Dakar - 8. Etappe

Überschlag von Loeb und Tagessieg von Al-Attiyah

Ein Überschlag kurz vor dem Ziel beendete vorerst den Gala-Auftritt von Sebastien Loeb bei der Rallye Dakar. Den Sieg auf der achten Etappe schnappte sich Mini-Pilot Nasser Al-Attiyah.

Das war knapp. Mit nur zwölf Sekunden Vorsprung gewann Nasser Al-Attiyah (Mini, Startnummer 300) die achte Etappe vor Carlos Sainz (Peugeot, 303). Der Vorjahressieger und der zweimalige Rallye-Weltmeister lieferten sich zwischen Salta nach Belen ein spannendes Duell mit zwei Führungswechseln. Mit dem ersten Etappensieg für Mini beendete Al-Attiyah die bisherige Dominanz von Peugeot.

Nur im offenen Gelände des zweiten Abschnitts, in dem die Durchschnittsgeschwindigkeit unter 100 km/h fiel, waren die Peugeot wie erwartet eine Klasse für sich. Sainz verdrängte den mit 2.37 Minuten Vorsprung in das 231 Kilometer lange Teilstück gestarteten Al-Attiyah sogar kurzzeitig von der Spitze. 

Besonders hart erwischte es den bisher führenden Sébastien Loeb (Peugeot, 302).  Der neunmalige Rallye-Weltmeister war im ersten, 162 Kilometer langen Abschnitt der zweigeteilten Prüfung schärfster Verfolger von Al-Attiyah. In der zweiten WP-Hälftet standen erstmals für die dieses Jahr Dünen und extrem weicher Sand an. Prompt fuhr sich Wüsten-Neuling Loeb im Fesh-Fesh fest und brauchte rund fünf Minuten, um seinen Buggy zu befreien. Der neunmalige Rallye-Weltmeister fiel auf Zwischenrang elf zurück und startete eine Aufholjagd. 30 Kilometer vor dem Ziel überschlugen sich Loeb und Beifahrer Daniel Elena schließlich sogar. Sie schafften immerhin das Kunststück, ihren stark beschädigten Buggy mit Bordmitteln zu reparieren und erreichten das Tagesziel aus eigener Kraft - mit einem Rückstand von über einer Stunde. Loeb fällt auf den achten Gesamtrang zurück.

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#Dakar2016 - Loeb working on his car

Loeb made a bad move but managed to get back on track / Hizo una mala maniobra pero se las arregló para volver a la pista #Dakar2016

Posted by Dakar Rally on Montag, 11. Januar 2016


Auch Stéphane Peterhansel (Peugeot, 302) erlebte erneut keine problemlose Etappe. Schon im ersten WP-Abschnitt musste er zum Reifenwechsel anhalten und verlor anschließend in der Staubfahne von Mikko Hirvonen (Mini, 315) weitere Zeit. Kaum hatte der elfmalige Dakar-Sieger den Finnen überholt, machte er sich mit Riesenschritten daran, den zwischenzeitlich über sechs Minuten betragenden Rückstand auf Spitzenreiter Al-Attiyah abzubauen. Bis ins Ziel kam er wieder bis auf 31 Sekunden an den Etappensieger heran. Auch Cyril Despres (Peugeot, 321), der den ersten Abschnitt nur auf Rang acht beendet hatte, kletterte noch bis auf Platz vier nach oben.

Hirvonen führte auf Rang fünf die zweite Mini-Welle an, zu der auch Nani Roma (304) und Orlando Terranova (310) zählten. Erst auf Platz acht folgte mit Leeroy Poulter (319) der erste Toyota-Pilot. 

Mit seinem Parforce-Ritt übernahm Peterhansel auch die Gesamtführung vor Carlos Sainz (+2.09 Minuten) und dem neuen Drittplatzierten Nasser Al-Attiyah (+14.43). Für die nächsten Tage sind noch härtere Prüfungen angekündigt. Steht doch noch eine Wende an?

Vorschau Etappe 9: Belén–Belén

Prüfung: 285 km, gesamt: 436 km WP-Start erstes Auto (Rallye-Zeit/Deutsche Zeit): 09:00/13:00 Uhr, WP-Ziel erstes Auto: 13:05/17:05 Uhr
 
Eine WP beinahe gänzlich abseits von Straßen oder Wegen: Die Schleife um Bélen fordert die Teilnehmer mit Navigation. Ausgetrocknete Flussbetten, weicher Sand und große Hitze – also von allem etwas, was die Rallye Dakar auszeichnet. Kühlen Kopf bewahren, lautet die Devise. Und zwar für Fahrer und Beifahrer.

Zwischenstand nach 8. Etappe

1.PETERHANSEL / COTTRET PEUGEOT26:01:44
2.SAINZ / CRUZPEUGEOT+02:09
3.AL-ATTIYAH / BAUMEL MINI+14:43
4.HIRVONEN / PERIN MINI+36:42
5.POULTER / HOWIE TOYOTA+49:32
6.AL-RAJHI / GOTTSCHALKTOYOTA+54:19
7.DE VILLIERS / VON ZITZEWITZTOYOTA+54:49
8.LOEB / ELENA PEUGEOT+1:05:16
9.VASILYEV / ZHILTSOV TOYOTA+1:08:48
10.ROMA / HARO BRAVOMINI+1:28:21

GALERIE: Die Bilder der Rallye Dakar


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Dakar - 8. Etappe

Überschlag von Loeb und Tagessieg von Al-Attiyah

Ein Überschlag kurz vor dem Ziel beendete vorerst den Gala-Auftritt von Sebastien Loeb bei der Rallye Dakar. Den Sieg auf der achten Etappe schnappte sich Mini-Pilot Nasser Al-Attiyah.

Das war knapp. Mit nur zwölf Sekunden Vorsprung gewann Nasser Al-Attiyah (Mini, Startnummer 300) die achte Etappe vor Carlos Sainz (Peugeot, 303). Der Vorjahressieger und der zweimalige Rallye-Weltmeister lieferten sich zwischen Salta nach Belen ein spannendes Duell mit zwei Führungswechseln. Mit dem ersten Etappensieg für Mini beendete Al-Attiyah die bisherige Dominanz von Peugeot.

Nur im offenen Gelände des zweiten Abschnitts, in dem die Durchschnittsgeschwindigkeit unter 100 km/h fiel, waren die Peugeot wie erwartet eine Klasse für sich. Sainz verdrängte den mit 2.37 Minuten Vorsprung in das 231 Kilometer lange Teilstück gestarteten Al-Attiyah sogar kurzzeitig von der Spitze. 

Besonders hart erwischte es den bisher führenden Sébastien Loeb (Peugeot, 302).  Der neunmalige Rallye-Weltmeister war im ersten, 162 Kilometer langen Abschnitt der zweigeteilten Prüfung schärfster Verfolger von Al-Attiyah. In der zweiten WP-Hälftet standen erstmals für die dieses Jahr Dünen und extrem weicher Sand an. Prompt fuhr sich Wüsten-Neuling Loeb im Fesh-Fesh fest und brauchte rund fünf Minuten, um seinen Buggy zu befreien. Der neunmalige Rallye-Weltmeister fiel auf Zwischenrang elf zurück und startete eine Aufholjagd. 30 Kilometer vor dem Ziel überschlugen sich Loeb und Beifahrer Daniel Elena schließlich sogar. Sie schafften immerhin das Kunststück, ihren stark beschädigten Buggy mit Bordmitteln zu reparieren und erreichten das Tagesziel aus eigener Kraft - mit einem Rückstand von über einer Stunde. Loeb fällt auf den achten Gesamtrang zurück.

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#Dakar2016 - Loeb working on his car

Loeb made a bad move but managed to get back on track / Hizo una mala maniobra pero se las arregló para volver a la pista #Dakar2016

Posted by Dakar Rally on Montag, 11. Januar 2016


Auch Stéphane Peterhansel (Peugeot, 302) erlebte erneut keine problemlose Etappe. Schon im ersten WP-Abschnitt musste er zum Reifenwechsel anhalten und verlor anschließend in der Staubfahne von Mikko Hirvonen (Mini, 315) weitere Zeit. Kaum hatte der elfmalige Dakar-Sieger den Finnen überholt, machte er sich mit Riesenschritten daran, den zwischenzeitlich über sechs Minuten betragenden Rückstand auf Spitzenreiter Al-Attiyah abzubauen. Bis ins Ziel kam er wieder bis auf 31 Sekunden an den Etappensieger heran. Auch Cyril Despres (Peugeot, 321), der den ersten Abschnitt nur auf Rang acht beendet hatte, kletterte noch bis auf Platz vier nach oben.

Hirvonen führte auf Rang fünf die zweite Mini-Welle an, zu der auch Nani Roma (304) und Orlando Terranova (310) zählten. Erst auf Platz acht folgte mit Leeroy Poulter (319) der erste Toyota-Pilot. 

Mit seinem Parforce-Ritt übernahm Peterhansel auch die Gesamtführung vor Carlos Sainz (+2.09 Minuten) und dem neuen Drittplatzierten Nasser Al-Attiyah (+14.43). Für die nächsten Tage sind noch härtere Prüfungen angekündigt. Steht doch noch eine Wende an?

Vorschau Etappe 9: Belén–Belén

Prüfung: 285 km, gesamt: 436 km WP-Start erstes Auto (Rallye-Zeit/Deutsche Zeit): 09:00/13:00 Uhr, WP-Ziel erstes Auto: 13:05/17:05 Uhr
 
Eine WP beinahe gänzlich abseits von Straßen oder Wegen: Die Schleife um Bélen fordert die Teilnehmer mit Navigation. Ausgetrocknete Flussbetten, weicher Sand und große Hitze – also von allem etwas, was die Rallye Dakar auszeichnet. Kühlen Kopf bewahren, lautet die Devise. Und zwar für Fahrer und Beifahrer.

Zwischenstand nach 8. Etappe

1.PETERHANSEL / COTTRET PEUGEOT26:01:44
2.SAINZ / CRUZPEUGEOT+02:09
3.AL-ATTIYAH / BAUMEL MINI+14:43
4.HIRVONEN / PERIN MINI+36:42
5.POULTER / HOWIE TOYOTA+49:32
6.AL-RAJHI / GOTTSCHALKTOYOTA+54:19
7.DE VILLIERS / VON ZITZEWITZTOYOTA+54:49
8.LOEB / ELENA PEUGEOT+1:05:16
9.VASILYEV / ZHILTSOV TOYOTA+1:08:48
10.ROMA / HARO BRAVOMINI+1:28:21

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