Rallye Dakar - 2. Etappe

Sieg für De Villiers - Probleme für Alonso

Ex-Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso (Toyota) verliert am zweiten Tag der Rallye Dakar zweieinhalb Stunden. Orlando Terranova (Mini) übernimmt Gesamtführung.

Jubel und Frust bei Toyota. Während Giniel de Villiers den ersten Tagessieg bei der 2020er Ausgabe der Rallye Dakar feiern konnte, verlor Teamkollege Fernando Alonso fast drei Stunden. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister war virtuell zwischenzeitlich starker Dritter, beschädigte nach rund der Hälfte der Tagesetappe eine Radaufhängung seines Hilux aber so stark, dass er auf den Service-Truck warten musste. Mit zweieinhalb Stunden Zeitverlust kam der Spanier ins Ziel, er ist jetzt 48. der Gesamtwertung.

Der Südafrikaner Giniel de Villiers kam dagegen ohne Probleme durch und erreichte das Tagesziel knapp vier Minuten vor Orlando Terranova. Der Mini-Pilot aus Argentinien übernahm damit die Führung in der Gesamtwertung vor Teamkollege Carlos Sainz im Mini Buggy.

Rückschlag für Peterhansel

Weniger glücklich verlief die Etappe für Stéphane Peterhansel. Der Dakar-Rekordsieger verlor aufgrund von Problemen bei der Navigation und mit der Lenkung seines Mini-Buggy über 20 Minuten und ist nach zwei Etappen nur Achter der Gesamtwertung.

Am Dienstag sah es lange nach einem Etappensieg für einen weiteren Toyota-Piloten aus. Yazeed Al-Rajhi war nach Zeitverlust vom Montag mit gehöriger Wut im Bauch in die zweite, navigatorisch schwierige Etappe gestartet. Auf der 367 Kilometer langen Wertungsprüfung erarbeitete er sich eine Führung von zweitweise mehr als sechs Minuten. Kurz vor dem Ziel büßte der Lokalheld aus Saudi-Arabien allerdings rund eine Viertelstunde ein. Vaidatos Zala (Mini), der Überraschungssieger der Etappe vom Montag, wurde Elfter und fiel auf Gesamtrang fünf zurück.

Erneute Probleme für Gottschalk

Jakub Przygonski und sein deutscher Beifahrer Timo Gottschalk, die am Montag wegen eines Getriebeschadens erst in der Dunkelheit das Etappenziel erreicht hatten, kamen wieder nicht ohne Probleme über die Runden. Zunächst steckten sie lange im Staub eines Vordermanns fest. Dann fingen sie sich auch noch fünf Reifenschäden ein. Da nur drei Ersatzräder ins Heck des Mini-Allradlers passen, musste das polnisch-deutsche Duo einen Reifen mit Bordmitteln flicken. Der letzte Plattfuß trat erst kurz vor dem Ziel auf und musste nicht mehr gewechselt werden.

„Die Reifenschäden heute waren eine Folge unserer Probleme von gestern“, erklärte Gottschalk. „Durch unsere hohe Startposition war die Strecke schon stark ausgefahren. Mal schauen, was sich in den kommenden Tagen noch ausrichten lässt.“ Przygonski/Gottschalk belegten Tagesrang 19.

Vorschau auf die 3. Etappe

Neom - Neom; Gesamtdistanz: 489 km; WP: 404 km; Start Autos: 9:25 Uhr (MEZ); Ziel ca. 14:10 Uhr (MEZ)

Die Route führt in einer Schleife rund um Neom entlang der Grenze zu Jordanien. Erneut stehen zwischen Bergen schnelle Pfade auf sandigem Untergrund auf dem Programm, aber auch kleinere Dünenfelder. Außerdem wird bei rund 1.400 Metern der höchste Punkt der Rallye Dakar 2020 erreicht.

Rallye Dakar, Ergebnis 2. Etappe

1. Giniel de Villiers/Alex Haro Bravo (ZAF/ESP), Toyota, 3:37.20 Stunden
2. Orlando Terranova/Bernardo Graue (ARG/ARG), Mini 4x4, + 3.57 Minuten
3. Khalid A-Qassimi/Xavier Panseri (UAE/FRA), Peugeot, +5.42 Minuten
4. Mathieu Serradori/Fabian Lurquin (FRA/BEL), Century Buggy, +9.39 Minuten
5. Nasser Al-Atiiyah/Matthieu Baumel (QAT/FRA), Toyota, + 11.46 Minuten
6. Carlos Sainz/Lucas Cruz (ESP/ESP), Mini Buggy, + 13.05 Minuten

Zwischenstand

1. Orlando Terranova/Bernardo Graue (ARG/ARG), Mini 4x4, 7:07.36 Stunden
2. Carlos Sainz/Lucas Cruz (ESP/ESP), Mini Buggy, + 4.43 Minuten
3. Nasser Al-Atiiyah/Matthieu Baumel (QAT/FRA), Toyota, + 6.07 Minuten
4. Mathieu Serradori/Fabian Lurquin (FRA/BEL), Century Buggy, +7.22 Minuten
5. Vaidatos Zala/Saulius Jurgelenas (LIT/LIT), Mini 4x4, +8.11 Minuten
6. Giniel de Villiers/Alex Haro Bravo (ZAF/ESP), Toyota, +12.04 Minuten

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