Dakar - 2. Etappe: Loeb holt Tagessieg - De Villiers vorn

Giniel de Villiers und Beifahrer Dirk von Zitzewitz haben mit Tagesrang vier auf der ersten Hammer-Etappe der Rallye Dakar den ersten Platz in der Gesamtwertung erobert. Schnellster Fahrer war Sebastien Loeb.

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  • Sebastien Loeb sichert sich den ersten Etappensieg

Giniel de Villiers und Beifahrer Dirk von Zitzewitz haben mit Tagesrang vier auf der ersten Hammer-Etappe der Rallye Dakar den ersten Platz in der Gesamtwertung erobert. Schnellster Fahrer war Sebastien Loeb.

Knappes Ding auf der zweiten Etappe der Rallye Dakar. Nach 342 Kilometern Wertungsprüfung durch die Dünen in Peru trennten nur eineinhalb Minuten Tagessieger Sebastien Loeb (Peugeot) und Giniel de Villiers (Toyota) auf Rang 4. Der Südafrikaner und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz übernahmen damit die Gesamtführung.

„Eigentlich ein unspektakulärer, aber positiver Tag für uns. Wir sind gut durchgekommen, hatten keine Probleme. Eine sehr schöne Etappe mit tollen Dünenpassagen – wenngleich etwas knifflig mit weichem Sand und einigen Löchern. Zwei Offroad-Passagen über zehn Kilometer waren extreme Rüttelpisten“, berichtete der Holsteiner.

„Ich habe ja versprochen, dass wir heute attackieren werden“, sagte Loeb, der am Vortag rund sechs Minuten im tiefen Sand verloren hatte.

Während sich der neunmalige Rallye-Weltmeister im privaten Peugeot auf Gesamtrang 5 verbesserte, musste sein letztjähriger Teamkollege Stephane Peterhansel (Mini Buggy) einen herben Rückschlag verkraften. Der Dakar-Rekordsieger blieb in Führung liegend nach 109 Kilometern knapp 20 Minuten im Sand stecken. Er konnte den Rückstand bis ins Ziel zwar auf 15 Minuten verkürzen, fiel dennoch auf Gesamtrang 13 zurück.

Auch in der Gesamtwertung liegt die Spitze noch dicht zusammen. Die Top-4 liegen innerhalb einer Minute. Hinter den beiden werksunterstützten Toyota von De Villiers und dem Niederländer Bernhard Ten Brinke folgen zwei der allradangetriebenen Mini mit Joan Roma und Yazeed Al-Rajhi am Lenkrad, der mit Timo Gottschalk ebenfalls auf einen deutschen Navigator hört.

Toyota-Pilot Nasser Al-Attiyah, der die erste Etappe gewonnen hatte, musste für diesen Erfolg am Dienstag zahlen. Weil er als Erster – noch vor den Motorrädern – auf die Strecke musste, verlor er nicht nur beinahe acht Minuten auf Tagessieger Loeb. Er musste zudem die Spur für die nachfolgenden Fahrer legen – die dieses unfreiwillige Geschenk mehr als dankbar annahmen.

In der Kategorie der Race-Trucks entwickelt sich das übliche Duell zwischen den Werks-Kamaz und dem Iveco-Team des Niederländers Gerard de Rooy. Eduard Nikolaev feierte seinen zweiten Etappensieg, während Petronas-Mannschaftskapitän De Rooy durch Motorprobleme und einen Reifenschaden kurz vor dem Ziel etwas Zeit verlor. In der Gesamtwertung führt Nikolaev vor De Rooy (+4:23 Minuten) und dem Argentinier Federico Villagra in einem weiteren Iveco (+7:23 Minuten).

Zwischenstand nach Etappe 2

01. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz, Toyota 4:32:45 Std.
02. Bernhard Ten Brinke/Xavier Panseri, Toyota +0:28
03. Nani Roma/Alex Haro Bravo, Mini +0:42
04. Yazeed Al Rajhi/Timo Gottschalk, Mini +0:50
05. Sebastien Loeb/Daniel Elena, Peugeot +1:56
06. Carlos Sainz/Lucas Cruz, Mini +2:28
07. Harry Hunt/Wouter Rosegaar, Peugeot +2:38
08. Nasser Al-Atiiyah/Matthieu Baumel, Toyota +3:26
09. Cyril Despres/Jean-Paul Cottret, Mini +3:28
10. Vladimir Vasilyev/Konstantin Thiltsov, Mini +3:43

Vorschau Etappe 03

San Juan de Marcona–Arequipa – Distanz: 798 km; WP-Kilometer: 331 km

Start Prüfung: 13:44 Uhr (erstes Auto)
Ziel Prüfung:  17:29 Uhr (erstes Auto, vom Veranstalter errechnet) 

Dirk von Zitzewitz: „Die dritte Prüfung wird hauptsächlich in der Nähe von San Juan de Marcona ausgetragen. 2018 haben sich hier in diesen Dünen viele Dramen abgespielt. Das wird enorm schwierig und enorm staubig, Vorallem, weil wir auf den Staub des vergangenen Jahres treffen werden – denn geregnet hat es hier in der Zwischenzeit nicht wirklich. Navigation: kritisch, Dünen: heftigst. Sehr hoch, sehr weich – eine große Herausforderung für Fahrer und Beifahrer. Ich habe nicht nur gute Erinnerungen an dieses Terrain.“