The Rally Show 2008

„Was für eine großartige Show“

Zehntausende waren in den Park von Chatsworth House gekommen, um zwei Tage Legenden des Rallyesports live zu erleben. Mittendrin: Olaf Dobberkau im GT3.

<strong>BEGEISTERUNG:</strong> Olaf Dobberkau zählte zu den Publikumslieblingen der diesjährigen Rally-Show in Chatsworth

Das hatten selbst die motorsporterprobten Engländer noch nicht erlebt. Mit der beeindruckenden Soundkulisse seines Porsche 911 GT3 eroberte Olaf Dobberkau ihre Herzen im Sturm und ließ sogar die beiden wortgewaltigen Moderatoren der „Rally Show 2008“ für einen kurzen Moment verstummen. „Dieser Sound ist ja einfach phänomenal“, jubelten sie im Anschluss in ihre Mikrofone, um kurze Zeit später darüber zu fachsimpeln, warum man ausgerechnet auf der Insel nicht solch ein Auto auf den Rallyepisten zu sehen bekommt.

 

Olaf Dobberkau war aber nicht die einzige Attraktion der diesjährigen „Rally Show“. Die britische Meisterschaft feierte ihren 50. Geburtstag und fast alle Autos, die jemals im Championat gefahren waren, wurden an diesen zwei Tagen noch einmal gezündet. Den Begriff „Slowly sideways“ kennt man auf der Insel auch, allerdings streicht man hier pflichtbewusst das „langsam“ aus der Bezeichnung und lässt die historischen Schätzchen gerne in den roten Bereich drehen. Ob Audi S1, Lancia Stratos, oder Renault Alpine, es wurde draufgehalten, was das Zeug hält. Szenenapplaus bekamen vor allem die mutigen Ford-Escort-Fahrer, die in den Wäldern von Robin Hood tapfer gegen den Grenzbereich kämpften und selbst vor der gefürchteten Wasserdurchfahrt nicht zurückschreckten.

 

 IM GRENZBEREICH: Die Histo-Fahrer ließen es ordentlich fliegen

 

Trotz aller kostbaren Raritäten stand das modernste Auto im Mittelpunkt. M-Sport-Chef Malcolm Wilson hatte nicht nur einen aktuellen Ford Focus WRC im Schlepptau, sondern auch Ex-Weltmeister Marcus Grönholm. Der Finne drehte ein paar Showrunden, setzte nebenbei die Bestzeit auf der kurzen Prüfung und zeigte sich trotz der vielen Autogrammwünsche bestens aufgelegt. Selbst ein kurzer Besuch bei Olaf Dobberkau war drin, denn Grönholm wollte genau wissen, wer ihm an diesem Wochenende soundtechnisch die Show stahl.

 

„Aber ob man als Rallyefahrer mit dem Porsche wirklich Spaß haben kann? Das Auto scheint mir beim Fahren sehr unruhig zu sein“, fragte der Finne beim Thüringer nach. Der bot Grönholm gleich eine Testfahrt an, doch der enge Zeitplan ließ dieses Schauspiel nicht mehr zu. „Das Angebot steht und wir bleiben in Kontakt“, freute sich Dobberkau über seine neue Bekanntschaft, die den Besuch auf der Insel abrundete. „Es war einfach toll hier gewesen zu sein. Ein großartiger Event für den Rallyesport und wir konnten einen kleinen Beitrag dazu  leisten. Wenn es klappt, möchte ich gerne im nächsten Jahr wieder hier herkommen.“

 

Die Bilder der Rally-Show 2008...

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