Dakar 2018

Peugeot: Kritik an den Dakar-Organisatoren

Heute startet in Peru die diesjährige Rallye Dakar. Peugeot wird zum vorerst letzten Mal am Klassiker teilnehmen und Sportchef Bruno Famin hält sich im Vorfeld mit Kritik am Veranstalter nicht zurück.

Eigentlich sollte man meinen, dass zwischen einen französischen Hersteller und einen französischen Veranstalter kein Blatt Papier passt. Doch das Verhältnis zwischen Peugeot und Dakar-Organisator A.S.O. ist angespannt.

Um die Spannung zu erhöhen und die Löwen-Überflieger einzubremsen wurde am Reglement geschraubt und die Streckenführung stark verändert. Entsprechend zurückhaltend bewertet Peugeot-Sportchef Bruno Famin die Ausgangslage. 

„Ich bin mir nicht sicher, dass unser Team als Favorit in diese Dakar startet, auch wenn wir – als Vorjahressieger – das Ziel haben, erneut zu gewinnen“, so Famin. „Die Änderungen im Reglement haben die Vorzeichen etwas verschoben. Es gibt einige neue technische Regeln, die wir jedoch schon kannten, und wir haben diese Herausforderung angenommen.“ Unter anderem bekam die Allrad-Konkurrenz mehr Federweg spendiert und kann auch einen größeren Air-Restrictor benutzen, der unter anderem Toyota zu mehr als 400 PS Leistung verhelfen soll.

Richtig quer im Magen liegen Famin allerdings die Änderungen am sportlichen Reglement, die erst in letzter Minute entschieden wurden und es jetzt verbieten, dass Beifahrer Landkarten nutzen. 

„Obwohl Karten für eine gute Navigation unerlässlich sind und eine gute Navigation einen wichtigen Teil von Marathonrallyes ausmacht. Karten zu verbieten bestraft Teams, die sich verfahren haben – etwas, das manchmal passieren kann, denn es gibt kein perfektes Roadbook. Nur das Wiederzufinden des richtigen Wegs in einer angemessenen Zeit gibt ihnen die Chance, im Kampf um den Gesamtsieg zu bleiben. Damit spielt nun der Zufallsfaktor eine Rolle. Und das entspricht unserer Meinung nach nicht dem Sportsgeist, der bei einer Veranstaltung wie der Dakar herrschen sollte“, so Famin.

Zum Start in die ersten Dünen

Nach dem Start in Lima absolvieren die Teams heute eine 241 Kilometer lange Verbindungsetappe, die sie zur kürzesten Wertungsprüfung der Rallye führt. Obwohl sie nur 31 Kilometer lang ist, bietet die erste Prüfung einige Herausforderungen. Die Teams müssen die ersten Dünen und Hindernisse überqueren, außerdem wird der Sieger von Samstag an nächsten Tag die Strecke eröffnen, da die Autos einmalig vor den Motorrädern auf die Strecke gehen. Mit vielen Offroad-Passagen wird dies keine einfache Aufgabe. Die ganze Strecke ansehen ...

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