RX 2016

Weltmeister Ekström: „Früher war mir Rallycross zu dreckig“

Mattias Ekström hat sich mit einem fünften Platz auf dem Estering vorzeitig den Titel in der Rallycross-Weltmeisterschaft gesichert. Der Höhepunkt in einem beeindruckenden Projekt.

Mattias Esktröm
Mattias Esktröm ist zum ersten Mal Rallycross-Weltmeister

„Das ist vielleicht der beste Tag in meiner Motorsport-Karriere“, jubelte Mattias Ekström nach dem Titelgewinn zusammen mit seinem eigenen EKS-Team. „Wir haben vor drei Jahren bei null angefangen. Im Oktober 2013 gab es gar nichts. Was mein Team und ich in dieser Zeit aufgebaut haben, können sich nur die Wenigsten vorstellen.“

Rallycross wurde dem Schweden praktisch in die Wiege gelegt. Sein Vater Bengt fuhr in den 1980er- und 1990er-Jahren in der Europameisterschaft und wurde 1990 EM-Dritter. „Ich war als kleiner Junge immer dabei, aber ich konnte mich nicht für den Sport begeistern“, sagt Ekström. „Rallycross war mir immer zu dreckig, ich mag es sauber und aufgeräumt.“ 

Bei einem Gaststart in der Rallycross-Europameisterschaft 2013 in Höljes änderte sich diese Einstellung. „Ich bin Zweiter geworden und war sehr angetan von der Atmosphäre. Auf dem Heimweg habe ich mir dann überlegt, dass ich 2014 wiederkommen und gewinnen möchte. Mit Freunden, Partnern und langjährigen Weggefährten habe ich dann begonnen, meine Idee in die Tat umzusetzen.“

Mit eigenem Team zum Titel

Die Geburtsstunde von EKS ist der 14. Juni 2014. Vor exakt 857 Tagen ging Ekström mit seinem 560 PS starken Audi S1 EKS RX quattro zum ersten Mal in der Rallycross-Weltmeisterschaft an den Start. Nur drei Wochen später stand der Schwede beim Heimspiel in Höljes bereits ganz oben auf dem Siegerpodest – der Plan aus dem Vorjahr war aufgegangen. 2015 wiederholte er den Erfolg in Höljes und belegte am Saisonende in der Fahrerwertung Rang sechs. In diesem Jahr kam Ekström perfekt aus den Startlöchern. Drei Siege in Serie zum Saisonauftakt waren der Grundstein auf dem Weg zum Titel. Es folgte ein weiterer Sieg in Barcelona sowie Podestplätze in Hell und Riga. Nach dem fünften Platz auf dem Estering ist Ekström vor dem abschließenden Lauf im argentinischen Rosario nicht mehr von der Spitze zu verdrängen.

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Ekström hat mit dem Titelgewinn seine Allround-Qualitäten erneut unter Beweis gestellt. Seit 2001 hat er 177 DTM-Rennen bestritten und dabei 22 Siege und zwei Mal den Titel gefeiert (2004, 2007). In seiner Karriere triumphierte der 38-Jährige auch vier Mal beim Race of Champions – einmal in der Teamwertung mit Tom Kristensen (2005) sowie drei Mal in der Einzelwertung (2006, 2007, 2009). Daneben fuhr er unter anderem erfolgreich in der schwedischen Tourenwagen-Meisterschaft STCC, in der Rallye-Weltmeisterschaft, sowie in der NASCAR und der australischen V8 Supercars.

GALERIE: RX Estering


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