Private Skoda-Teams feiern Doppelsieg in der WRC2-Kategorie

Gemischte Gefühle bei Skoda Motorsport nach dem vierten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft 2019, der Rallye Frankreich/Tour de Corse: Während Skoda Werksfahrer Kalle Rovanperä und Copilot Jonne Halttunen in der den Werksteams vorbehaltenen Kategorie WRC2 Pro in Führung liegend nach einem Unfall aufgeben mussten, sorgten zwei Privatteams für einen Skoda Doppelsieg in der WRC2-Kategorie.

Gemischte Gefühle bei Skoda Motorsport nach dem vierten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft 2019, der Rallye Frankreich/Tour de Corse: Während Skoda Werksfahrer Kalle Rovanperä und Copilot Jonne Halttunen in der den Werksteams vorbehaltenen Kategorie WRC2 Pro in Führung liegend nach einem Unfall aufgeben mussten, sorgten zwei Privatteams für einen Skoda Doppelsieg in der WRC2-Kategorie.

Nach dem Start am Freitagmorgen kämpfte Rovanperä im privat eingesetzten Skoda Fabia R5 zunächst mit starkem Untersteuern, konnte aber trotzdem die ersten drei Wertungsprüfungen mit einer fehlerfreien Fahrt absolvieren. Weil sein Hauptrivale in der WRC 2 Pro-Kategorie, Lukasz Pieniazek, durch einen Reifenschaden auf der ersten Prüfung viel Zeit verlor, lag Rovanperä sogar von Beginn an in Führung. Nach den ersten drei Prüfungen war kein Service durch die Mechaniker erlaubt. Kalle Rovanperä und Beifahrer Jonne Halttunen stellten ihr Talent als Techniker unter Beweis und veränderten die Fahrwerksabstimmung ihres Skoda Fabia R5 selbst. Tatsächlich waren sie bei der Wiederholung der morgendlichen Prüfungen deutlich flotter unterwegs, behaupteten die Führung in der WRC 2 Pro-Kategorie und schoben sich auf Rang neun im gesamten Feld der R5-Fahrzeuge nach vorn.

Am Samstag machten die Finnen weitere Fortschritte. Aber in der längsten Etappe der Rallye, der mehr als 47 Kilometer langen ,Castagniccia‘-Wertungsprüfung, verließ sie das Glück. „In der Mitte der Wertungsprüfung lag etwas Dreck auf der Piste. Wir haben einen kleinen Fehler gemacht, sind in einer Kurve herausgetragen worden und haben einen Felsen getroffen. Obwohl das Auto gar nicht so schlimm aussah, haben wir am Service feststellen müssen, dass der Überrollkäfig derart beschädigt war, dass eine Reparatur vor Ort nicht möglich war. Wir konnten daher nicht mehr zur Schlussetappe an den Start gehen“, fasste Kalle Rovanperä zusammen.

Der italienische Skoda Privatfahrer Fabio Andolfi stellte zusammen mit Beifahrer Simone Scattolin erneut seine beeindruckende Schnelligkeit auf Asphalt unter Beweis. Bereits im vergangenen Jahr hatten die beiden auf Korsika einen dritten Platz in der WRC 2-Kategorie erkämpft. Auch dieses Mal fuhren sie von Anfang an der Spitze mit. Gegen Ende der Rallye gerieten sie mehr und mehr unter Druck der U28-Europameister Nikolay Gryazin/Yaroslav Fedorov in einem weiteren privat eingesetzten Skoda Fabia R5. Trotz mangelnder Erfahrung mit den korsischen Asphaltpisten erzielten die Russen in der vorletzten Prüfung eine beeindruckende Bestzeit und gingen in Führung. Aber im Finale schlugen Fabio Andolfi und Simone Scattolin zurück, setzten ihrerseits die letzte Bestmarke und stellten ihren ersten WM-Sieg in der WRC2-Kategorie sicher.

„Kalle und Jonne ist es leider bei ihrer ersten Rallye auf Korsika, die zweifellos eine der schwierigsten Asphalt-Rallyes ist, nicht gelungen, das richtige Tempo zu finden. Glückwunsch an Fabio Andolfi und Nikolay Gryazin zu ihrer tollen Leistung, sie haben erneut die Wettbewerbsfähigkeit des Skoda Fabia R5 bewiesen und Skoda einen Doppelsieg in der WRC2-Kategorie beschert“, freute sich Skoda Motorsport Chef Michal Hrabánek.