ÖRM 2015

Titel für Baumschlager und Böhm

Nach der Rallye Weiz 2015 stehen die Staatsmeister in der ÖRM und in der ÖRM-2WD bereits fest. Die Titel gingen wieder an Raimund Baumschlager und Michael Böhm.

Praktisch vom ersten Meter an machte Raimund Baumschlager im Skoda Fabia R5 deutlich, worauf er hier aus war. Der dreifache Weiz-Sieger übernahm auf der ersten Prüfung die Führung, um diese bis in Ziel am Samstag nicht mehr herzugeben. Mit seinem vierten Sieg in Weiz holte Baumschlager gleichzeitig seinen 13. Rallye-Staatsmeistertitel und baute damit seine österreichische Rekord-Stellung in dieser Hinsicht noch einmal aus. „Das war eine relativ problemlose Rallye für uns, obwohl es von der Hitze her schon heftig war. Über meinen 13. Titel freue ich mich natürlich sehr. Noch mehr macht mich allerdings stolz, dass ich zwölf davon mit meinem eigenen BRR-Team gewonnen habe“, so Baumschlager.

Nach vier Siegen am ersten Tag ließ Baumschlager am zweiten Tag seine Hauptkonkurrenten Fabian Kreim (Skoda Fabia R5) und Hermann Neubauer (Ford Fiesta S2000) ein wenig mitnaschen, aber so richtig gefährlich nahe kommen ließ er sie nicht. Kreim, der in Weiz für den WM-Auftritt in seiner deutschen Heimat in zwei Wochen testete, blieb am Ende 20 Sekunden vor Neubauer, der seinerseits das Hauptaugenmerk auf Tests für seinen EM-Auftritt im tschechischen Zlin Ende August gerichtet sehen wollte.

„Anspruchsvolle Strecken, starke Konkurrenz: Das war genau der richtige Test vor unserem großen Saisonhöhepunkt bei der Rallye Deutschland. Wir konnten die WM-Reifen erstmals testen und das richtige Setup für unseren Fabia R5 finden. Jetzt sind wir bereit für unser WM-Heimspiel“, kommentierte der 22 Jahre alte Kreim.

Einen beherzten Auftritt zeigte der Grazer Gunthard Puchleitner (Mitsubishi Evo IX). Als Vierter in der Gesamtwertung konnte er sich damit nicht nur über das beste Ergebnis seiner Karriere, sondern auch über den Titel des „besten Steirers“ freuen.

Suninen nach Abflug ins Krankenhaus

Mit dem Finnen Teemu Suninen, der in Weiz einen Skoda Fabia S2000 zum Einsatz brachte, für nächstes Jahr jedoch schon im WM-Team von Toyota eingeplant ist, war ein weiterer Spitzenpilot am Start. Für den Skandinavier war jedoch nach einer starken Leistung auf der siebten Prüfung Schluss. Nach einem relativ heftigen Abflug auf dem Gollersattel landeten er und sein Copilot zur Kontrolle im Krankenhaus Weiz. Beide mussten dort jedoch nicht stationär aufgenommen werden

Auch in der 2WD-Wertung ist die Meisterschaft entschieden. Michael Böhm (Suzuki Swift S1600) konnte seinen dritten Titel in Folge feiern, für dessen Copilotin Katrin Becker war es sogar der vierte hintereinander. „Wir haben gewusst, dass uns hier 20 Punkte zur Titelverteidigung genügen. Dementsprechend klug und vorsichtig sind wir auch an die Sache herangegangen. Dass wir den Titel trotzdem mit einem Sieg holen konnten, freut uns dadurch umso mehr.“

Erleichtert wurde das Unterfangen der Titelhamster durch die vorzeitigen Ausfälle von Andreas Aigner (Renault Clio/Bremsdefekt) und Günther Knobloch (DS 3 R3T/Unfall), die beide ebenfalls als Siegerkandidaten gegolten hatten. So fanden sich zu ihrer eigenen Überraschung Willi Stengg (Opel Adam R2) als Gesamt-Neunter und 2WD-Zweiter sowie Nikolas Ziesler (Peugeot 208 R2) als Gesamt-Zehnter und 2WD-Dritter inmitten des Spitzenfeldes wieder. Stengg, seinerzeit Staatsmeister 1995, war erst kurz vor der Rallye nach zweijähriger Absenz für den verletzten Daniel Wollinger wieder einmal ins Cockpit geklettert.

In der Junioren-Staatsmeisterschaft sicherte sich der Oberösterreicher Simon Wagner (Peugeot 208 R2) auf der allerletzten Prüfung den Sieg. Er nahm dem bis dahin führenden Steirer Christoph Lieb (Opel Corsa OPC) 16 Sekunden ab und verwies diesen dadurch noch auf Platz zwei. Dritter wurde der niederösterreichische Neueinsteiger Christoph Zellhofer (Suzuki Swift S1600). Die Führung in der Meisterschaft behält allerdings der Ungar Kristof Klausz (Renault Clio R3), obwohl dieser durch seinen Ausfall am ersten Tag wichtige Punkte liegen ließ.

Patrick Pusch gewann in der Citroen Racing Trophy vor Michael Abendroth und Armin Holz die R3-Kategorie. Mit dem dritten Sieg in Folge machte er einen großen Schritt in Richtung Titelgewinn. Eine Stufe unter ihm entschied Lukas Meter die R1-Kategorie und konnte Nico Knacker auf den zweiten Rang verweisen. Gaststarter Reiner Kuhn büßte auf der letzten Prüfung seinen dritten Rang an Torben Nebel ein und wurde in Weiz Vierter.

Ergebnis Rallye Weiz 2015

1. Raimund Baumschlager/Klaus Wicha Skoda Fabia R5 1:42:13,8
2. Fabian Kreim/Frank Christian Skoda Fabia R5 +38,8
3. Hermann Neubauer/Bernhard Ettel Ford Fiesta S2000 +59,4
4. Gunthard Puchleitner/Arno Puchleitner Mitsubishi Evo IX+6:13,2
5. Aljosa Novak/Matej Car Mitsubishi Evo IX+6:47,8
6. Michael Böhm/Katrin Becker Suzuki Swift S1600+7:26,7
7. Patrick Pusch/Andreas Luther Citroen DS3+9:40,7
8. Reinhold Neulinger/Markus Pötscher Mittsubishi Evo IX +11:15,8
9. Willi Stengg/Tina-Maria Monego Opel Adam R2 +11:27,6
10. Nikolas Ziesler/Johannes Polly Peugeot 208 R2 +12:21,2
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