Rallye Dakar - 10. Etappe

Erster Tagessieg für Peterhansel

Doppelsieg für Audi auf der zehnten Etappe der Rallye Dakar und dieses Mal setzt Stephane Peterhansel die Bestmarke. An der Spitze liegt weiterhin Nasser Al-Attiyah.

Etappe 10 brachte schnelle Sandpisten, in denen sich allerdings schwer einsehbare, kleine Dünen versteckten. Bis zu einer 29 Kilometer langen Neutralisation über Schotter-Straßen wurde die Route aber bereits gewundener. Nach der Durchschnauf-Phase im öffentlichen Straßenverkehr ging es mit schmalen Bergpfaden weiter, ehe es durch Täler und Wadis ging. Besonders der letzte Teil hatte es in Sachen Navigation in sich.

Für Stephane Peterhansel nahm der Tag einen positiven Verlauf, zum ersten Mal quälte sich der Franzose nicht mit Dämpferproblemen seines Audis und setzte prompt die Bestzeit. Teamkollege Carlos Sainz untermauerte das Tempo des Autos mit den zweiten Etappenplatz. In der Gesamtwertung führt weiterhin Nasser Al-Attiyah (Toyota) souverän vor Sebastien Loeb (Prodrive).

Jakub Przygonski und Timo Gottschalk haben am zehnten Tag der Rallye Dakar Platz fünf zurückerobert - obwohl sie im Staub eine Menge Überholarbeit zu leisten hatten. Auch das große Ziel bleibt möglich – Platz vier liegt in unmittelbarer Reichweite, für Platz drei wäre ein kleines "Dakar"-Wunder nötig. Aber auch die passieren gelegentlich – mit der kommenden elften steht die Königsetappe der 2022er-Ausgabe noch bevor – mit allen Chancen und Risiken für die Gesamtwertung.

Vorläufiger Gesamtstand nach Etappe 10

1. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) 33:13.37 Std.
2. Loeb/Lurquin (Prodrive) 33:46.17 Std.
3. Al-Rahji/Orr (Toyota) 34:09.25 Std.
4. Terranova/Carreras (Prodrive) 34:42.55 Std.
5. Przygonski/Gottschalk (Mini) 34:59.19 Std.

Vorschau Etappe 10  (Bisha–Bisha)

Prüfungskilometer: 346 km
Gesamtdistanz: 501 km
Start/Ziel: 07:35/11:28 Uhr (MEZ)

Die Schleife um Bisha am vorletzten Rallye-Dakar-Tag 2022 wird von vielen als Königsetappe angesehen. Hier könnte es für die vorn Platzierten im Gesamtklassement noch einmal zur Sache gehen. Andere fassen ein gutes Tagesergebnis ins Auge.

"Es sieht so aus, als wolle uns der Veranstalter auf der vorletzten Etappe noch einmal so richtig auf die Probe stellen. Sehr, sehr weiche Dünen, viele Dünen, alle Arten von Dünen. Harte, weiche, große, kleine, die ganz kleinen. Und das Ganze wird mit einer anspruchsvollen Navigation gepaart – also mit einem schlechten Roadbook. Vor dieser Etappe darf man getrost ein bisschen Angst haben. Und erst danach erlauben sich Gedanken an das 'Dakar'-Ziel in Dschidda", blickt Dirk von Zitzewitz voraus.

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