Waldviertel-Rallye

Wagner-Brüder vor Neubauer

Mit vier Wertungsprüfungen ist die Rallye W4 heute in die Finalphase der österreichischen Staatsmeisterschaft gestartet. Die Frage nach dem neuen Champion ist freilich noch immer offen. Denn weder konnte sich einer der beiden Favoriten auf den Titel entscheidend absetzen noch fiel einer der beiden aussichtslos zurück.

Julian Wagner wahrte als Führender seine Chance genauso wie der Salzburger Hermann Neubauer als momentaner Dritter. Als „Puffer“ zwischen den beiden Kontrahenten etablierte sich geschickt Julians Bruder Simon Wagner, der als Zweiter in den morgigen Tag startet.

„Es läuft super. Ich bin zum ersten Mal mit einem R5-Auto auf dem Waldviertler Schotter unterwegs. Da haben sich die 80 Testkilometer, die ich noch am Mittwoch absolviert habe, schon ausgezahlt. Aber morgen ist noch ein sehr, sehr schwieriger Tag“, meinte Julian Wagner.

Auf Platz vier lauert freilich noch eine Gefahr für Neubauer in Form von Julian Wagners Teamchef Raimund Baumschlager. Der Rekord-Staatsmeister wird den morgigen Tag wohl auch dazu nützen, seinem Schützling als Steigbügelhalter beizustehen. Auch wenn Baumschlager das in dieser Form nie so sagen würde.

„Ich bin glücklich, wieder einmal wettkampfmäßig im Auto zu sitzen. Nach fast eineinhalb Jahren Pause fehlt mir natürlich schon ein wenig das Timing, und der neue Skoda Fabia R5 Evo, den ich hier fahre, ist auch noch ein wenig ungewohnt. Aber im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden. Schauen wir mal, was der Samstag bringt“, meinte Baumschlager.

 

Eine der vor der Rallye W4 noch sechs offenen Titelentscheidungen ist bereits heute gefallen. Weil in der 2WD-Wertung der Niederösterreicher Alois Handler auf dem Rundkurs im Weinbergdorf Schiltern seinen Peugeot 207 unfreiwillig zwischen zwei Bäumen „parkte“, darf sich der Steirer Enrico Windisch (Citroen C2 R2) bereits vorzeitig neuer Staatsmeister nennen.

„Das ist das Ergebnis der harten Arbeit über das ganze Jahr hindurch. Ich war bei jeder Rallye im Ziel. Wenn der Gegner durch einen Unfall ausfällt, dämpft das zwar ein wenig die Freude, weil man es gerne im sportlichen Wettkampf entscheiden möchte, aber natürlich bin ich über den bisher größten Erfolg in meiner Karriere sehr glücklich“, so Windisch.

Zwischenstand nach WP4
1.Wagner J. / HeiglŠkoda Fabia R524:08.3
2.Wagner S. / SteinŠkoda Fabia R5 evo+1.6
3.Neubauer / EttelFord Fiesta R5+10.9
4.Baumschlager / WinklhoferŠkoda Fabia R5 evo+26.4
5.Botka / MesterháziŠkoda Fabia R5+42.9
6.Rigler / Ettel-KaiserFord Fiesta R5+1:16.1
7.Kurka / JanovskáFord Fiesta R5+1:27.2
8.Raith / WinterPeugeot 208 T16+1:46.2
9.Lengauer / ThauerböckSubaru WRX STI+2:09.5
10.Zeiringer / StampflŠkoda Fabia S2000+2:12.4
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