der Tabellenspitze.

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